"Unsagbar gut besucht"

Deshalb war die Messe MIR in Marktoberdorf wieder Besuchermagnet

Nach zweijähriger Corona-Zwangspause wurde die Erlebnismesse MIR in Marktoberdorf wieder gut angenommen.  Stets gut besucht war das Messezelt.

Nach zweijähriger Corona-Zwangspause wurde die Erlebnismesse MIR in Marktoberdorf wieder gut angenommen. Stets gut besucht war das Messezelt.

Bild: Dirk Ambrosch

Nach zweijähriger Corona-Zwangspause wurde die Erlebnismesse MIR in Marktoberdorf wieder gut angenommen. Stets gut besucht war das Messezelt.

Bild: Dirk Ambrosch

Nach zweijähriger Corona-Zwangspause kommen an den drei Messetagen knapp 10.000 Besucher nach Marktoberdorf. Was waren die Publikumsmagneten auf der MIR?
31.07.2022 | Stand: 18:12 Uhr

Für Zufriedenheit gibt es unterschiedliche Gründe. Auf der Verbraucher- und Erlebnismesse MIR in Marktoberdorf sind es bei den Ausstellern zum Beispiel die erfolgreichen Verkaufsgespräche. Der Veranstalter wiederum schaut auf die Besucherzahl, für den einen oder anderen Messegast ist entscheidend wie Krautspatzen und Bier schmecken. Und dann ist da Lea, die mit ihren Eltern unterwegs ist. Was findet sie am besten? Klare Antwort der Vierjährigen: „Am tollsten sind die Glitzer-Tatoos.“ Die hat sie geschenkt bekommen.

Am Samstag und Sonntag wurde es voll in Marktoberdorf

Nach drei Tagen auf dem Messegelände rund um das Modeon zieht Gabriele Unglert vom Veranstalter Mattfeldt und Sänger eine zufriedene Bilanz: „Die Messe war unsagbar gut besucht.“ Zwischen 8000 und 10.000 Besucher kamen zur ersten MIR nach der Corona-Pause. „Man spürt, dass die Menschen wieder raus wollen. Das Angebot ist gut angenommen worden“, sagt Unglert. Der Messe-Auftakt am Freitag sei „wie gewohnt“ ruhig gewesen, dafür wurde es am Samstag und Sonntag richtig voll. Als Publikumsmagneten erwiesen sich laut Unglert die Musikbühne, der Stand der Jägervereinigung, das Kinderprogramm der Johanniter und die Vorträge der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren.

Das Thema beschäftigt die Menschen

Das Thema Energie beschäftigt in diesen Tagen viele Menschen. Und so verwundert es kaum, dass Henry Krappig vom Energieversorger Erdgas Schwaben von „regem Betrieb“ an seinem Stand spricht. Krappig sagt, es gehe in diesem Jahr nicht darum, neue Kunden zu werben. „Die Leute sind verängstigt, weil sie sich wegen der Gasknappheit sorgen. Unsere Aufgabe ist es, zu beruhigen und aufzuklären.“ Und wie lautet seine Botschaft? „Das Gas ist knapp, aber die Versorgung gesichert“, sagt Krappig. Allerdings müssten die Kunden im Herbst mit einem Aufschlag um drei oder vier Cent pro Kilowattstunde rechnen. Und auch das gehöre zur Wahrheit dazu: „Eine Entspannung auf dem Gasmarkt ist nicht in Sicht.“

Viele Fragen über Fotovoltaik

Gut besucht war an den drei Messetagen auch der Stand von VWEW. Beim regionalen Energieversorger musste Kundenberaterin Fransziska Künne viele Fragen zum Thema Fotovoltaikanlagen beantworten. „Die Menschen machen sich viele Gedanken darüber, was sie selbst tun können, um beim Thema Energie unabhängiger zu werden“, sagt Künne. Genaue Prognosen, wie sich die Strompreise entwickeln werden, könne man derzeit noch nicht abgeben, sagt Künne. „Die Richtung ist aber klar: Es wird nach oben gehen.“ Mitte November sollen die neuen Preise feststehen.

Eher um den Energieverbrauch geht es bei „Whirlpool&Living“. Das Unternehmen hat für seinen Stand einen prominenten Platz im Eingangsbereich des Messezeltes. Zwei Whirlpools sprudeln einladend. Die Pools für den Außenbereich kosten über 20.000 Euro. Gleichwohl wirken sich steigende Energiekosten nicht auf die Kauflaune aus. Das Unternehmen verzeichnete zuletzt ein Umsatzplus.„Die Menschen wollen es sich zu Hause schön machen“, sagt Verkäufer Thomas Federlechner.

"Als Betrieb aus Marktoberdorf muss man dabei sein"

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Die Käsemanufaktur Olli Stich verkauft an ihrem Stand selbst gemachte Kässpatzen. „Wir sind ein ortsansässiger Betrieb. Deshalb ist es für uns ganz wichtig, uns hier zu präsentieren“, sagt Alfred Becker. Nicht nur er freue sich, nach zwei Jahren Pause wieder auf der MIR zu sein. „Die Leute sind froh, wieder raus zu können“, sagt Becker. Das habe die Stimmung an den drei Tagen gezeigt. „Alle sind glücklich.“

Auf dem Freigelände der Erlebnismess MIR in Marktoberdorf bearbeitet Thomas Schöne (freischaffende Künstler aus Rettenbach) mit der Motorsäge einen Baumstamm.
Auf dem Freigelände der Erlebnismess MIR in Marktoberdorf bearbeitet Thomas Schöne (freischaffende Künstler aus Rettenbach) mit der Motorsäge einen Baumstamm.
Bild: Dirk Ambrosch

Auf dem Freigelände bearbeitet Thomas Schöne mit der Motorsäge einen Baumstamm. „Nein, das wird kein Holzpenis“, sagt der freischaffende Künstler aus Rettenbach und lacht. Ein „Naturthema“ hat er sich vorgenommen. Etliche Besucher schauen zu.

Angebot in Marktoberdorf "sehr abwechslungsreich"

In der Nähe ist eine Frau aus Wald mit ihrer Familie unterwegs. Sie interessiert sich vor allem für „Themen rund ums Haus“. Mit Blick auf die Uhr – Mittagszeit - meint sie noch: „Das Essensangebot ist natürlich auch wichtig.“ Eine Familie ist extra aus Schongau hergefahren. Über Plakate sind sie auf die Messe aufmerksam geworden. Jetzt bummeln sie mit Kinderwagen über das Gelände. „Das Angebot gefällt uns und ist sehr abwechslungsreich.“

Im Modeon präsentieren sich die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Sie bieten an ihrem Stand Vorträge, Schulungen und Live-OP am Modell. „Eine Mischung aus Service und Information“, sagt Andrea Lehmann, Pflegedienstleiterin. Den Kliniken geht es natürlich auch darum, Nachwuchs zu werben. „Der Markt ist leer, aber wir dürfen nichts unversucht lassen“, sagt Lehmann. „Wir wollen aufklären und zeigen, dass Pflegeberufe einiges zu bieten haben.“

Draußen läuft noch einmal Lea vorbei. Ihr ist noch etwas eingefallen, was ihr auf der MIR richtig gut gefallen hat: Die Gummibärchen, die sie an einem Stand bekommen hat.

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