Tipps zu Allgäuer Klettersteigen

Das sind die schönsten Klettersteige in den Allgäuer Alpen

Klettersteig

Klettersteige im Allgäu gibt es leicht und schwer - wir haben sie hier aufgelistet.

Bild: Lacher alpin

Klettersteige im Allgäu gibt es leicht und schwer - wir haben sie hier aufgelistet.

Bild: Lacher alpin

Wer in den Allgäuer Alpen einen Klettersteig gehen will, hat die Qual der Wahl. Die schönsten Klettersteige für Anfänger und Profis haben wir hier aufgelistet.
11.05.2022 | Stand: 06:50 Uhr

Der Bergsport boomt weiter: Durch die Corona-Pandemie haben immer mehr Menschen die Natur und die Berge für sich entdeckt. Bei vielen gebe es ein „unglaubliches Bedürfnis, wieder rauszugehen“, heißt es vom Alpenverein. Wer Wandern und Klettern im Allgäu kombinieren möchte, für den gibt es zahlreiche Klettersteige in den Allgäuer Alpen. Eine Übersicht über die schönsten Allgäuer Klettersteige:

Klettersteig Für Anfänger: der Walser-Erlebnisklettersteig an der Kanzelwand

Walser-Erlebnisklettersteig: Dieser kurze Klettersteig eignet sich gut für Anfänger. Er wurde als spannende und leichte Alternative zum Zweiländer-Sport-Klettersteig gebaut. Fortgeschrittene können diesem auch in Kombination mit dem Zweiländer-Sport-Klettersteig machen.

  • Schwierigkeit: B/C
  • Zustiegszeit: 15 Minuten
  • Dauer der Tour: knapp zwei Stunden
  • Höhenmeter: 60 Meter im Steig, 260 Meter insgesamt
  • Parkplatz: Bei der Kanzelwandbahn
  • Wegverlauf: Man folgt dem Weg von der Bergstation der Kanzelwandbahn aus auf einen breiten Sattel. Von dort aus wandert man Richtung Kanzelwand. Kurz nach einem Schuttfeld kommt man direkt zum Einstieg. Oben angekommen, folgt man dem Wanderweg zurück zur Bergstation.
Der Edelrid Klettersteig (früher Salewa Klettersteig) ist ein Steig, der auch gut mit Kindern begehbar ist.
Der Edelrid Klettersteig (früher Salewa Klettersteig) ist ein Steig, der auch gut mit Kindern begehbar ist.
Bild: Hindelanger Bergführerbüro

Für Anfänger und Fortgeschrittene: Der Edelrid Klettersteig am Iseler

Edelrid Klettersteig: Der Edelrid Klettersteig eignet sich gut für Anfänger und für Fortgeschrittene. Er ist in drei Abschnitte eingeteilt. Nach jedem ist ein Ausstieg möglich. Tipp: Im Sommer ist der Andrang im Steig sehr groß - der frühe Vogel muss nicht warten.

  • Schwierigkeit: B/C
  • Zustiegszeit: Von der Iseler Bergstation aus etwa 15 Minuten, vom Tal aus etwa eine Stunde
  • Dauer des Steigs: Dauer aller Abschnitte etwa vier Stunden,
    • Abschnitt 1: rund eineinhalb bis zwei Stunden
    • Abschnitt 2: etwa eine dreiviertel Stunde
    • Abschnitt 3: eineinhalb bis zwei Stunden
  • Höhenmeter: rund 700 Meter von Tal bis Gipfel
  • Geöffnet: Ab dem 1. Juni bis zum 10. November
  • Parkplatz: An der Talstation der Iselerbahn

Wegverlauf: Vom Tal aus an der Gundalpe vorbeilaufen und der Beschilderung Richtung Iseler Bergstation folgen. Von der Bergstation auf dem Wanderweg Richtung Iseler flanieren und nach ein paar Kurven ist auf der linken Seite der Einstieg in den ersten Abschnitt des Steigs zu finden.

