Gelungene Premiere

Die Ostallgäuer Aktionswoche war "Inklusion zum Anfassen"

Ostallgäuer Aktionswoche: Darum, Autismus zu verstehen, ging es etwa bei einer Mitmachaktion an der Don-Bosco-Schule in Marktoberdorf.

Ostallgäuer Aktionswoche: Darum, Autismus zu verstehen, ging es etwa bei einer Mitmachaktion an der Don-Bosco-Schule in Marktoberdorf.

Bild: Sandra Brand/Kreisjugendring Ostallgäu

Ostallgäuer Aktionswoche: Darum, Autismus zu verstehen, ging es etwa bei einer Mitmachaktion an der Don-Bosco-Schule in Marktoberdorf.

Bild: Sandra Brand/Kreisjugendring Ostallgäu

Positive Bilanz ziehen die Veranstalter nach der Ostallgäuer Aktionswoche "Inklusive dir“ für die Jugend und Menschen mit Behinderung. Was gut gelaufen ist.
15.07.2021 | Stand: 11:20 Uhr

Erstmals haben die Offene Behindertenarbeit (OBA) Kaufbeuren-Ostallgäu und der Kreisjugendring Ostallgäu (KJR) die Aktionswoche „Inklusive dir – Jugend und Menschen mit Behinderung“ organisiert. Quasi als Ersatz für den großen Aktionstag „Jugend und Menschen mit Behinderung“, der sonst alle zwei Jahre in Marktoberdorf stattfindet – aber heuer aufgrund der Corona-Pandemie in dieser Form nicht veranstaltet werden konnte, wie OBA und KJR in einer Pressemitteilung erläutern.

Die Organisatorinnen und Organisatoren haben stattdessen die Aktionswoche auf die Beine gestellt: Es fanden, wie berichtet, dezentral in verschiedenen Städten und Gemeinden diverse Veranstaltungen statt. Ob Pizza backen, basteln, quizzen oder Filme schauen – es waren für Jung und Alt, Familien, Menschen mit und ohne Behinderung eine Vielzahl an Unterhaltungsmöglichkeiten geboten.

Ostallgäuer Aktionswoche: Darum, Autismus zu verstehen, ging es etwa bei einer Mitmachaktion an der Don-Bosco-Schule in Marktoberdorf.
Ostallgäuer Aktionswoche: Darum, Autismus zu verstehen, ging es etwa bei einer Mitmachaktion an der Don-Bosco-Schule in Marktoberdorf.
Bild: Sandra Brand/Kreisjugendring

Bei der Aktionswoche zum Thema Inklusion wurde beispielsweise in der Filmburg in Marktoberdorf eine Rampe aus Legosteinen für Rollstuhlfahrende ausprobiert, in der Don-Bosco-Schule setzten sich Interessierte mit dem Thema Autismus auseinander, im Jugendzentrum Pion in Marktoberdorf wurde mit Bewohnern der Lebenshilfe Pizza gebacken, in der Gemeinde Waal fand eine Befragung zum Thema Barrierefreiheit statt, in Füssen wurde zum Beispiel ein Konzert mit den Wertachtalwerkstätten organisiert.

Wie es gelingt, das Thema Inklusion "zum Anfassen" zu gestalten

Da die Planung heuer Hürden mit sich brachte, wurden einige Veranstaltungen von Beginn an online organisiert. Auf www.inklusivedir.de hat der St. Georgshof eine „Lebenstraum“-Bilderausstellung veranstaltet, Podcasts von der Schwangerschaftsberatung „Donum Vitae“ Kaufbeuren und der Epilepsieberatung können dort angehört werden. Wer motiviert in den Tag starten mag, kann sich auch weiter den Morgenimpuls der Behindertenseelsorge anhören. Zudem stehen interessante Videos und die Ergebnisse des Kunstwettbewerbs zum Anschauen bereit. Auch das Programmheft mit allen Veranstaltungen der Aktionswoche ist dort zu finden.

Ziel der Aktionswoche war es, Inklusion zum Anfassen zu gestalten. Denn Inklusion ist noch nicht in allen Lebensbereichen angekommen. Die OBA und der KJR möchten das Thema aber fest in den Köpfen der Menschen etablieren. „Inklusion soll was ganz Alltägliches werden – ohne großes Nachdenken, Zweifeln oder Ausgrenzen“, sagen die Organisatoren. Die Aktionswoche habe dazu einen wichtigen Schritt beigetragen.

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