Motto: Nein zu Rassismus

Trotz Corona: Interkultureller Herbst in Kempten findet statt

Mitunter das Leben des Bürgerrechtsaktivisten Martin Luther King beschreibt der Film „I am not your negro“ am 25. September.

Mitunter das Leben des Bürgerrechtsaktivisten Martin Luther King beschreibt der Film „I am not your negro“ am 25. September.

Bild: dpa

Mitunter das Leben des Bürgerrechtsaktivisten Martin Luther King beschreibt der Film „I am not your negro“ am 25. September.

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Reihe bietet wieder Filme, Musik, Kunst und Vorträge vom 25. September bis 4. Dezember. Was die Veranstalter im Haus International geplant haben.
22.09.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Trotz Corona findet der Interkulturelle Herbst in Kempten in diesem Jahr statt. Verschlechtert sich die Infektionslage, wollen die Veranstalter – vor allem das Haus International und der Integrationsbeirat der Stadt – das Programm allerdings anpassen. Dieses steht diesmal unter dem Motto „Nein zu Rassismus“ und enthält 40 Veranstaltungen – darunter so manch bereits bekanntes Format.

Das Motto Rassismus und die aktuelle Diskussion in den USA greift der Interkulturelle Herbst mitunter mit drei Filmabenden auf, sagt Lajos Fischer, Geschäftsführer Haus International: am 25. September mit „I am not your negro“, einem Dokumentarfilm über die US-Bürgerrechtsaktivisten Martin Luther King, Malcom X und Medgar Evers und die aktuellen Geschehnisse.

Interkultureller Herbst Kempten zeigt Filme über den Rassismus in den USA

Am 2. Oktober folgt „Nächster Halt: Fruitvale Station“ – ein Film über rassistisch motivierte Polizeigewalt, der auf wahren Begebenheiten beruht.

Der Film „Loving“ am 27. Oktober zeigt ebenfalls eine wahre Geschichte zweier Liebenden mit dunkler und heller Hautfarbe, die 1958 in den USA heiraten und daraufhin massive Anfeindungen und Unterdrückung ertragen müssen.

Tanzveranstaltungen wie die beliebten Latinoabende wird es wegen Corona nicht geben. Stattdessen ist am 23. Oktober etwa ein lateinamerikanischer Liederabend mit romantischer Musik geplant. Am 1. Oktober gehen Experten im Rahmen der Reihe „Bewegter Donnerstag“ während eines kulinarischen Tischgesprächs der Frage nach: Wie wollen wir in Kempten miteinander leben?

Anmeldung vorab: So können die begrenzten Plätze beim Interkulturellen Herbst in Kempten reserviert werden

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Für alle Termine von Haus International und Integrationsbeirat gilt: Ab zwei Tagen vor dem Termin ist es möglich, sich unter info@hausinternational.de oder notfalls 0831/17138 anzumelden. Reservierungen verfallen eine Viertelstunde vor Veranstaltungsbeginn, es gibt eine Abendkasse. Sind Termine ausgebucht, wird das auf der Internetseite des Haus International bekannt gegeben.

Ilknur Altan, Vorsitzende des Integrationsbeirats, hofft nun auf reges Interesse – auch von Migranten an Veranstaltungen über ihnen fremde Länder. Gabriele Heilinger, Vorsitzende des Vereins Haus International, wünscht sich, dass der Interkulturelle Herbst wieder ein Beispiel für das friedliche Zusammenleben in Kempten wird.

Auszüge aus dem Programm des Interkulturellen Herbsts

6. Oktober, 19.30 Uhr: Heute auf dem bunten Sofa: Dr. László Fodor (Träger des Bundesverdienstkreuzes, Präsidiumsmitglied der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft)

16. Oktober, 20 Uhr: Konzert Jazzango – nordische Melancholie trifft auf südliches Feuer. 12 Euro Eintritt.

21. Oktober, 19.30 Uhr: Interkulturelles Stadtgespräch: Gemischte Paare.

22. Oktober, 20 Uhr: Musik-Theater „Im Narrenland“ von Taha Karem und Stephan Lanius über Zusammenleben und Extremismus.

29. Oktober, 19.30 Uhr: Musikalische Lesung von Ulrike Midgal und Liv Migdal: „Wann wohl das Leid ein Ende hat – Briefe und Gedichte von Ilse Weber aus Theresienstadt“. 10 Euro Eintritt.

4. November, 19.30 Uhr: Ingmar Niemann, Lehrbeauftragter an der Hochschule Kempten: Analyse des Ergebnisses der Präsidentschaftswahl in den USA.

20. November, 20 Uhr: Eröffnung der Ausstellung von Mona Kambar – Verborgen zwischen den Welten. Geöffnet bis 18. Dezember.

 
 
 
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25. November, 19.30 Uhr: Gönül Yerli, Vizedirektorin des Islamischen Forum Penzberg, über „Das Menschenbild im Islam“.

Das gesamte Programm gibt es hier.

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