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Je nach Lust und Ausdauer kann man nach Abschnitt 1 und 2 vom Gipfel des Iselers wieder den Wanderweg ins Tal laufen. Wenn man Abschnitt 3 klettert oder Lust auf eine große Wanderrunde hat, lohnt sich der Weg über den Kühgundkopf. (Lesen Sie auch: Das müssen Sie über Klettersteige im Allgäu wissen)

Für Anfänger: Der Friedberger Klettersteig am Füssener Jöchle

Friedberger Klettersteig: Eine kurzer Klettersteig mit grandioser Aussicht. Er eignet sich gut für Anfänger, die den Klettersteig mit einer ausgiebigen Wanderung verbinden wollen. Man kann ihn von beiden Seiten begehen.

  • Schwierigkeit: B
  • Zustiegszeit: gut zwei Stunden
  • Dauer des Steigs: etwa eineinhalb Stunden, insgesamt sechs Stunden
  • Höhenmeter: 250 Meter im Steig, 1100 Meter insgesamt
  • Geöffnet: Mai bis Oktober
  • Parkplatz: Am Ortseingang Nesselwängle

Wegverlauf: Vom Parkplatz folgt man dem Weg zum Gasthof Adlerhorst und in Richtung Füssener Jöchle. Kurz vor dem Füssener Jöchle zweigt man rechts zum Gipfel des Schartschrofens ab - genau auf dem Gipfel beginnt der Klettersteig. Alternativ kann man auch von der Bergstation des Füssener Jöchles zum Schartschrofengipfel starten, das dauert etwa 45 Minuten.

Hinab vom Gipfel steigt man über den Normalweg ins Kar und wandert weiter zum Gimpelhaus. Vom Gimpelhaus folgt man dem Weg zurück nach Nesselwängle.

Der Hindelanger Klettersteig führt am Grat entlang und bietet eine atemberaubende Aussicht.
Der Hindelanger Klettersteig führt am Grat entlang und bietet eine atemberaubende Aussicht.
Bild: Michael Munkler

Für Anfänger und Profis: Der Hindelanger Klettersteig mit Start am Nebelhorn

Hindelanger Klettersteig: Dieser Steig wurde in den siebziger Jahren von der Alpenvereinssektion Allgäu/ Immenstadt gebaut. Bei guter Sicht hat man vom Gipfel eine schöne Rundsicht von der Zugspitze bis in die Schweiz. Der Weg folgt einem Gebirgskamm bis hin zum Großen Daumen.

  • Schwierigkeit: B/C
  • Dauer: vier bis fünf Stunden Gehzeit in alpinem Gelände
  • Höhenmeter: 338 Meter
  • Länge der Begehung: etwa acht Kilometer, Für Anfänger gibt es eine "Schnupperrunde"
  • Geöffnet: Von Juni bis Oktober
  • Parkplatz: An der Nebelhornbahn in Oberstdorf
Wo beginnt der Hindelanger Klettersteig?

Wegverlauf: Mit der Nebelhornbahn kann man bis zur Gipfelstation fahren. Unterhalb der Station verläuft ein kleiner Pfad in Richtung des Einstiegs. Nach ein paar einfachen Kletterstellen gelangt man zu einer Leiter zum Grat des westlichen Wengenkopfs. Hier sollte man sich den Klettergurt anziehen.
Der Steig führt auf dem Grat zum westlichen Wengenkopf über erste, ausgesetzte Kletterpassagen in Richtung des östlichen Wengenkopfs.

  • Für Anfänger: Die "Schnupperrunde" endet hier. Der erste Zwischenabstieg führt über das Koblat zurück zur Seilbahn Station Höfatsblick.

Alle, die den Klettersteig noch bis zum Ende durchkraxeln wollen, haben noch noch viele Drahtseilsicherungen und Eisenleitern vor sich. Am Ende geht es auf eine luftige Felsformation und ein schmales Band. Dann endet der Klettersteig unterhalb des Großen Daumens.

Der Gelbe-Wand-Steig verspricht einen moderaten Einstieg für alle, die sich ein bisschen im Kraxelsport ausprobieren wollen.
Der Gelbe-Wand-Steig verspricht einen moderaten Einstieg für alle, die sich ein bisschen im Kraxelsport ausprobieren wollen.
Bild: Michael Munkler

Für Bergsteiger mit Kondition: Der Mindelheimer Klettersteig über die drei Schafalpenköpfe

Mindelheimer Klettersteig: Der 1975 erbaute Steig über die drei Schafalpenköpfe ist eher etwas für Bergsteigerinnen und Bergsteiger mit einer guten Kondition, da für die Tour ein langer Zu- und Abstieg nötig ist. Achtung Gegenverkehr: Der Steig ist aus beiden Richtungen begehbar!

