Sagenhaftes Ostallgäu

Daher hat der "Bodenlose See" bei Stötten am Auerberg seinen Namen

Unendlich tief soll er sein: Der Bodenlose See.

Unendlich tief soll er sein: Der Bodenlose See.

Bild: Reinhold Löchle (Archiv)

Unendlich tief soll er sein: Der Bodenlose See.

Bild: Reinhold Löchle (Archiv)

Zwischen Hofen und Steinbach am Auerberg liegt der "Bodenlose See". Um den See ranken sich zahlreiche Sagen, in denen auch ein Monster eine Rolle spielt.
01.10.2022 | Stand: 14:00 Uhr

Viele Sagen ranken sich um das Ostallgäu. Es geht um Geister, Hexen, Werwölfe oder einen Pakt mit dem Teufel: In unserer kleinen Serie „Sagenhaftes Ostallgäu“ stellen wir in unregelmäßigen Abständen solche Sagen vor. In den meisten Fällen eignet sich der Ort der Erzählung für einen schönen Ausflug.
Ein idyllischer kleiner See liegt nahe der Gemeinde und des Auerbergs. Unendlich tief soll er sein – deshalb auch sein Name: Der Bodenlose See. Ein Mal in 100 Jahren bricht ein Unwetter über den Auerberg herein. Es weckt ein Monster in den Tiefen des Sees, das Wellen verursacht, die das Wasser über die Ufer laufen lassen. Das Untier bewacht einen Schatz, der nahe des Ufers bedeckt von Algen und Dreck verborgen ist. Nähert man sich Gold, erwacht das Monster – auch ohne das schreckliche Unwetter.

Ungeheuer spukt in See am Auerberg

Einige Buben fanden einst das Gold und wollten es aus dem Wasser heben. Da erhob sich das Ungeheuer und wühlte den See auf. Die Buben ließen den Schatz zurück und flüchteten panisch in die St. Georgskirche auf dem Auerberg. Dort konnte das Monster sie nicht erreichen.

Eine weitere Geschichte berichtet von einem Jäger, aus dessen Waffe sich ein Schuss löste und unglücklicherweise das Gold traf. Die Wellen, die das Untier daraufhin voller Wut verursachte, schwemmten den Jäger bis auf die Spitze einer Tanne, von der er nur mit Mühen wieder herunterkam.

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