Verkehr am langen Wochenende

ADAC erwartet viel Verkehr am langen Wochenende - auch auf Autobahnen im Allgäu

Am Wochenende könnte es auf den Allgäuer Autobahnen zu Staus kommen. Urlaubsrückkehrer und Arbeiter, die das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen, sorgen für mehr Verkehr als üblich auf der A96 und der A7. Im Vergleich zum Ferienbeginn bleibt es aber wohl ein bisschen ruhiger.

Am Wochenende könnte es auf den Allgäuer Autobahnen zu Staus kommen. Urlaubsrückkehrer und Arbeiter, die das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen, sorgen für mehr Verkehr als üblich auf der A96 und der A7. Im Vergleich zum Ferienbeginn bleibt es aber wohl ein bisschen ruhiger.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Am Wochenende könnte es auf den Allgäuer Autobahnen zu Staus kommen. Urlaubsrückkehrer und Arbeiter, die das verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub nutzen, sorgen für mehr Verkehr als üblich auf der A96 und der A7. Im Vergleich zum Ferienbeginn bleibt es aber wohl ein bisschen ruhiger.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Menschen, die das lange Wochenende mit Feiertag für einen Kurzurlaub nutzen und Urlaubsrückkehrer aus anderen Bundesländern: Der ADAC warnt vor viel Verkehr.
12.08.2022 | Stand: 18:41 Uhr

Die schlechte Nachricht: Es wird dieses Wochenende voll auf den Straßen. Vor allem auf der A96 bei Lindau vor der Grenze nach Österreich und auf der A7 am Grenztunnel Füssen sowie am Autobahnkreuz Memmingen könnte es zu Verzögerungen kommen. Aber die gute Nachricht gleich hinterher: Es wird wohl nicht so schlimm, wie an den ersten Ferienwochenenden, an denen sich Familien aus ganz Deutschland auf den Weg Richtung Süden machten.

Wieso ist dieses Wochenende mit viel Verkehr zu rechnen?

Voll wird es an diesem Wochenende voraussichtlich auf beiden Fahrtrichtungen der Autobahnen. In einigen Bundesländern enden die Ferien, weshalb der ADAC damit rechnet, dass viele Familien aus dem Urlaub zurückkommen. Konkret steht das Ferienende in folgenden Bundesländern und Regionen bevor:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Schleswig-Holstein
  • Mitte der Niederlande

Allerdings wird der Rückreiseverkehr nicht so stark ausfallen wie an den vergangenen Wochenenden, prognostiziert der ADAC. Die Urlaubsrückkehrer sind jedoch nur ein Aspekt. In Bayern freuen sich zahlreiche Arbeitnehmer auf ein verlängertes Wochenende dank dem Feiertag Mariä Himmelfahrt am Montag. Einige werden dieses sicher für einen Kurzurlaub in den Bergen oder am Meer nutzen - was für zusätzlichen Verkehr auf den Fernstraßen sorgt.

Stau am verlängerten Wochenende: Welche Strecken sind besonders gefährdet?

  • Fernstraßen zu und von der Nord- und Ostsee
  • Großräume Hamburg, Berlin und München
  • A1 Lübeck – Bremen – Dortmund – Köln
  • A3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt
  • A5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg – Kassel – Hannover – Hamburg – Flensburg
  • A8 Salzburg – München – Stuttgart
  • A9 München – Nürnberg – Halle/Leipzig
  • A10 Berliner Ring
  • A19 Rostock – Dreieck Wittstock/Dosse
  • A24 Berlin – Hamburg
  • A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Autobahnring München

Stau im Allgäu: So können sich Verkehrsteilnehmer vorbereiten

Um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, rät man bei der Allgäuer Polizei allen Autofahrern:

  • vor der Fahrt volltanken
  • ausreichend Proviant und Getränke auf die Fahrt mitnehmen
  • für den Notfall Jacken und warme Decken im Auto dabei haben, falls es kalt wird

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Wenn es die Urlaubsplanung zulässt, sollte man An- und Abreise am besten auf einen Werktag legen und Stoßzeiten vermeiden, heißt es bei der Polizei abschließend.

Stau auf der Autobahn: Welche Bußgelder drohen Autofahrern auf der Autobahn?

Wie verhalten sich Autofahrer richtig im Stau? Folgende Tipps und Regeln hat der ADAC für Reisende zusammengefasst:

  • Aussteigen auf der Autobahn ist verboten: Laut der Straßenverkehrsordnung (§ 18 Abs. 9 Satz 1) ist das Verlassen des Wagens auf der Autobahn nicht gestattet. Eine Ausnahme ist die Sicherung einer Unfallstelle.
  • Rechtzeitig Rettungsgasse bilden: Bereits wenn der Verkehr stockt, müssen Autofahrer eine Rettungsgasse bilden. Folgende Regeln gelten dabei: Die Rettungsgasse muss immer zwischen dem linken und den übrigen Fahrstreifen gebildet werden und der Standstreifen muss für Pannenfahrzeuge frei bleiben. Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld von mindestens 200 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen.
  • Im Stau von rechts überholen: Steht der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen, darf rechts überholt werden. Dabei ist eine maximale Geschwindigkeit von 20 km/h erlaubt. Fährt der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen mit höchstens 60 km/h, darf ebenfalls rechts mit einer Differenzgeschwindigkeit von höchstens 20 km/h überholt werden. Wer rechts fährt, darf damit höchstens mit 80 km/h unterwegs sein. Bei Verstoß drohen eine Geldbuße von 100 Euro sowie ein Punkt.
  • Auf der Autobahn rückwärts fahren oder wenden ist verboten: Die einzige Ausnahme ist, wenn Autofahrer von der Polizei aufgrund von Umleitungen dazu aufgefordert werden. Wer eigenständig handelt, muss dagegen mit einer Geldbuße von bis zu 200 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen.
  • Standstreifen freihalten: Dieser ist Pannenfahrzeugen vorbehalten. Wer ihn grundlos blockiert, riskiert 75 Euro Bußgeld sowie einen Punkt. Nur wenn Verkehrszeichen es erlauben, darf der Standstreifen in Ausnahmefällen befahren werden.
  • Finger weg vom Handy: Ohne Freisprechanlage ist das Telefonieren und sogar Tippen auf dem Handy verboten. Ausnahme: Der Motor ist abgeschaltet. Wer beim Tippen oder Telefonieren erwischt wird, muss zwischen 100 und 200 Euro Bußgeld zahlen. Zusätzlich erhalten Verkehrssünder zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot auferlegt.
  • Motorräder dürfen sich nicht durchschlängeln: Das gilt als unzulässiges Rechtsüberholen und wird mit einer Geldbuße von 100 Euro und einem Punkt bestraft.
  • Andere Fahrer an Engstellen einfädeln lassen: Das hat tatsächlich nichts mit Vordrängeln zu tun: Damit der Verkehr nicht zum Stocken kommt, müssen sich Fahrer erst unmittelbar vor der Engstelle im Reißverschlussverfahren einordnen.

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