  • Schwierigkeit: meistens B, mit C-Stellen
  • Dauer der Tour: etwa neun Stunden
  • Höhenmeter: 400 Meter im Steig, 1650 Meter insgesamt
  • Beste Zeit für eine Begehung: Juli, August und September
  • Parkplatz: Beim Gasthof Schwendle parken

Wegverlauf: Vom Gasthof Schwendle geht es ins Wildental. Von dort aus wandert man an der Wiesalpe vorbei zur Fluchtalpe. Dort zweigt der Weg nach links ab und es geht hinauf: An der vorderen Wildenalpe vorbei zur Fidererpasshütte. Nach einem kurzem Abstieg in eine Mulde steigt man zur Fidererscharte auf zum Einstieg.

Von dort quert man im Steig über die drei Schafalpenköpfe. Vom Ausstieg aus gilt es dann in eine Scharte abzusteigen und Richtung Kemptener Köpfl erneut aufzusteigen. Anschließend geht es am Grat entlang hinunter in die Kemptener Scharte. Von dort aus sollte man sich rechts halten und über die Hintere Wildenalpe zur Fluchtalpe absteigen. Da knüpft der Weg an den Aufstiegsweg an.

Der Fingersteig ist für die Kletter-Profis gedacht.
Der Fingersteig ist für die Kletter-Profis gedacht.
Bild: Benedikt Siegert

Für Anfänger und Profis: Der Tegelbergsteig mit der Gelben Wand im Ostallgäu

Tegelbergsteig: Am Tegelberg können sich Anfänger austoben und Profis auspowern. Drei verschiedene Klettersteige gibt es dort. Der Tegelbergsteig ist der längste von den drei Steigen und sollte deswegen nicht unterschätzt werden. Die Aussicht auf das Ostallgäu und das Schloss Neuschwanstein belohnt den Kraxeler jedoch nach der Anstrengung.

  • Schwierigkeit: C
  • Zustiegszeit: eine Stunde
  • Dauer des Steigs: etwa zweieinhalb Stunden
  • Höhenmeter: im Steig etwa 350 Meter, insgesamt etwa 810 Meter
  • Geöffnet: Anfang Mai bis Ende Oktober
  • Parkplatz: an der Tegelbergbahn

Wegverlauf: Von der Talstation der Tegelbergbahn folgt man dem Wanderweg bis rechts ein Pfad abbiegt (Tegelbergsteig ist darauf angeschrieben). Ein Pfad schlängelt sich dann durch den Wald nach oben. Dort folgt man dem Klettersteig Gelbe Wand bis zu einer markanten Eisenleiter. Diese markiert den Einstieg.

Oben angekommen kann man entweder Richtung Marienbrücke nach Hohenschwangau zum Schloss Neuschwanstein absteigen (relativ langer, aber schöner Weg) oder den direkten Wanderweg zurück zur Talstation nehmen. Ambitionierte Sportler auf Gipfeljagd können noch einen Umweg auf den Branderschrofen machen.

Variante "Gelbe Wand" für Anfänger:

  • Schwierigkeit: A
  • Zustiegszeit: etwa 45 Minuten
  • Dauer des Steigs: eineinhalb Stunden
  • Höhenmeter: 350 Meter im Steig, insgesamt etwa 810 Meter
  • Geöffnet: Anfang Mai bis Ende Oktober
  • Parkplatz: an der Tegelbergbahn

Wegverlauf: Man folgt dem selben Weg, den man zum Tegelbergsteig geht (Wanderweg Richtung Tegelberg und dann rechts der Ausschilderung zum "Tegelbergsteig/ Gelbe Wand". Für den Abstieg gilt das gleiche wie beim Tegelbergsteig.

