Startseite
Icon Pfeil nach unten
Allgäu
Icon Pfeil nach unten

Kulinarische Disney+-Serie im Allgäu gedreht: Hollywood-Star James Marsden entdeckt seine Allgäuer Wurzeln

Disney-Serie im Allgäu gefilmt

Das Allgäu auf Disney+! Hollywood-Star James Marsden auf kulinarischer Reise in Pfronten und Ollarzried

    • |
    • |
    • |
    James Marsden und Antoni Porowski essen Chicken Fried Steak zu Hause bei Marsdens Familie. Ihre Reise führte das Duo auch ins Allgäu.
    James Marsden und Antoni Porowski essen Chicken Fried Steak zu Hause bei Marsdens Familie. Ihre Reise führte das Duo auch ins Allgäu. Foto: National Geographic / Walt Disney

    Manchmal lässt sich anhand eines Rezeptes die eigene Familiengeschichte besser rekonstruieren als mithilfe eines Stammbaums. Das ist die Idee der National Geographic-Doku "Kulinarische Familiengeschichten mit Antoni Porowski", die seit Februar auf Disney+ zu sehen ist. Darin versucht der Kulinarik-Experte Antoni Porowski die Familiengeschichte von Stars anhand der kulinarischen Ursprünge und Essgewohnheiten ihrer Vorfahren zu ergründen. Zusammen mit Hollywod-Star James Marsden geht es dabei auch ins Allgäu.

    Filmstar James Marsden kommt in Doku auf Disney+ ins Allgäu

    James Marsden ist ist als internationaler Filmstar dafür bekannt, dass er in Blockbustern wie „Verwünscht“, „X-Men“, „Westworld“ oder „Wie ein einziger Tag“ mitspielte. Doch dass der Schauspieler auch Wurzeln im Allgäu hat, ist neu. In der Doku-Serie „Kulinarische Familiengeschichten mit Antoni Porowski“ verschlägt es Moderator Porowski zusammen mit James Marsden nach Pfronten, Ollarzried und Schongau.

    Nachdem die beiden erst die jüngere Familiengeschichte von Marsden in Texas eruiert haben und danach auf Spurensuche in Niedersachsen waren, hat Antoni Porowski einen weiteren Vorfahren von James Marsden aufgespürt: Einen Mann namens Johann Dittler, der im frühen 1900 Jahrhundert als Schuster und Wandergeselle lebte - und zwar im Allgäu. Deshalb reisen Porowski und Marsden von Hannover aus nach Süden, zur Burgruine Falkenstein in Pfronten.

    Marsden und Porowski genießen die Aussicht von der Burgruine Falkenstein

    Während die beiden zur Ruine auf den Falkenstein wandern, erklärt Porowski dem Schauspieler, dass Dittler dessen Ur-ur-ur-ur-Großvater ist. Der 1819 geborene Schuster soll auf der Suche nach Arbeit durch das Allgäu gewandert sein, um Schuhe zu reparieren. Oben angekommen gibt es erstmal ein lokales Bier, während Marsden von der Aussicht auf die Allgäuer Alpen begeistert ist: „Das ist unglaublich. Die Berge reichen kilometerweit“, staunt er. „Eine Landschaft wie diese hat eine positive Wirkung auf mich“, sagt Marsden zum Allgäu. Dass jede Kuh eine Glocke hat, findet er jedoch etwas klischeehaft.

    Im Restaurant Schlossanger Alp auf den Spuren von Marsdens Vorfahr

    Um auf den Spuren von Marsdens Vorfahren zu wandeln, machen die beiden dann am Restaurant Schlossanger Alp Halt. Dort sind Bastian Koch und eine Jägerin gerade mit dem Fleisch eines Rehbocks zugange. Das Problem: Johann Dittler hätte als einfacher Schuster wohl keine erstklassigen Fleischstücke bekommen. Für Koch Bastian kein Problem. Er hat sich nämlich darauf spezialisiert Fleischreste und Organe zu verarbeiten, die sich ein armer Schuster wie Dittler hätte leisten können.

