Debatte um die Allgäuer Festwoche 2022

Pro und Contra: Darf die Allgäuer Festwoche 2022 ihren Namen behalten?

Zwei Jahre musste die Allgäuer Festwoche wegen der Corona-Pandemie ausfallen - und 2022 gibt es weiter Diskussionen um die Allgäuer Messe. Auch in unserer Redaktion scheiden sich die Geister an den aktuellen Entwicklungen.

Zwei Jahre musste die Allgäuer Festwoche wegen der Corona-Pandemie ausfallen - und 2022 gibt es weiter Diskussionen um die Allgäuer Messe. Auch in unserer Redaktion scheiden sich die Geister an den aktuellen Entwicklungen.

Zwei Jahre musste die Allgäuer Festwoche wegen der Corona-Pandemie ausfallen - und 2022 gibt es weiter Diskussionen um die Allgäuer Messe. Auch in unserer Redaktion scheiden sich die Geister an den aktuellen Entwicklungen.

Der Ex-Festwochenchef wirft Kempten Etikettenschwindel vor, sollte die Veranstaltung 2022 Festwoche heißen. Unsere Redaktion ist unterschiedlicher Meinung.
02.05.2022 | Stand: 18:53 Uhr

Ex-Festwochenchef Heinz Buhmann appelliert, die von der Stadt Kempten geplante Veranstaltung im August nicht als Allgäuer Festwoche zu bezeichnen. Warum - das lesen Sie hier: Ex-Festwochenchef wirft der Stadt Kempten Etikettenschnwindel vor: "Das ist Betrug am Kunden"

Damit stößt Buhmann eine Debatte an: Darf die diesjährige Veranstaltung den Namen "Allgäuer Festwoche" tragen? Schließlich fällt sie nach aktuellem Planungsstand deutlich kleiner aus als bisher. Unsere Redaktion ist unterschiedlicher Meinung - ein Pro und Contra:

Aimée Jajes: Ja zur "Allgäuer Festwoche" - sonst spielt sie in den Kalendern bald gar keine Rolle mehr

Noch ein Jahr ohne? Nein, auf ihre Traditionsveranstaltung sollen die leidenschaftlichen Festwochengänger kein drittes Mal verzichten müssen. Definitiv: Als die Wirtschaftsausstellung komplett abgesagt war, blieb von der „Allgäuer Festwoche“ wenig übrig. Ein Etikettenschwindel? Konnte man zu dem Zeitpunkt so sehen. Doch nach aktuellem Planungsstand ist vom viel zitierten Dreiklang alles dabei: Wirtschaftsmesse, Kulturtage, Heimatfest. Etwas kleiner fällt die Version 2022 freilich aus, dafür ist der Eintritt kostenlos. Das muss die Stadt gut kommunizieren. Ob die Marke deswegen Schaden nimmt? Nicht zwingend. Schlimmer wäre es, wenn die Veranstaltung wieder ausfiele – und die „Allgäuer Festwoche“ in den Kalendern bald gar keine Rolle mehr spielt.

Ulrich Weigel: Das wird eine Sparwoche, aber keine "Allgäuer Festwoche"

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Allgäuer Festwoche: Jetzt stehen die Wirte für die Festzelte fest

Ein Festwöcherl ist keine Festwoche. Heuer steht eine Notlösung mit 3000 Quadratmetern Ausstellung an. 15.400 Quadratmeter wurden 2019 vermietet. Da mag man noch so viel Glitzer draufstreuen: Das wird heuer eine Sparwoche, aber keine der zehn größten Verbrauchermessen bundesweit. 2019 kamen fast zwei Drittel der Besucher untertags. Über 80 Prozent sahen laut Umfrage in der Wirtschaftsausstellung den Schwerpunkt. Fast jeder Zehnte reiste aus mehr als 100 Kilometern Entfernung an. Marken sind schwer erarbeitet, aber schnell zerstört. Nichts gegen Lederhosen-Gaudi und Messe light. Aber das heuer wird nicht die Allgäuer Festwoche. Die hat Kempten über Jahrzehnte als Qualitätsmarke etabliert. Das wirft man nicht einfach weg! Also: Ehrlich bleiben.