Corona

Britische Corona-Mutation bei elf Menschen in Kaufbeuren - das sagt OB Stefan Bosse

Die britische Mutation des Coronavirus wurde jetzt auch in Kaufbeuren nachgewiesen.

Die britische Mutation des Coronavirus wurde jetzt auch in Kaufbeuren nachgewiesen.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa

Die britische Mutation des Coronavirus wurde jetzt auch in Kaufbeuren nachgewiesen.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa

In Kaufbeuren sind 11 Menschen aus einem Familienverbund mit der britischen Corona-Mutation infiziert. OB Bosse ist überrascht, was weitere Infizierte betrifft.
20.02.2021 | Stand: 07:14 Uhr

Die sogenannte britische Mutation des Corona-Virus’ wurde laut Oberbürgermeister Stefan Bosse jetzt erstmals in Kaufbeuren nachgewiesen. Elf Menschen aus einem Familienverbund seien damit infiziert. Alle befänden sich in Quarantäne, die Kontakte hätten nachverfolgt werden können. Überrascht hat es Bosse, dass die Mutation bei weiteren Infizierten aus der Familie nicht vorhanden sei.

Drei weitere Corona-Tote in Kaufbeuren

Die Zahl der mit dem Corona-Virus gestorbenen Menschen erhöhte sich laut OB in Kaufbeuren auf 47. In den vergangenen Tagen seien drei über 80-jährige Menschen mit erheblichen Vorerkrankungen gestorben. Eine Person davon befand sich im Krankenhaus.

Die Virus-Mutationen waren auch Thema bei der Video-Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 96 Landräten und Oberbürgermeistern aus Bayern am Freitag, an der neben der Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker auch Bosse teilnahm. Er war ohne große Erwartungen in die Konferenz gegangen, zeigte sich danach aber angetan von Merkel. Sie sei „absolut sicher und überzeugt davon“, so handeln zu müssen, um die Menschen in Deutschland zu schützen. (Lesen Sie auch: Erste Corona-Mutation der englischen Variante im Landkreis Lindau)

Auch die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker nahm am Freitag an der Video-Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 96 Landräten und Oberbürgermeistern aus Bayern teil. Ein Thema: Die Virus-Mutationen.
Auch die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker nahm am Freitag an der Video-Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit 96 Landräten und Oberbürgermeistern aus Bayern teil. Ein Thema: Die Virus-Mutationen.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel: Corona-Mutationen waren Thema

Bosse fand es sehr gut, dass sie sich über zwei Stunden Zeit nahm, um die Anliegen aus Bayern zu hören. Sie kenne die Not der Menschen und die Themen in der Corona-Pandemie, egal, ob es um Schulen, Wirtschaft, Kinder und Jugendliche gehe. Es sei nichts gewonnen, wenn nach Öffnungen beispielsweise drei Wochen später wieder zugemacht werden müsse. Bosse will die Argumente der Kanzlerin auch an seine Bürger weiter geben. Das erleichtere ihm seine Arbeit.

Sehr am Herzen läge es ihm, die Schulen wieder zu öffnen. Denn die Schäden an Kindern und Jugendlichen seien nicht durch Geld wieder gut zu machen. Das habe die Augsburger Oberbürgermeisterin Eva Weber deutlich gemacht. Bosse selbst kam nicht zu Wort. Im nebenher laufenden Chat hatte er angeregt, dass sich alle aus der Runde mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen lassen, um die Bedenken der Menschen gegenüber dem Vakzin auszuräumen. Darauf sei jedoch nicht eingegangen worden.

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