    Schauspieler Marsden gibt zu: „Normalerweise esse ich keine Organe von Tieren.“ Doch zu dem, was Bastian daraus macht, kann er nicht Nein sagen: Aus Reh-Zunge und Reh-Herz zaubert der Koch frittierte Innereien-Kroketten auf einem Bohnen-Salat-Bett und frisch gepflückten Alpenblumen. Beim Probieren schwärmt Porowski: „Sehr zart“. Auch Marsden ist positiv überrascht: „Ich finde es tatsächlich köstlich. Ich muss meine Essgewohnheiten überdenken.“

    Disney-Show dreht auch in Ollarzried im Unterallgäu

    Da es jedoch wenige Aufzeichnungen über Dittler gibt, versuchen Porowski und Marsden über das Essen mehr über ihn zu erfahren. Marsdens Vorfahre hätte sich neben Innereien vermutlich hauptsächlich noch von zwei weiteren Dingen ernährt, die in Bayern und dem Allgäu bis heute sehr präsent sind: Brot und Bier. Porowski bringt Marsden dafür erst mal eine Biergarten-Tradition bei: „Die lokale Tradition verlangt es, etwas mitzubringen, das man mit allen teilen kann“, erklärt er und fragt Marsden deshalb: „Kannst du backen?“ Der verneint, sagt aber, dass er Gebäck liebt.

    Da Dittler zum Backen wohl einen Gemeinschaftsofen genutzt hätte - er hatte bestimmt keinen eigenen - geht es für das Duo nach Ollarzried im Unterallgäu. Dort backen sie deutsches Bierbrot. „Ich freue mich wirklich, dass es das gibt“, sagt Marsden, sehr zum Vergnügen von Theresa und Ulli. Die beiden Frauen zeigen dem Kulinarik-Experten und dem Schauspieler, wie man das Bierbrot macht. Zum Backen verwenden sie dunkles Gerstenbier, wie zu Dittlers Zeiten, und Roggenmehl, dessen Getreide auch im Allgäu wächst. Das Geheimnis des Brotes liegt dabei in der Sorgfalt, mit der es zubereitet wird. Doch Marsden und Porowski sind offenbar zu grob. „Ihr drückt zu fest. Stell dir vor, dass es eine Frau ist“, meint eine der Frauen. „Hab ich“, sagt der Schauspieler etwas verschmitzt lächelnd dazu. Das Fazit am Ende: „Isch okay fürs erste Mal.“

    Während das Brot backt, zeigt Porowski Marsden eine weitere regionale Spezialität, die auch zu Dittlers Zeiten schon beliebt war: Schnitzel. Anfang ihrer Reise gab es etwas Ähnliches schon im Haus von James‘ Familie. Und zwar: „Chicken Fried Steak“. Das Rezept dafür brachten Menschen wie Dittler in die USA. Im Laufe der Zeit wurde texanisches Steak dort zum Fleisch der Wahl. „Verrückt, dass wir in Texas Ähnliches gegessen haben und nun hier in Bayern fast dasselbe Gericht zubereiten“, meint Marsden. „In der Gegend, durch die dein Vorfahre als Wandergeselle gereist ist“, ergänzt Porowski.

    Holloywood-Schauspieler lässt sich Bier im Rössle Biergarten in Schongau schmecken

    Dann ist das „mit Liebe gebackene“ Brot fertig. „Das ist wohl das frischeste Brot, das ich je gegessen habe“, schwärmt Marsden. Mit Schnitzel und Brot im Gepäck geht es weiter in einen Biergarten. Und zwar in den Rössle Biergarten in Schongau. Natürlich darf Bier hier nicht fehlen. „Ich werde beide probieren“, meint Marsden auf die Frage, ob er helles, oder dunkles Bier bevorzuge. Dann erzählt er den anderen Gästen, dass sein Ur-ur-ur-ur Großvater in der Gegend gelebt hat. Doch weitere Hinweise auf Dittler finden die beiden dort nicht.

    Marsdens Vorfahren hatten einen Biergarten in den USA

    Dennoch: Marsden wusste zu Beginn der Spurensuche nur von seinen deutsche Vorfahren, der Familie Scholz. Am Ende der kulinarischen und geschichtlichen Reise ist klar: Dittler wanderte nämlich gegen 1850 nach Pensylvania, also in die USA aus. Seine Enkelin heiratete dann in die Scholz-Familie ein - und half bei der Führung eines von der Familie in San Antonio gegründeten Biergartens. „Ich weiß mehr, als ich mir je erhofft hatte“, fast James diese Erkenntnisse im Biergarten in Schongau zusammen. „Es ist cool zu sehen, was hier seinen Ursprung hat und sich dann zu einer amerikanischen Variante weiterentwickelt hat“, sagt er zu Porowski. Danach kehren die beiden zu ihren neu gefundenen Freunden im Biergarten zurück - die in der Zwischenzeit alle Schnitzel aufgegessen haben.

    Die Doku gibt es seit dem 24. Februar 2025 auf Disney+. Die Reise von James Marsden und Antoni Porowski ins Allgäu gibt es in Folge 4 zu sehen.

    Diskutieren Sie mit
    0 Kommentare

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Registrieren sie sich

    Sie haben ein Konto? Hier anmelden