Impfen im Ostallgäu

Corona: Wie es im Ostallgäu und in Kaufbeuren mit dem Impfen vorangeht

Wir haben beim Landratsamt in Marktoberdorf nachgefragt, wie es mit dem Impfen im Ostallgäu und in Kaufbeuren vorangeht.

Wir haben beim Landratsamt in Marktoberdorf nachgefragt, wie es mit dem Impfen im Ostallgäu und in Kaufbeuren vorangeht.

Bild: Michael Sohn, dpa (Symbolbild)

Wir haben beim Landratsamt in Marktoberdorf nachgefragt, wie es mit dem Impfen im Ostallgäu und in Kaufbeuren vorangeht.

Bild: Michael Sohn, dpa (Symbolbild)

„Nur sechs haben Astra Zeneca bislang verweigert.“ Was das Landratsamt zu der Kritik an dem Impfstoff sagt und wie es mit dem Impfen im Ostallgäu vorangeht.
11.03.2021 | Stand: 17:50 Uhr

Den einen geht es zu langsam, andere reden gar von Impfchaos in Deutschland. Wie aber sieht es mit den Impffortschritten und -kapazitäten im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren aus, die gemeinsam die beiden Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren betreiben? Wir stellten einige Fragen zu diesem Thema ans Landratsamt Ostallgäu, die Behördensprecher Thomas Brandl beantwortete.

Wie geht es im Ostallgäu mit der Impfung voran? Welche Impfstoffe werden und wurden hier verimpft?

Brandl: Die Impfzentren leisten hervorragende Arbeit. Wann immer Impfstoff vorhanden war, wurde dieser verimpft und die Impfquote weiter gesteigert. Als Erfolg ist es vor allem zu sehen, dass in allen Senioren- und Pflegeheimen Erst- und Zweitimpfungen stattgefunden haben. Bislang wurde die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca verimpft.

An der Wirksamkeit des Impfstoffs Astra Zeneca bestehen Zweifel. Gibt es auch im Ostallgäu und in Kaufbeuren Menschen, die eine Impfung mit diesem Impfstoff verweigert haben?

Brandl: Vor Ort in den Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren haben sich bei 914 Impfungen mit Astra Zeneca sechs Personen gegen eine Impfung entschieden. 11.845 Menschen wurden mit dem Vakzin von Biontech geimpft, 203 mit dem von Moderna.

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Wieviel Prozent der Ostallgäuer und Kaufbeurer sind schon geimpft?

Brandl: In der Gruppe der Über-80-Jährigen liegt die Impfquote in der Region schon bei 35 Prozent (Zweitimpfung 17 Prozent). Bezogen auf die Gesamtbevölkerung von Ostallgäu und Kaufbeuren haben 4,21 Prozent die Erstimpfung, 2,23 Prozent die Zweitimpfung erhalten.

Wie lange ist die Wartelisteliste von registrierten Impfwilligen in der Region?

Brandl: Bayernweit ist eine Anmeldung nur über das Registrierungssystem BAYIMCO möglich. Dort sind für die beiden Ostallgäuer Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren aktuell 19 617 Personen registriert (unabhängig von der Priorität), 1720 haben, Stand Mittwoch, einen Termin für die nächste Zeit erhalten. Täglich gibt es in den beiden Impfzentren rund 450 Impfungen.

Was passiert, wenn ein Angebot zur Impfung gemacht wurde, der Impfling aber statt dem Vakzin von Astra Zeneca lieber das von Biontech verabreicht bekommen will. Rutscht er in der Warteliste dann ganz nach hinten, oder wird er bei nächster Gelegenheit wieder einen Impftermin bekommen?

Brandl: Die Priorität wird durch das System anhand der bundesweit einheitlichen Corona-Impfschutzverordnung vorgegeben. Wir geben lediglich den Impfstoff, der gerade vorhanden ist, ein und eine entsprechende Anzahl Termine frei. Das System füllt diese dann konkret mit Namen. Der Betreffende wird bei nächster Gelegenheit wieder einen Impftermin bekommen. Aufgrund Alter und Priorität ist es aber wahrscheinlich, dass die Software ihn wieder für einen Termin mit Astra Zeneca zuteilt.

Sind die Kapazitäten ausreichend?

Brandl: Wir haben ausreichende Kapazitäten.

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