Caterer hat gekündigt

Wegen Corona kein warmes Mittagessen in Waltenhofener Kitas und Schulen?

Weil der Caterer gekündigt hat,müssen Eltern von Waltenhofener Kindern ihrem Nachwuchs vermutlich übergangsweise ein Mittagessen in die Schule oder Kita mitgeben.

Weil der Caterer gekündigt hat,müssen Eltern von Waltenhofener Kindern ihrem Nachwuchs vermutlich übergangsweise ein Mittagessen in die Schule oder Kita mitgeben.

Bild: Jens Büttner/dpa

Weil der Caterer gekündigt hat,müssen Eltern von Waltenhofener Kindern ihrem Nachwuchs vermutlich übergangsweise ein Mittagessen in die Schule oder Kita mitgeben.

Bild: Jens Büttner/dpa

Der Caterer der Gemeinde hat gekündigt. Er stellt wegen der Pandemie-Folgen seinen Betrieb ein. Bis es Ersatz für die Kinder gibt, könnte es dauern.

Weil der Caterer gekündigt hat,müssen Eltern von Waltenhofener Kindern ihrem Nachwuchs vermutlich übergangsweise ein Mittagessen in die Schule oder Kita mitgeben.
Von Monika Rohlmann
26.08.2020 | Stand: 05:20 Uhr

Für Waltenhofener Schüler und Kindergartenkinder gibt es nach den Ferien wohl kein warmes Mittagessen. Der Grund: Der bisherige Essens-Anbieter hat am 24. Juli außerordentlich gekündigt. Er stellt seinen Betrieb ein, weil er während der Corona-Krise zu wenige Mahlzeiten verkaufen konnte und auch künftig Unsicherheiten sieht. Vorerst müssen Eltern nun womöglich auch für mittags Brote schmieren. Während der jüngsten Sitzung beschäftigte sich nun der Gemeinderat mit dem Thema.

Vor Januar wird es womöglich kein warmes, frisches Mittagessen für Waltenhofener Kinder geben können

Dabei war man sich schnell einig: „Frisch gekocht“ soll das Mittagessen für die insgesamt rund 200 Kinder auf alle Fälle bleiben. „Frisch ist besser. Für viele Kinder ist das die einzige warme Mahlzeit am Tag“, sagte Gemeinderätin Sonja Kehr. Auch soll der Vertrag vorerst auf ein Jahr beschränkt sein. Jetzt folgen Gespräche mit den vier Kindertagesstätten und drei Schulen. Ein Anbieter hatte schon signalisiert, dass er aus Kapazitätsgründen vor Januar kein Essen liefern könne.

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Udo Merk von der Finanzverwaltung der Gemeinde hatte für die Gemeinderäte bereits einige Vorarbeit geleistet – und drei unterschiedliche Angebote eingeholt. Dabei lag der Preis für „frisch gekocht“ zwischen 3 Euro für Kindergarten und Krippe sowie 3,30 Euro für Schule und Hort. Günstiger ist dagegen beispielsweise Tiefkühlkost: Für Krippenkinder wird hier pro Kind ein Betrag von 1,74 Euro (plus 20 Cent für Nachtisch) berechnet, für Kindergartenkinder erhöht sich der Preis auf 2,14 Euro (plus 20 Cent für Nachtisch), für Schüler auf 2,85 Euro (plus 20 Cent für Nachtisch). Hinzu kommt laut Merk täglich sicherlich eine Arbeitsstunde, um Joghurt, Obst und etwa Salat einzukaufen und herzurichten.

Ein Ausschreibungsverfahren ist für das Waltenhofener Mittagessen wohl nicht nötig, heißt es aus der Verwaltung

„Aufgrund des Auftragsvolumens von 100 000 Euro pro Jahr gibt es eigentlich immer eine öffentliche Ausschreibung.“ Dieser Wert sei allerdings bis zum Jahresende auf 214 000 Euro angehoben worden. „Bleiben wir darunter, ist eine freie Vergabe möglich.“ Dann müsse man aber immernoch mindestens drei Angebote einholen.

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Georg Endras wollte dazu wissen, ob man dann auch den günstigsten Anbieter nehmen müsse. Das sei ja schließlich nochmal anders als bei einer Baumaßnahme. „Nein“, sagte Merk: „Da können wir dann frei entscheiden.“ Ebenso frei sei man auch in der Vertragsgestaltung. Der müsse nicht über zwei Jahre abgefasst werden. Hans-Peter Rauch fand einen Ein-Jahres-Vertrag gut. Da wisse man dann, ob es den Kindern schmecke oder nicht.

Die Entscheidung über die Neuvergabe wurde einstimmig vertagt. Jetzt soll ja erst einmal die Ausschreibung erfolgen. Rauch empfahl: „Es macht Sinn, die Küchen der Anbieter im Vorfeld zu besuchen.“

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