Kandidaten, Wahlunterlagen, Fristen

Briefwahl oder Wahllokal: So läuft die Bundestagswahl 2021 in Marktoberdorf ab

Der Wahlkampf zur Bundestagswahl ist auch in Marktoberdorf angekommen: Wahlplakate säumen die Straßen wie die B 472. Am 26. September dürfen die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger ihre zwei Kreuze setzen.

Der Wahlkampf zur Bundestagswahl ist auch in Marktoberdorf angekommen: Wahlplakate säumen die Straßen wie die B 472. Am 26. September dürfen die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger ihre zwei Kreuze setzen.

Bild: Stefanie Gronostay

Der Wahlkampf zur Bundestagswahl ist auch in Marktoberdorf angekommen: Wahlplakate säumen die Straßen wie die B 472. Am 26. September dürfen die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger ihre zwei Kreuze setzen.

Bild: Stefanie Gronostay

Nun beginnt die heiße Phase der Bundestagswahl vor der Stimmabgabe am 26. September. Die Vorbereitungen im Marktoberdorfer Rathaus laufen auf Hochtouren.
19.08.2021 | Stand: 18:02 Uhr

Der Wahlkampf ist nun auch in Marktoberdorf sichtbar eingezogen. Wahlplakate in unterschiedlichen Größen säumen die Straßen. Die einen Parteien locken mit Versprechungen, die anderen provozieren mit Kritik: Die heiße Phase vor der Bundestagswahl am 26. September hat begonnen. Die Bürgerinnen und Bürger in Marktoberdorf und im Ostallgäu haben die Wahl, wie sie ihre Kreuze setzen: bequem von zu Hause aus per Briefwahl oder Ende September vor Ort im Wahllokal. „Wir rechnen wegen Corona mit einer erhöhten Nachfrage bei der Briefwahl“, sagt Wahlleiterin Carolin Beylschmidt von der Stadt Marktoberdorf, die mitten in den Vorbereitungen steckt.

Briefwahl boomt: In Marktoberdorf liegen 8000 Unterlagen bereit

Seit Montag, 16. August, können die Wählerinnen und Wähler ihre Briefwahlunterlagen bei der Stadt Marktoberdorf beantragen. Wahlleiterin Carolin Beylschmidt ist gerüstet: „Wir haben 8000 Unterlagen bestellt“, sagt sie. In Marktoberdorf dürfen in diesem Jahr 13 595 Bürger bei der Bundestagswahl ihre Stimme abgeben. Bereits vor vier Jahren, bei der Bundestagswahl 2017, knackten die damals ebenfalls 13 600 Wahlberechtigten eine Rekordmarke. Es gab mehr Briefwähler als je zuvor. 3700 setzten ihre Kreuzchen von zu Hause aus. Die Stadt hatte 3500 Unterlagen bestellt und musste nochmals nachordern. „Dieses Mal haben wir mehr Briefwahlunterlagen“, sagt Beylschmidt.

Per Post, im Internet über die Webseite der Stadt Marktoberdorf sowie über einen formlosen Antrag per E-Mail können Wahlberechtigte ihre Briefwahlunterlagen bei der Stadt bestellen. Die Beantragung mit Briefzustellung ist bis Mittwoch, 22. September, um 12 Uhr möglich. Wähler, die ihre Unterlagen im Wahlamt selbst abholen, können dies bis zum 24. September, dem Freitag vor der Bundestagswahl tun. Unter den Unterlagen befinden sich die in den Farben Schwarz (für die Stimme bei den Wahlkreisabgeordneten) und Blau (für die Landesliste) bedruckten Stimmzettel für die Wahlberechtigten: 109 000 sind es an der Zahl im Landkreis Ostallgäu.

