Winter im Ostallgäu

Bäumerücken in Lengenwang wie in alten Zeiten

Siegfried Schmeiser  führt  sein Pferd beim  Holzrücken in Lengenwang.

Siegfried Schmeiser führt sein Pferd beim Holzrücken in Lengenwang.

Bild: Anton Reichart

Siegfried Schmeiser führt sein Pferd beim Holzrücken in Lengenwang.

Bild: Anton Reichart

Wallach Aaron zieht im Ortsteil Bethlehem eine schwer Last hinter sich her. Wie früher wird er für den Transport von Stämmen eingesetzt. Ob ihm das gefällt?
10.01.2021 | Stand: 11:30 Uhr

„Hau ruck“: Wallach Aaron ist auf dem Weg in seinen Stall in Bethlehem. Die klirrende Kälte und den gleitfähigen Schnee nutzt der zwölfjährige Edelblut-Haflinger bei strahlendem Sonnenschein, um ein paar Holzstämme vom bisherigen Lager südlich des Hauses von Siegfried und Inge Schmeiser in den Norden zu schleifen. Aaron hat sichtlich Freude und wiehert ungeduldig, bis er angeschirrt wird und die Rückearbeit beginnen kann.

Haflinger besonders geeignet

Die Baumstämme sind nicht allzu groß. Trotzdem muss sich Aaron ganz schön ins Zeug legen. Aber einmal in Fahrt, gleitet das Gespann nahezu mühelos über den Boden. Und diese Tätigkeit ist für den Wallach besonders geeignet. Dies bekräftigt Torsten Große-Freese vom Landesverband Bayerischer Pferdezüchter.

Er ist Zuchtleiter an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und betont: „Der Edelblut-Haflinger ist sehr vielseitig. Er ist nicht nur für Kutschfahrten und ähnliches geeignet, sondern gerade auch für solche Rücke-Arbeiten. Und mit seinen zwölf Jahren ist er im besten Pferdealter“. Das strahlt Aaron auch aus: Mit etwas Araberblut in seinen Adern zeigt der Wallach ein etwas sportlicheres Erscheinungsbild als die normalen Haflinger.