Polizei zieht Bilanz

An ersten Tagen herrscht Chaos am Marktoberdorfer Schulzentrum

Auch in Marktoberdorf fuhren viele Schüler auf dem Gehweh, obwohl sie nicht durften.

Auch in Marktoberdorf fuhren viele Schüler auf dem Gehweh, obwohl sie nicht durften.

Bild: Ralf Hirschberger/dpa (Symbolbild)

Auch in Marktoberdorf fuhren viele Schüler auf dem Gehweh, obwohl sie nicht durften.

Bild: Ralf Hirschberger/dpa (Symbolbild)

Die Polizei hat in Marktoberdorf und Umgebung auf die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg geachtet. Was ihr bei den Kontrollen aufgefallen ist und was zu ahnden war.

14.09.2020 | Stand: 12:17 Uhr

Unterm Strich fällt die Bilanz der Polizei Marktoberdorf nach der ersten Schulwoche positiv aus. Nur an den ersten beiden Tagen sei es vor allem im Marktoberdorfer Schulzentrum chaotisch verlaufen, sagt Rudolf Stiening, örtlicher Verkehrssicherheitsbeauftragter der Inspektion. Inzwischen habe sich auch dort die Lage wieder normalisiert.

Wie befürchtet

Es sei wie erwartet und befürchtet gewesen, sagt Stiening: Väter und Mütter als Fahrer von Elterntaxis hätten ihre Kinder am Schulzentrum direkt vor der Schule im absoluten Haltverbot aussteigen gelassen. Das habe den Schulbusverkehr behindert. „Dies wurde durch die Kollegen nach besten Möglichkeiten mit viel persönlichem Einsatz unterbunden.“ Die Situation habe sich in den weiteren Tagen völlig entspannt.

Gutes Beispiel

Auch von ihren Einsätzen an weiteren Schulen im Dienstbereich berichteten die Polizisten, dass der erste Schultag hitzig gewesen sei und sich die Situation an den weiteren Tagen beruhigt habe, sodass der Schulweg für die Kinder unproblematisch war. Ein Polizist berichtete von einer vorbildlichen Situation an der Grundschule Ebenhofen: Die Kinder wartet in Reih und Glied sehr geduldig an der Straße, um ins Schulgebäude zu kommen. „Dies war auffällig gesittet“, sagt Stiening.

Und fürs Herz gab es auch etwas: Die Polizei sei überall von den Kindern sehr freundlich mit Winken begrüßt worden. „Da fühlt man sich als Polizist sehr willkommen.“

Unerlaubt auf dem Gehweg

In der ersten Woche leisteten die Polizeibeamten über 90 Stunden Dienst, um die Sicherheit auf dem Schulweg zu fördern. Dabei sprachen sie 67 Verwarnungen und eine Anzeige aus. Unter anderem waren vier Erwachsene und drei Kinder nicht angegurtet. Auffällig sei gewesen, dass die Schüler in der ersten Woche als Radfahrer sehr oft den Gehweg benutzten. Das ist aber nur Kindern bis zehn Jahren erlaubt. Danach müssen sie auf den Radweg oder die Straße. Es sei ebenso oft zu beobachten gewesen, dass Erwachsene ein schlechtes Vorbild für die Kinder abgaben und auch auf dem Gehweg fuhren.