Corona-Schnelltests im Ostallgäu

Corona-Schnelltests nun auch im Marktoberdorfer Hallenbad

Wegen der geltenden Corona-Regeln ist der Badebetrieb nicht erlaubt. Stattdessen finden im Hallenbad in Marktoberdorf ab Mittwoch Corona-Schnelltests statt. Apothekerin Dr. Sabine Verwied-Jorky (rechts) zeigt, wie der Abstrich funktioniert.

Wegen der geltenden Corona-Regeln ist der Badebetrieb nicht erlaubt. Stattdessen finden im Hallenbad in Marktoberdorf ab Mittwoch Corona-Schnelltests statt. Apothekerin Dr. Sabine Verwied-Jorky (rechts) zeigt, wie der Abstrich funktioniert.

Bild: Lena Lingg

Wegen der geltenden Corona-Regeln ist der Badebetrieb nicht erlaubt. Stattdessen finden im Hallenbad in Marktoberdorf ab Mittwoch Corona-Schnelltests statt. Apothekerin Dr. Sabine Verwied-Jorky (rechts) zeigt, wie der Abstrich funktioniert.

Bild: Lena Lingg

Im Hallenbad in Marktoberdorf werden Corona-Schnelltests angeboten. Wie die Testungen ablaufen und wie die Terminbuchung funktioniert.
07.04.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Testen statt planschen ist ab Mittwoch (7. April 2021) die Devise im städtischen Hallenbad in Marktoberdorf. Die Hubertus Apotheke hat das Bad gemietet, um dort Corona-Schnelltests anzubieten. „Wir wollen etwas tun bei der Pandemie-Bekämpfung“, sagt Apotheken-Inhaber Martin Jorky. Da die CoronaTests neben dem normalen Kundenbetrieb nicht in der Apotheke durchgeführt werden können, wendete sich Jorky an die Stadt Marktoberdorf. „Uns wurde dann das Hallenbad angeboten und da haben wir zugesagt.“

Apotheke mietet Hallenbad-Foyer für Corona-Tests

Für vorerst zwei Wochen hat der Apotheken-Inhaber das Schwimmbad gemietet. Der Vertrag verlängert sich anschließend immer um eine Woche. Die Schnelltests finden im Foyer statt. Zunächst werde dort eine Teststraße eingerichtet für die zwei Mitarbeiter benötigt werden. „Einer sitzt an der Rezeption, der andere testet.“ Fünf Minuten dauere ein Testtermin, sodass bei Vollauslastung zwölf Tests pro Stunde möglich sind. Das Foyer im Hallenbad biete bei Bedarf auch genügend Platz, um eine weitere Teststraße zu eröffnen. „Wir schauen erst einmal, wie das Ganze anläuft und fahren da auf Sicht“, sagt Martin Jorky. (Lesen Sie auch: Das Interesse an Corona-Schnelltests ist riesig)

Online zum Corona-Schnelltest anmelden

Über eine Software können sich Testwillige für einen Schnelltest im Hallenbad anmelden. Der Übersichtlichkeit wegen sind die Termine online im Zehn-Minuten-Takt dargestellt. Pro Zeit-Slot können sich zwei Personen registrieren. „Die Termine können auch sehr spontan noch gebucht werden“, sagt der Apotheker. An der Rezeption im Hallenbad werde die Registrierung mit dem Personalausweis abgeglichen. Außerdem müssen die Menschen eine Selbstauskunft ausfüllen. „Wir testen nur Personen, die symptomatisch unauffällig sind“, sagt Jorky. Vor Ort wird auch die Körpertemperatur der Testwilligen gemessen. Danach folgt der sogenannte POC-Test, bei dem ein geschulter Mitarbeiter ein Stäbchen in die Nase der Testperson einführt und einen Abstrich macht. „Das ist nicht besonders angenehm, geht aber schnell“, sagt Jorky. In Ausnahmefällen könne der Abstrich auch im Rachen gemacht werden. (Lesen Sie auch: Klaus Holetschek: Apotheken sollen Selbsttests auch einzeln verkaufen dürfen)

Nach dem Abstrich taucht die Apothekerin das Stäbchen in eine Flüssigkeit und träufelt diese anschließend auf den Teststreifen. Nach 15 Minuten ist das Ergebnis des Corona-Schnelltests da.
Nach dem Abstrich taucht die Apothekerin das Stäbchen in eine Flüssigkeit und träufelt diese anschließend auf den Teststreifen. Nach 15 Minuten ist das Ergebnis des Corona-Schnelltests da.
Bild: Lena Lingg

Testergebnis innerhalb von 20 Minuten per Mail

Die Getesteten bekommen ihr Ergebnis nach etwa 20 Minuten per E-Mail zugeschickt. Die Software mache es möglich, auch ein Foto des Testkits mit dem Ergebnis in der Mail anzuhängen, doch „aktuell gibt es da noch technische Probleme“. Wichtig sei nur das Zertifikat, das auch ohne das Foto gültig ist. Laut dem Beschluss der Bundesregierung wird jedem symptomfreien Bürger mit Wohnsitz in Deutschland „mindestens einmal pro Woche ein kostenloser Schnelltest ermöglicht“. Für die bestellten Testkits muss Jorky in Vorleistung gehen, könne sich die Ausgaben aber von der Kassenärztlichen Vereinigung erstatten lassen. Die wiederum bekomme das Geld vom Bund. „Ab einer Auslastung von 50 bis 60 Prozent arbeiten wir kostendeckend“, sagt Jorky. Zu Beginn gehe er aber von keinem allzu großen Andrang aus.

Anders sieht das bei der Martins-Apotheke in Marktoberdorf aus. Dort werden Schnelltests im zweiten Stock über den Kundenräumen angeboten. Die Nachfrage nach den Corona-Tests sei riesig und „wir sind am Limit“, sagt Filialleiterin Dagmar Wieder. In der Martins-Apotheke werde von Montag bis Freitag täglich etwa sechs Stunden lang getestet. Am Osterwochenende gab es ausnahmsweise ebenfalls Tests. „Zu Ostern war besonders viel los“, sagt Wieder.

Termine für Corona-Schnelltests auch am Samstag

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In der neu eingerichteten Schnelltest-Station im Marktoberdorfer Hallenbad soll unter der Woche von 10 bis 18 Uhr getestet werden. Allerdings gibt es eine Mittagspause von 12 bis 16 Uhr. Am Samstag sind Testtermine von 9 bis 12 Uhr buchbar. Apotheker Jorky überlegt zudem, bei entsprechender Nachfrage auch am Sonntag Schnelltests anzubieten.

Schnelltest-Termine im Hallenbad gibt es unter www.testtermin.de/hubertus-apotheke. Die Martins-Apotheke bietet Schnelltest-Termine ebenfalls online unter www.martins-apotheke-marktoberdorf.de/schnelltest an.