Grundschul-Abriss rückt näher

Abriss der Grundschule St. Martin in Marktoberdorf: Bald rollen die Bagger an

Lüfter

Viel Lob gab es für die Marktoberdorfer Stadtverwaltung im Stadtrat. Der Grund: Das schnelle Errichten der Ausweichschule – sowie das ebenso rasche Beschaffen der mobilen Luftfiltergeräte.

Bild: Archiv-Heinz Budjarek

Viel Lob gab es für die Marktoberdorfer Stadtverwaltung im Stadtrat. Der Grund: Das schnelle Errichten der Ausweichschule – sowie das ebenso rasche Beschaffen der mobilen Luftfiltergeräte.

Bild: Archiv-Heinz Budjarek

Der Stadtrat lobt den raschen Bau der Ausweichschule als Meisterleistung der Marktoberdorfer Verwaltung. Derweil rückt der Abriss der alten Schule immer näher.
29.09.2021 | Stand: 14:04 Uhr

Als fristgerechte „Punktlandung zum Schulstart“ hat Schul- und Bildungsbeauftragter Thorsten Krebs im Marktoberdorfer Stadtrat das Errichten der Ausweichschule St. Martin beim Modeon bezeichnet. „Das war eine Meisterleistung von städtischer Bauverwaltung und Bauhof“, lobte der CSU-Politiker die Stadt.

"Eine Meisterleistung von Marktoberdorfer Bauverwaltung und Bauhof"

Auch das Gebäudemanagement bezog Krebs – wegen des schnellen Beschaffens der mobilen Luftreinigungsgeräte für die städtischen Schulen in Marktoberdorf – in sein Lob „über den gelungenen Schulstart“ ein. Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell machte „eine gute Teamleistung“ dafür verantwortlich, dass trotz Coronapandemie und Urlaubszeit alles sehr gut geklappt habe. Er lobte wiederum die Rolle der Schulen „als guter Mittler zwischen Stadt und Eltern“.

Derweil gehen auch die Vorbereitungsarbeiten für den Abriss der alten Grundschule St. Martin in der Stadtmitte (Eberle-Kögl-Straße) planmäßig voran. „Diese Woche ist man schon dran, für das Abbruchunternehmen die Baustelle einzurichten“, sagt Hochbau-Abteilungsleiterin Marion Schmidt. Als Nächstes würden noch lose Teile aus dem ehemaligen Schulgebäude entfernt („Beräumung“), bevor dessen eigentliche Entkernung mit dem Entfernen von Fenstern und Türen beginne. „Das wird sicherlich ein paar Wochen dauern“, sagt die städtische Architektin.

Abriss der alten Schule: Als Erstes kommen die Hort-Container weg

Auch die Hort-Container müssen dann noch aus dem Hof raus, sagt Schmidt, bevor die eigentliche Gebäudeabbruch starte. Dieser beginne – immer vom Innenhof her – vom Mittelbau Richtung Turnhalle. Nächste Woche soll der Bauzeitenplan für den Abbruch stehen.

Der Betrieb des Kindergartens St. Martin läuft freilich noch bis Ende des Jahres auf dem Areal. Ab Neujahr beziehe der Kindergarten sein neues Gebäude in der Saliterstraße, sagt Marion Schmidt. „Wenn wir Glück haben, können wir den Umzug in den Weihnachtsferien machen.“ Bei den Abbrucharbeiten auf dem Martins-Areal passiere bis dahin nichts, was den Kindergarten beeinträchtige, betont sie.

Warum es sich bei dem Abbruch der Schule um einen "leisen Abriss" handeln wird

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Nach Auskunft von Schmidt handelt es sich bei dem Abbruch der alten Martinsschule ohnehin um einen leisen Abriss. „Wir knabbern das Gebäude mit Baggern ab. Eine Abrissbirne wird – im Gegensatz zum früheren Krankenhaus – bei der Schule St. Martin nicht zum Einsatz kommen“, sagt sie.

Marktoberdorfer Stadtrat genehmigt den Bauantrag einstimmig

Der Stadtrat hat der Stadt Marktoberdorf am Montagabend für den Neubau ihrer Grundschule St. Martin mit Hort und Turnhalle übrigens noch „einstimmig sein Einvernehmen“ erteilt. Diese Formalie war notwendig, erläutert Schmidt, obwohl das städtische Bauvorhaben komplett den Festsetzungen des Bebauungsplans entspreche. „Aber als Sonderbau ist die Schule genehmigungspflichtig.“ Deshalb muss der städtische Bauantrag nun auch noch vom Landratsamt Ostallgäu genehmigt werden. Aber auch das ist laut Stadt in diesem Fall eine Formsache. Wie mehrfach berichtet, soll der Neubau der Grundschule bis 2024 errichtet werden.

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