Naturschutz

Amsel, Drossel, Fink und Star...: Ostallgäuer sollen wieder Wintervögel zählen

Meisen (siehe Foto), Finken und Spatzen sollen die Ostallgäuer am Wochennde wieder zählen.

Meisen (siehe Foto), Finken und Spatzen sollen die Ostallgäuer am Wochennde wieder zählen.

Bild: Sylvia Süss

Meisen (siehe Foto), Finken und Spatzen sollen die Ostallgäuer am Wochennde wieder zählen.

Bild: Sylvia Süss

Die Bürger sind am Wochenende wieder dazu aufgerufen, ihre gefiederten Wintergäste am Vogelhaus zu zählen. Um was es bei der Zählung in Garten und Balkon geht.
08.01.2021 | Stand: 15:56 Uhr

Von Freitag bis Sonntag laden der Landesbund für Vogelschutz und der Nabu wieder ein, sich an der „Stunde der Wintervögel“ zu beteiligen. Alle Interessierten sollen zwischen 8. und 10. Januar eine Stunde lang die gefiederten Gäste im Garten, am Balkon oder Park zählen. Im Mittelpunkt stehen bekannte und häufige Vogelarten wie Meisen, Finken und Spatzen. Die Teilnehmer können dem LBV ihre Beobachtungen bis zum 18. Januar melden.

Bereits im Frühjahr 2020 zeigte sich bei der „Stunde der Gartenvögel“ eine Rekordteilnahme: Über 25 500 Bayern zählten im Mai Vögel im eigenen Garten und meldeten diese dem LBV.

Beobachtungen aus 210 Gärten im Ostallgäu und in Kaufbeuren

Im vergangenen Jahr wurden bei der Wintervögelaktion Beobachtungen aus 189 Gärten im Ostallgäu gemeldet, in Kaufbeuren waren es 31. Wie in ganz Bayern besonders häufig war dabei der Haussperling mit 1530 Exemplaren im Ostallgäu und 156 in Kaufbeuren. Der Feldsperling brachte es auf 1123 beziehungsweise 151 Exemplare. Im Landkreis wurden zudem 946 Kohlmeisen und 489 Amseln gemeldet. Hinzu kamen 128 Buntspechte, 176 Eichelhäher und 22 Ringeltauben. In Kaufbeuren wurden 169 Kohlmeisen, 91 Amseln, 29 Eichelhäher und 18 Ringeltauben und 17 Buntspechte beobachtet.

Welche Rolle die milden Wintertemperaturen für die Zugvögel spielen

Gespannt ist der LBV auf das Abschneiden einiger Vogelarten, die sich bei den bisher eher milden Wintertemperaturen den gefährlichen Flug in die Überwinterungsquartiere im Mittelmeerraum gespart haben. So wurden Star, Mönchsgrasmücke, Hausrotschwanz, Zilpzalp und Bachstelze diesen Winter in Bayern bisher öfter gesichtet als im vergangenen Jahr.

Viele Vogelfreunde hatten laut LBV im bisherigen Winter den Eindruck, dass sie weniger Vögel an der Futterstelle haben als sonst. Gerade in so einem Fall sei es umso wichtiger, dass Interessierte eine Stunde lang genauer hinschauen, wer überhaupt im Garten unterwegs ist. Eine leere Futterstelle ist in der Regel jedoch kein Grund zur Besorgnis und kann verschiedene Gründe haben. So finden viele Arten die normalerweise im Wald leben beispielsweise in einem milden Winter auch außerhalb der Futterstelle viel zum Fressen. Auch eine lauernde Katze könne einen Rückgang verursachen.