Gemeindehaushalt Stötten

Befürchtete Verluste durch Corona bleiben in Stötten am Auerberg aus

Einen rund  sechs Millionen Euro umfassenden Haushalt verabschiedete die Gemeinde Stötten in ihrer jüngsten Sitzung.

Einen rund sechs Millionen Euro umfassenden Haushalt verabschiedete die Gemeinde Stötten in ihrer jüngsten Sitzung.

Bild: Alexander Kaya

Einen rund sechs Millionen Euro umfassenden Haushalt verabschiedete die Gemeinde Stötten in ihrer jüngsten Sitzung.

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Ostallgäuer Gemeinde Stötten verabschiedet Haushalt. Kämmerin: Pandemie zeigt keine Folgen für das 6,2 Millionen Euro Zahlenwerk. Welche Vorhaben geplant sind.
31.05.2021 | Stand: 15:10 Uhr

Einstimmig beschloss der Gemeinderat Stötten den Haushaltsplan 2021 samt dem Finanzplan für die Jahre 2020 bis 2024. Danach wurde der Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben auf knapp 3,7 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt auf rund 2,5 Millionen Euro festgesetzt. Der Gesamthaushalt schließt somit in Einnahmen und Ausgaben mit knapp 6,2 Millionen Euro ab.

Wie Kämmerin Andrea Krug mitteilte, verzeichneten die ortsansässigen Branchen 2020 überwiegend keine coronabedingten Produktionsausfälle. Sie hätten teilweise von der Situation sogar profitiert. Trotzdem wurde die Gewerbesteuer gegenüber dem Vorjahr vorsichtiger mit 700 000 Euro veranschlagt. Bei der Grundsteuer A wird mit einem leichten Zuwachs gerechnet (Haushaltsansatz 65 700 Euro), während die Grundsteuer B auf dem Niveau des Vorjahres bleibt. An Einkommensteuern wird mit 1,01 Millionen, an Einkommensteuerersatz mit 84 400 Euro und an Umsatzsteuerbeteiligung mit 34 000 Euro gerechnet. An Schlüsselzuweisungen erhält die Gemeinde 541 100 Euro.

Die Steuerkraft in Stötten wächst

Laut Krug erhöht sich die Umlagekraft der Gemeinde um 4,54 Prozent auf 2 033 162 Euro. Bei einer Einwohnerzahl von 1890 (Stand Ende 2019) erhöht sich so die Steuerkraft pro Einwohner um 55 Euro auf 825. Bei den Ausgaben stellen die Personalausgaben mit rund einer Million Euro die größte Position dar. Die Erhöhung um 22,25 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auf pandemiebedingte, erhöhte Ausgaben im Bereich der Hygiene zurückzuführen.

Für die neue dritte Gruppe im Kindergarten wurden zusätzlich zwei Kinderpflegerinnen eingestellt. Auch der Bauhof wurde um einen Mitarbeiter verstärkt.

Die Kreisumlage von 890 525 Euro erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 38 644 Euro. Doch kann trotz der erhöhten Ausgaben mit einer Zuführung zum Vermögenshaushalt von 329 204 Euro die vorgeschriebene Mindestzuführung sowie die ordentliche Tilgung von Krediten erwirtschaftet werden, sagte die Kämmerin. Es seien keine Kreditaufnahmen vorgesehen. Für die Renovierung des Verwaltungsgebäudes wurden 25 000 Euro veranschlagt. 10 000 Euro wurden für eine neue Bestuhlung und technische Neuausstattung des Sitzungssaales eingeplant. Für die drei Feuerwehren sind heuer für Anschaffungen 22 000 Euro vorgesehen. Eine neue Heizung für die Grundschule wurde mit 140 000 Euro, für das Vordach der Mehrzweckhalle 50 000 Euro veranschlagt.

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640 000 Euro sind für die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens, 140 000 Euro für neues Mobiliar und 100 000 Euro zur Wiederherstellung und Erweiterung der Außenflächen der Einrichtung eingeplant. An Zuschüssen werden für die Erweiterung und Sanierung mit 612 000 Euro und zusätzlich mit 122 000 Euro Förderung aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ gerechnet. An Investitionspauschale seitens des Landes sind 126 500 Euro eingeplant.

Die Pro-Kopf-Verschuldung soll bis Ende des Jahres um 135 Euro auf 1323 Euro pro Einwohner sinken. Zudem bestehen externe Verbindlichkeiten bei der Firma Bayerngrund în Höhe von rund 2,06 Millionen Euro. Ziel der Gemeinde sei, so Krug, die mittel- und langfristige Schuldenbelastung dauerhaft abzubauen und die sparsame Haushaltsführung fortzusetzen.