Wahlunterlagen werden Ende August verschickt

Die Wahlbenachrichtigungen aus Marktoberdorf werden laut Beylschmidt Ende August verschickt. 26 Parteien und elf Direktkandidaten stehen bei der Bundestagswahl in diesem Jahr auf dem Stimmzettel. Jeder Wähler darf zwei Kreuze setzen und damit über die Zusammenstellung des Parlaments in Berlin entscheiden. Das Landratsamt Ostallgäu ist die federführende Behörde im großen Wahlkreis 257 Ostallgäu, der den Landkreis Ostallgäu, die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Memmingen sowie 33 Gemeinden im Unterallgäu mit insgesamt 252 000 Wahlberechtigten umfasst. (Lesen Sie auch: Wann kommt der Wahlomat zur Bundestagswahl 2021?)

Auch Kreiswahlleiter Ralf Kinkel vom Landratsamt Ostallgäu geht davon aus, dass der seit Jahren anhaltende Trend zur Briefwahl anhält. Einen weiteren Schub bringe die Corona-Pandemie, da viele Menschen möglicherweise der kontaktlosen Stimmabgabe im Wohnzimmer den Vorzug geben, sagt Kinkel. Kommt es tatsächlich so, müssen sich die Städte und Gemeinden im Wahlkreis auf mehr Arbeit und Kosten gefasst machen.

Marktoberdorf setzt viele Wahlhelfer ein

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Die Stadt Marktoberdorf ist vorbereitet und setzt am Wahltag viele Wahlhelferinnen und Wahlhelfer ein. Nach Angaben Carolin Beylschmidts sind in den 16 Wahllokalen jeweils acht Helfer eingesetzt. Die Stadt kümmert sich darum, dass die Corona- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden. „Wir stellen unseren Wahlhelfern FFP2-Masken zur Verfügung“, sagt Beylschmidt. Die Wahlhelfer bei der Briefwahl bekommen Handschuhe gestellt. In den Wahllokalen stehe Desinfektionsmittel bereit. Die Tische, Oberflächen und Stifte werden regelmäßig desinfiziert. „Wähler dürfen zudem ihre eigenen Stifte mitbringen“, erklärt Carolin Beylschmidt.

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Diese Hygieneregeln gelten in den Wahllokalen

In den Wahllokalen dürfen sich zudem nur beschränkt Wähler aufhalten: Auf zehn Quadratmeter darf eine Person. In den Innenräumen gilt wie andernorts auch die Maskenpflicht und der Mindestabstand von 1,5 Meter. Zudem wird regelmäßig gelüftet. Die Stadt hat sich gegen richtungsweisende Klebepfeile entschieden. Stattdessen steuern die Helfer vor Ort das Kommen und Gehen. Carolin Beylschmidt rechnet nicht damit, dass es am 26. September zu Problemen kommt. Zum einen seien die Wahllokale übersichtlich gestaltet, sagt sie. Zum anderen geht die Stadt am Wahlsonntag von keinem übergroßen Ansturm aus.

Wählerinnen und Wähler können ihre Wahlunterlagen im Internet auf der Seite der Stadt Marktoberdorf beantragen unter: www.marktoberdorf.de

Direktkandidaten im Wahlkreis Ostallgäu

  • Stephan Stracke (CSU), Bundestagsabgeordneter aus Irsee
  • Regina Leenders (SPD), Diplom-Schauspielerin aus Memmingen
  • Christian Sedlmeir (AfD), Maschinenbautechniker aus Mindelheim
  • Kai Fackler (FDP), Student aus Memmingen
  • Daniel Pflügl (Bündnis 90/Die Grünen), Kriminalhauptkommissar aus Bad Wörishofen
  • Susanne Ferschl (Die Linke), Bundestagsabgeordnete aus Kaufbeuren
  • Mariana Braunmiller (Freie Wähler), Projektmanagerin aus Wolfertschwenden
  • Alexander Abt (ÖDP), Polizeibeamter aus Memmingen
  • Christian Armster (Die Partei), Gastwirt aus Oberhaching
  • Christiana Hofer (V-Partei3), Reinigungskraft aus Oy-Mittelberg
  • Florian Mayr (Die Basis), Unternehmer aus Füssen