Der Fingersteig für Profis:

  • Schwierigkeit: D
  • Zustiegszeit: von der Bergstation der Tegelbergbahn aus etwa 15 Minuten, vom Tal aus etwa zwei Stunden
  • Dauer des Steigs: etwa eineinhalb Stunden
  • Höhenmeter: 120 Meter im Steig, von der Talstation aus etwa 810 Meter
  • Geöffnet: Anfang Mai bis Ende Oktober
  • Parkplatz: an der Tegelbergbahn

Wegverlauf: Wer es bequem haben möchte, kann mit der Tegelbergbahn nach oben fahren und dann zum Einstieg absteigen. Vom der Station wandert man den normalen Weg Richtung Skipiste hinab. Zwischen zwei Hütte zweigt nach links ein Weg zum Klettersteig ab.

Wer vom Tal aus aufsteigen will, folgt dem Wanderweg vom Parkplatz aus in Richtung Tegelberg. Zuerst geht es eine steile Forststraße neben der Skipiste hinauf. Zwischen den zwei Hütten zweigt dann der Pfad (für den Aufsteiger nach rechts) zum Klettersteig ab.

Klettersteig-Profis können auch erst über den Tegelbergsteig aufsteigen und den Fingersteig hinten dran hängen.

Der Abstieg kann entweder über die Tegelbergbahn, die Skipiste und die Rohrkopfhütte oder über die Marienbrücke erfolgen.

Der Klettersteig auf der Köllenspitze zählt zu den schwierigsten in den Allgäuer Alpen.
Der Klettersteig auf der Köllenspitze zählt zu den schwierigsten in den Allgäuer Alpen.
Bild: Michael Munkler

Einfacher Klettersteig mit vielen Höhenmetern: Hohe Gänge

Hohe Gänge: An sich ein einfacher Klettersteig, bei dem man jedoch viele Höhenmeter erklimmt. Gut trainierte Bergfreunde und erfahrene Klettersteiggänger können die Hohen Gänge auch in Kombination mit dem Hindelanger Klettersteig machen. Zu beachten ist, dass es auf dem langen Weg keine Möglichkeiten zum Einkehren gibt. Daher auf genug Verpflegung achten. (Welche Hütten im Allgäu schön geöffnet haben, erfahren Sie hier).

  • Schwierigkeit: B
  • Zustiegszeit: drei Stunden
  • Dauer des Steigs: etwa eine Stunde
  • Höhenmeter: im Steig 200 Meter, insgesamt 1400 Meter
  • Beste Begehungszeit: Juli bis September
  • Parkplatz: Auf dem Wanderparkplatz "Auf der Höh" in Hinterstein

Wegverlauf: Vom Parkplatz läuft man auf der Straße kurz taleinwärts, bis man rechts den Bach über eine Brücke überquert. Man folgt dem Wanderweg bis zur Älpele Alpe und steigt von dort auf den Gipfel des Breitenbergs. Auf dem Gipfelkamm erstreckt sich der Weg weiter nach Süden (bei einer Scharte zweigt rechts ein Wanderweg ins Tal ab), bis kurz vor dem sogenannten Südgipfel die Seilsicherungen beginnen.

Abstieg: Vom Gipfel der Heubatspitze folgt man dem markierten Pfad, dem Rücken hinüber zur Rotspitze. Auf der Nordseite der Rotspitze führt ein leichter Steig mit Kletterstellen in der Schwierigkeit A/B etwa 200 Höhenmeter hinunter. Dann geht es zum Häblesgund. Von dort verläuft der Pfad weiter talwärts und kurz vor dem Tal nach rechts. Wenn man den Hang entlang folgt, kommt man zurück nach Hinterstein.

Für Profis: Der Zweiländer-Sport-Klettersteig an der Kanzelwand

Zweiländer-Sport-Klettersteig: Der Klettersteig verläuft haarscharf an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland auf die Kanzelwand. Er ist eher etwas für erfahrene Kraxler, da er sehr ausgesetzt und recht schwierig ist. Wer noch die Kraft dazu hat, kann auch noch den Walser-Erlebnisklettersteig anhängen.

