Naturschutz

Das Erste von Hundert: Ronsberg hat jetzt ein Insektenbiotop

Timo Willburger und Sebastian Hopfenmüller (Stiftung KulturLandschaft Günztal) sowie Ronsbergs Bürgermeister Michael Sturm (von links) freuen sich über den Bau des ersten Insekten-Kleinbiotops im Günztal. Der Sandhügel dient Wildbienen als Nistmöglichkeit.

Timo Willburger und Sebastian Hopfenmüller (Stiftung KulturLandschaft Günztal) sowie Ronsbergs Bürgermeister Michael Sturm (von links) freuen sich über den Bau des ersten Insekten-Kleinbiotops im Günztal. Der Sandhügel dient Wildbienen als Nistmöglichkeit.

Bild: Deniz Uzman

Timo Willburger und Sebastian Hopfenmüller (Stiftung KulturLandschaft Günztal) sowie Ronsbergs Bürgermeister Michael Sturm (von links) freuen sich über den Bau des ersten Insekten-Kleinbiotops im Günztal. Der Sandhügel dient Wildbienen als Nistmöglichkeit.

Bild: Deniz Uzman

Die Stiftung KulturLandschaft Günztal legt in Ronsberg ein Insektenbiotop an. Warum 99 weitere im Lauf der nächsten sechs Jahre im ganzen Günztal folgen sollen.
Timo Willburger und Sebastian Hopfenmüller (Stiftung KulturLandschaft Günztal) sowie Ronsbergs Bürgermeister Michael Sturm (von links) freuen sich über den Bau des ersten Insekten-Kleinbiotops im Günztal. Der Sandhügel dient Wildbienen als Nistmöglichkeit.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
03.10.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Die Stiftung KulturLandschaft Günztal hat im Sommer mit der Anlage des ersten Insektenbiotops in Ronsberg begonnen. Innerhalb der nächsten sechs Jahre sollen an insgesamt 100 Standorten Insektenlebensräume entstehen. Diese setzen sich auf kleinem Raum aus fünf unterschiedlichen Elementen zusammen und werden auf geeigneten Flächen im ganzen Günztal angelegt. Die Anlage dieser Kleinbiotope kommt auch verschiedenen weiteren Tieren, wie zum Beispiel Eidechsen und Kröten, zugute und wird über das Projekt „Insektenfreundliches Günztal“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert.

Auf den Flächen der Familie Gromer/Willburger in Ronsberg wurde jetzt das erste Insekten-Kleinbiotop geschaffen. „Ich war auf der Suche nach einem Studienprojekt“, erzählt Timo Willburger, Student an der TU Berlin. Im Rahmen seines Kurses „BienenwerkSTADT“ wollte er gerne ein nachhaltiges Insektenprojekt umsetzten und war vom Projekt „Insektenfreundliches Günztal“ sofort begeistert.

Feuchtmulde und Totholz

Gemeinsam mit Sebastian Hopfenmüller, Insektenspezialist von der Stiftung KulturLandschaft Günztal, wurde auf den familieneigenen Flächen ein idealer Standort für die Anlage eines Insektenbiotops gefunden. Am Rande einer Wiese wurde jetzt ein bereits brachliegender Teil umgestaltet: Hier befinden sich nun eine Feuchtmulde für wasserbewohnende Insekten, ein Totholzhaufen für Totholzbewohner, der Grundstein für eine Brachfläche sowie ein befestigter Sandhügel für bodennistende Wildbienen. Nach der letzten Mahd im Herbst wird noch eine Blumenwiese gesät.

Auf tausend Quadratmetern

Auf einer überschaubaren Fläche von etwa tausend Quadratmetern befinden sich dann fünf Kleinstrukturen, die für Insekten überlebensnotwendig sind. Sie bieten wichtige Nahrungs- und Nistressourcen, die in intensiv bewirtschafteten Landschaften selten geworden sind. Durch die geplanten 100 Standorte soll zudem die Vernetzung der einzelnen Insektenpopulationen unter-stützt werden.

„Wir freuen uns, wenn Flächenbesitzer und Flächenbesitzerinnen Interesse an der Aufwertung ihrer Grundstücke haben und etwas zu den Insektenschutz im Günztal beitragen möchten“, sagt Sebastian Hopfenmüller. Mit dem Markt Ronsberg hat die Stiftung KulturLandschaft Günztal ebenfalls tatkräftige Unterstützung in Sachen Naturschutz gefunden. Auch Bürgermeister Michael Sturm verschaffte sich einen Eindruck vom Bau des Insektenbiotops.