Katholischer Fraunenbund Marktoberdorf

„Die Merkel geht, ich gehe auch“: Vorsitzende nimmt nach 20 Jahren Abschied

Verabschiedet aus ihren Funktionen und für langjährige Treue mit Geschenken belohnt wurde Gabi Bayrhof.

Verabschiedet aus ihren Funktionen und für langjährige Treue mit Geschenken belohnt wurde Gabi Bayrhof.

Bild: Wolfgang Hepke

Verabschiedet aus ihren Funktionen und für langjährige Treue mit Geschenken belohnt wurde Gabi Bayrhof.

Bild: Wolfgang Hepke

Gabi Bayrhof gibt nach 20 Jahren den Vorsitz des Katholischen Frauenbunds in Marktoberdorf ab. Weitere Vorstandsmitglieder folgen. Wie es weitergeht.
10.09.2021 | Stand: 11:52 Uhr

„Danke Gabi“: Nicht nur mit diesen Worten auf einer Fahne ist die Vorsitzende des Katholischen Frauenbunds Marktoberdorf, Gabriele Bayrhof, im Pfarrheim verabschiedet worden. Auch ein kleiner Chor richtete eine Hommage an die verdiente „Präsidentin“, wie sie der bisherige Präses, Stadtpfarrer Wolfgang Schilling, immer betitelte.

Bayrhof war 21 Jahre die Vorsitzende des Frauenbunds

„Die Merkel geht, ich gehe auch“, sagte Bayrhof. Vor 21 Jahren hatte sie das Amt übernommen. Sie erinnerte in ihrer Abschiedsrede an die guten Erfahrungen, an das Kennenlernen vieler Menschen, an die vielen Aktionen, an die Fußwallfahrten, an die vielfältige Mithilfe. Kurzum: „Es war eine schöne Zeit.“ Mit 215 Mitgliedern hinterlässt sie „einen stattlichen Verein.“

Die beiden Bezirksvorsitzenden Elisabeth Sappl und Marianne Riedl hatten zuvor über die Satzungsänderung informiert, wonach es künftigen fünf gleichberechtigte Vorstandsmitglieder gibt. Dies sind Irene Birk, Christine Burkhardt, Sofia Rüth, Maria Brenner und Marietta Wachter. Der „geistliche“ Beirat wechselte von Schilling zu Oliver Rid. „Ohne den Frauenbund ist der Pfarrer ein armer Hund“, sagte Schilling mit einem Schmunzeln, erwähnte nochmals die große Spende des Frauenbunds in Höhe von 15 000 Euro für die Sanierung der Frauenkapelle und erinnerte an die Wallfahrt. Es sei eine 30 Jahre lange und schöne Zeit mit dem Frauenbund gewesen, sagte er dankbar.

Schriftführerin Rosemarie Reichart zählte in ihrem Rückblick die Veranstaltungen auf, die trotz der Coronapandemie noch möglich waren. 30 Jahre hatte sie das Amt inne und zog sich nun zurück.

Marktoberdorfer Frauenbund spendet an die Frauenkapelle

Auch für Schatzmeisterin Heidi Bernich war es der letzte Bericht in dieser Funktion. Sie informierte über die Zahlenbewegungen innerhalb des Frauenbundes und freute sich darüber, dass der Frauenbund 15 000 Euro Spende aus den „Altlasten“, den früheren Zeiten, an die Stadtpfarrei Marktoberdorf zweckgebunden für die Frauenkapelle überreichen konnte.

Lesen Sie auch
##alternative##
Großzügige Spende in Marktoberdorf

Warum der Frauenbund Marktoberdorf 15.000 Euro für die Frauenkapelle spendet

Mit Geschenken verabschiedete anschließend die zweite Bezirksvorsitzende Marianne Riedl im Auftrag des Diözesanverbandes und der Mitglieder langjährige und verdiente Frauen: Hanni Deiser (seit 1979 Frauenbund, seit 1987 im Vorstandsteam), Gisela Amberg (zuständig für die Basare und für Basteleien), Heidi Bernich (seit 1985 im Frauenbund, über 20 Jahre Kassiererin), Rosemarie Reichart (seit 1987 im Frauenbund, seit 1990 Schriftführerin), Gabi Bayrhof (seit 1993 im Frauenbund, seit 2000 Erste Vorsitzende). Sie alle aber bleiben dem Frauenbund erhalten. Höhepunkt war jedoch die besondere Ehrung für Bayrhof. Damit hatte sie nicht gerechnet. Mit der Fahne und der musikalischen Hymne „Und wir sagen herzlich Dankeschön, Frauenbund, das ist dein Leben“, überraschten die Mitglieder die scheidende Vorsitzende.

Für einen angenehmen Abend sorgte auch die Wertachtaler Stubenmusik.