Abriss

Bagger schafft in Marktoberdorf Platz für Wohnhaus

Die Erwachsenen blicken eher wehmütig, Kinder neugierig auf den Platz an der Eberle-Kögl-Straße. An der Stelle eines alten Bauerhofs entsteht ein Gebäude mit zehn Wohneinheiten.

Die Erwachsenen blicken eher wehmütig, Kinder neugierig auf den Platz an der Eberle-Kögl-Straße. An der Stelle eines alten Bauerhofs entsteht ein Gebäude mit zehn Wohneinheiten.

Bild: Wolfgang Hepke

Die Erwachsenen blicken eher wehmütig, Kinder neugierig auf den Platz an der Eberle-Kögl-Straße. An der Stelle eines alten Bauerhofs entsteht ein Gebäude mit zehn Wohneinheiten.

Bild: Wolfgang Hepke

Ein alter Bauernhof in der Eberle-Kögl-Straße muss weichen. Warum das neue Projekt umstritten war.
09.11.2020 | Stand: 14:10 Uhr

Es war ein markanter Bauernhof an der Eberle-Kögl-Straße 25 in Marktoberdorf. Das große Holztor windschief, die Scheiben schmutzig. Gewohnt hat dort lange keiner mehr. Und doch machte sich gerade bei älteren Marktoberdorfer ein bisschen Wehmut breit, als der Bagger anrückte und begann, ihn dem Erdboden gleichzumachen: „Wieder verschwindet ein Stück Heimatgeschichte.“

Fast 200-jährige Geschichte

Das Haus beim „Dudlar“, wie das Anwesen genannt wurde, geht zurück auf das Jahr 1824. Es war aber beim großen Brand im Riedle noch nicht fertiggestellt. Den späteren Neubau übernahm 1904 Kälberhändler Franz Sontheim, danach war das Gebäude im Besitz der Familien Scheufele und Gebhart.

Bald soll dort ein neues Haus stehen und Platz für zehn Wohnungen bieten. Lange gab es im Stadtrat Diskussionen über die Gestalt. Das neue Haus weist keinen im Allgäu typischen Dachüberstand auf und ist zudem in weiten Bereichen mit Schindeln verkleidet. Mehrfach hat der Bauherr daraufhin umgeplant. Mehrheitlich stimmte das Gremium dem Projekt der Wolfertschwendener Firma IBK Projekt von Kevin Breher vor sieben Wochen zu. Die Befürworter sprachen von einer guten Nachverdichtung auf einem zentralen Grundstück.