  • Schwierigkeit: C/D
  • Zustiegszeit: 45 Minuten
  • Dauer der Tour: zwei bis drei Stunden
  • Höhenmeter: 210 Meter im Steig
  • Beste Zeit für eine Begehung: Juli, August und September
  • Parkplatz: Bei der Kanzelwandbahn

Wegverlauf: Von der Bergstation der Kanzelwandbahn steigt man bis zum Gundsattel ab und folgt dem Weg Richtung Bierenwangalpe. Unmittelbar vor dem Bach zweigt rechts ein Weg ins Tal ab. Diesem folgen und in einer großen Runde zum Einstieg aufsteigen. Wer den Berg lieber vom Stillachtal oder dem Kleinwalsertal aus erklimmen möchte, braucht etwa zwei Stunden länger für den Zustieg.

Vom Ausstieg aus steigt man über das Gipfelkreuz über den normalen Wanderweg Richtung Süden ab. Dann geht es scharf nach rechts zurück zur Bergstation der Kanzelwandbahn.

Grandioser Ausblick: Klettersteig Lachenspitze für Profis

Lachenspitze: Dieser Klettersteig besticht durch einen grandiosen Ausblick über drei Seen.
  • Schwierigkeit: C/D
  • Zustiegszeit: zweieinhalb Stunden
  • Dauer des Steigs: eineinhalb Stunden
  • Höhenmeter: 265 Meter im Steig, insgesamt 1120 Meter
  • Geöffnet: Juni bis Oktober
  • Parkplatz: am besten in Tannheim parken und dann mit dem Postbus zum Vilsalpsee

Wegverlauf: Vom Vilsalpsee startet man die Tour Richtung Traualpe und spaziert den Traualpsee entlang. Am anderen Ende geht es hinauf zur Landsberger Hütte.

Genau im "Biergarten" vor der Eingangstür zweigt ein Pfad ab hinunter zur Lache (kleiner See). Diesem folgt man bis zu einer Abzweigung unterhalb der Nordwand. Der Weg führt dann zum Einseilplatz. Wegen Steinschlaggefahr sollte man hier mit Helm zum Einstieg gehen.

Vom Gipfel aus steigt man auf dem Wanderweg zuerst südwestseitig ab, dann westlich in die Scharte zwischen Lachenspitze und Steinkarspitze. Von dort führt der Weg zurück zur Landsberger Hütte und auf dem Zustiegsweg hinunter zum Vilsalpsee.

Der anspruchvollste in den Allgäuer Alpen: Klettersteig Köllenspitze Südwand

Köllenspitze Südwand: Das ist vermutlich der anspruchsvollste Klettersteig in den Allgäuer Alpen. Er setzt zudem eine gute Kondition voraus, weil man bis zum Einstieg des Steigs schon einen langen Aufstieg vor sich hat. Auch der Abstieg von der Köllenspitze sollte nicht unterschätzt werden: Steiles Gelände ohne Sicherung mit einigen leichten Kletterstellen liegen auf dem Rückweg.

  • Schwierigkeit: D
  • Zustiegszeit: etwa zweieinhalb Stunden
  • Dauer des Steigs: rund zweieinhalb Stunden, insgesamt ist man etwa sieben oder acht Stunden unterwegs
  • Höhenmeter: im Steig 350 Meter, insgesamt 1350 Meter
  • Beste Zeit zur Begehung: Juni bis Oktober
  • Parkplatz: Parkplatz im Nesselwängle, beim Einstieg für das Gimpelhaus

Wegverlauf: Zunächst folgt man dem Wanderweg zum Gimpelhaus. Weiter geht es in Richtung Rote Flüh, wo man nach rechts zur Nesselwängler Scharte abzweigt. Achtung Steinschlag: Ab dem Schuttfeld besser den Helm aufsetzen. Von dort aus quert man und steigt ab bis zur Köllenspitze-Südwand.

Für den Abstieg steigt man vom Gipfel in einer Rinne ab, bis man eine Steilstufe erreicht. Danach geht es weiter hinunter bis man eine schroffes, gerölliges Gelände durchquert und durch eine kleine Rinne wieder ansteigt. Hinter der Kante geht es weiter über steiles Gelände zur Nesselwängler Scharte. Von dort aus kann man den Zustiegsweg zurück ins Tal nehmen. Achtung: Der Abstieg ist sehr ausgesetzt. Bei Nässe und Schnee sollte man dort nicht unterwegs sein!

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