Let's Dance 2021

Hinter den Kulissen von "Let's Dance" - so erlebte Raban Bottke aus Weiler seinen Auftritt

Der Allgäuer Raban Bottke tanzte am Freitag mit dem A-Team des GGC Bremen live bei "Let's Dance" 2021. Unser Bild zeigt ihn hinter den Kulissen kurz vor dem Auftritt in der RTL-Show mit seiner Partnerin Melanie Sotskov.

Der Allgäuer Raban Bottke tanzte am Freitag mit dem A-Team des GGC Bremen live bei "Let's Dance" 2021. Unser Bild zeigt ihn hinter den Kulissen kurz vor dem Auftritt in der RTL-Show mit seiner Partnerin Melanie Sotskov.

Bild: Diana Starnets/GGC

Der Allgäuer Raban Bottke tanzte am Freitag mit dem A-Team des GGC Bremen live bei "Let's Dance" 2021. Unser Bild zeigt ihn hinter den Kulissen kurz vor dem Auftritt in der RTL-Show mit seiner Partnerin Melanie Sotskov.

Bild: Diana Starnets/GGC

Latein-Formationstänzer Raban Bottke aus Weiler tanzte mit dem Grün-Gold-Club Bremen live in der RTL-Show „Let's Dance“ – und erzählt, was er dort erlebt hat.
02.05.2021 | Stand: 09:57 Uhr

Profis, Promis und Juroren gaben stehend Applaus: Vier Minuten lang hatte das A-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen (GGC) ein Feuerwerk aus Cha-Cha-Cha, Jive, Samba, Rumba und Paso Doble gezündet (hier geht es zum Video des Auftritts). Mittendrin ein Westallgäuer: Raban Bottke aus Weiler hatte im Kölner Studio von „Let's Dance“ 2021 am Freitag seinen ersten öffentlichen Auftritt im Spitzen-Team des zehnfachen Weltmeisters im Formationstanz Latein. Das Gastspiel bei RTL war für das gesamte Team bisher das Highlight der Saison. Denn coronabedingt finden zurzeit keine Wettkämpfe statt. Umso wichtiger war die Gelegenheit, trotzdem öffentlich auf die Fläche zu gehen - und das live im Fernsehen vor einem Millionen-Publikum.

„Pure Erleichterung: Ich war einfach froh, dass das gutgegangen ist“

„Der Durchgang war mega“, sagt Bottke glücklich nach dem Live-Auftritt: „Das ganze Team war gut drauf. Total cool. Es hat einfach echt Spaß gemacht.“ Der Druck vorher war allerdings gerade für die Neulinge wie den 22-jährigen Westallgäuer enorm groß. Nur rund zwei Monate hatte er Zeit, eine Choreografie zu lernen, die die meisten anderen schon seit zwei Jahren tanzen. Noch in der Generalprobe wackelte es bei Bottke ein, zwei Mal: „Da gab's nochmal Hilfe von den Trainern“, erzählt der Tänzer. Aber beim Live-Auftritt lief alles. Nach den Bodenpirouetten – sogenannte „Potstirrer“ - sah man ein breites Lächeln auf Bottkes Gesicht: „Das war pure Erleichterung“, sagt er später lachend: „Ich war einfach froh, dass das gutgegangen ist.“

Auf der ungewohnt kleinen Studio-Fläche besonders schwierig

Die Figur sei „brutal schnell“ und auf der ungewohnt kleinen Studio-Fläche besonders schwierig: „Die Dame hat da einfach nicht genug Platz, um mit einem großen Schritt reinzugehen. Und dann kannst du eben kaum Schwung aufbauen.“ Auch die Handwechsel bei solchen Drehungen – schon unter normalen Bedingungen extrem anspruchsvoll – seien auf der sehr stumpfen Fläche im RTL-Studio nicht einfach gewesen. Dabei geht es nicht nur um absolute Synchronität in der Formation und die gute Show: Gerade bei Drehungen in hohem Tempo kann der kleinste Fehler zu Stürzen mit schweren Verletzungen führen. Besonders die Tänzerinnen brauchen hier großes Vertrauen in ihren Partner – und viel Mut.

Rúrik Gíslason fand die Leistung „atemberaubend und großartig“

Am Ende lieferte das Team hervorragend ab. „Promis, Profis, Jury, Studioleitung - die waren alle richtig aus dem Häuschen“, erinnert sich Bottke. „Atemberaubend und großartig“ habe beispielsweise Rúrik Gíslason, ehemaliger isländischer Fußball-Nationalspieler und für viele ein Favorit für das Staffel-Finale, die Leistung der Bremer Formation genannt.

Der strenge Juror Joachim Llambi ist „sehr sympathisch und nett“

Auch wenn die Formationstänzer vor der Live-Show mit Umziehen, Schminken, Stell,- Licht- und Generalprobe weitgehend mit sich selbst beschäftigt waren: Aufregend war es schon, eine Show wie Let's Dance mitzuerleben. Dass bei der Sendung alles exakt auf die Sekunde getaktet ist, sind Turniertänzer mit ihren eigenen Ritualen und Abläufen vor dem Auftritt nicht gewohnt, sagt Bottke: „Und es setzt einen schon unter Druck, seine Lankenau-Pirouette zweieinhalb Meter vor Joachim Llambi zu drehen.“ Den ehemaligen Profi-Tänzer und in der Sendung so strengen Juror erlebte Bottke hinter den Kulissen übrigens als „sehr sympathisch und nett“. Dass Trainer Roberto Albanese sein Team wie immer im Auge hatte, mache aber für die Tänzer auch bei einem TV-Auftritt bedeutend mehr aus als all die Stars und Sternchen rundherum.

Bis zu 40 Stunden Trainig pro Woche vor Turnieren

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„Wir wären gern bis zum Ende geblieben“, sagt Bottke. Aber im Studio durfte das A-Team wegen der strengen Auflagen nicht bleiben. „Den Rest der Show haben wir uns in der Hotel-Lobby angeschaut“, erzählt der 22-Jährige. Am Samstag ging es mit dem Zug zurück nach Bremen. Schon am Montag beginnt das Training wieder: 15 bis 20 Stunden pro Woche trainieren die Tänzer, in der heißen Phase vor Turnieren werden es 30 bis 40 Stunden sein – alles neben Beruf, Studium oder Ausbildung.

Im Herbst Deutsche Meisterschaft und Weltmeisterschaft?

Die Choreografie, mit der der GGC 2019 erneut den Weltmeister-Titel holte, war wahrscheinlich bei Let's Dance zum letzten Mal zu sehen. Das erfolgreiche Trainer-Duo Uta und Roberto Albanese feilt an einem neuen Konzept: Für November ist die Deutsche Meisterschaft geplant, für Dezember die Weltmeisterschaft. Ob beide Turniere stattfinden können, ist vom Verlauf der Pandemie abhängig. So oder so - Raban Bottke trainiert eisern weiter, um eine Chance zu haben, dann tanzen zu können.

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