Vielversprechender Auftakt

Erste Zwischenbilanz Stadtradeln: Ostallgäuer treten kräftig in die Pedale

Einen Auftakt nach Maß feiert das Stadtradeln im Ostallgäu und in Marktoberdorf.

Einen Auftakt nach Maß feiert das Stadtradeln im Ostallgäu und in Marktoberdorf.

Bild: Fotos: Stadtradeln im Ostallgäu/AGCO/Fendt, privat

Einen Auftakt nach Maß feiert das Stadtradeln im Ostallgäu und in Marktoberdorf.

Bild: Fotos: Stadtradeln im Ostallgäu/AGCO/Fendt, privat

Stadtradeln: Wie kräftig die Ostallgäuer bei der Aktion in Woche eins schon in die Pedale treten. Eine Zwischenbilanz und die Stadtradeln-Stars im Kurzporträt.
23.06.2021 | Stand: 15:04 Uhr

Einen Auftakt nach Maß feiert das Stadtradeln im Landkreis: Bereits am ersten Tag standen fast 40 000 Kilometer auf dem Zähler aller Ostallgäuer Stadtradler. Nun, nach der ersten von drei Aktionswochen sind bereits über 2600 Radler in über 240 Teams aktiv. Sie er-radelten, Stand Sonntag 14 Uhr, 271 000 Kilometer. Weitere Radler werden folgen, „die Anmeldungen sind vielversprechend“, heißt es vom Organisationsteam.

Die Landrätin sagt: "Die Ostallgäuer sind bereit, für den Klimaschutz ihre Angewohnheiten zu ändern"

Landrätin Maria Rita Zinnecker freut sich über die zahlreichen Teilnehmer. „Ich bin stolz, dass die Ostallgäuer so einen starken Auftakt hingelegt haben“, sagt Zinnecker. Das beweise, „dass sehr viele Menschen die Zeichen der Zeit erkannt haben“ und bereit seien, für den Klimaschutz ihre Gewohnheiten zu ändern.

Dass es im Lauf der nächsten zwei Wochen noch mehr Radler werden, zeigt laut Koordinator Johannes Auburger die Erfahrung der vergangenen Jahre. Das liege auch an den verschiedenen Möglichkeiten, die geradelten Kilometer statistisch zu erfassen.

So können die geradelten Strecken gleich über die Stadtradeln-App beziehungsweise die Homepage aufgenommen werden, dann erscheint das Ergebnis direkt. Wer nicht so computeraffin ist, kann sich einen Erfassungsbogen von der Seite www.stadtradeln.de/kreis-ostallgaeu ausdrucken oder in den Rathäusern abholen. In diesem Fall gilt dann: jeden Tag die Kilometer hereinschreiben und dann am Ende jeder Woche oder spätestens am Ende der Aktion in den Rathäusern abgeben. Wegen dieser Papier-Erfassung erscheinen einige der geradelten Kilometer mit Verzögerung.

Blogs mit Erfahrungsberichten der Ostallgäuer Stadtradeln-Stars

Vier Ostallgäuer stellen sich, wie berichtet, einer besonderen Herausforderung. Diese Stadtradeln-Stars wollen in den drei Wochen (13. Juni bis 3. Juli) komplett auf ein Auto verzichten. Sie stellen sich auf der Stadtradeln-Seite des Landkreises vor und berichten im Stadtradeln-Star-Blog über ihre Erfahrungen – genauso, wie das zum Beispiel auch die Marktoberdorfer oder die Obergünzburger Stadtradeln-Stars tun. Nun zu den Ostallgäuer Stadtradeln-Stars:

Lucia Golda.
Lucia Golda.
Bild: Stadtradeln im Ostallgäu/privat

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414.000 Kilometer, 2.400 Radfahrer

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Lucia Golda ist Theaterpädagogin und Kulturmanagerin und wird ab August das „Mobilé“ in Marktoberdorf leiten. In der Kreisstadt sieht man sie gern mal mit ihrem Damenfahrrad mit einem Lenkerkorb und einer Kiste mit Deckel als „Kofferraum“. Damit lassen sich die täglichen Einkäufe und Erledigungen in Marktoberdorf gut machen, sagt sie.

Wilhelm Mooser ist Direktor des Gymnasiums Marktoberdorf. Er will dem Ruf seiner Schüler folgen und als gutes Beispiel voran gehen. „Jeder einzelne kann einen Beitrag leisten, unser Klima und damit unsere gemeinsame Lebensgrundlage zu schonen beziehungsweise zu verbessern“, sagt Mooser.

Willi Mooser.
Willi Mooser.
Bild: Stadtradeln im Ostallgäu/privat

Ingrid Bußjäger-Martin ist Geschäftsführerin bei AGCO/Fendt für den Bereich Finanzen und IT. Sie ist bislang vor allem in der Freizeit aufs Rad gestiegen. Nun will sie jeden Tag zur Arbeit radeln.

Ingrid Bußjäger-Martin.
Ingrid Bußjäger-Martin.
Bild: Stadtradeln im Ostallgäu/AGCO/Fendt

Michael Korn pendelt schon seit neun Jahren mit dem Rad zwischen Marktoberdorf und Nesselwang zur Arbeit. Das Radeln ist für ihn ein willkommener Ausgleich zur Arbeit. Er sagt: „Inzwischen spielt das Auto im Alltag bei uns praktisch keine Rolle mehr. Einkäufe und Kindertransport werden mit Fahrradanhänger und Lastenrad erledigt, Dienstreisen mit Faltrad und Zug.“

Michael Korn.
Michael Korn.
Bild: Stadtradeln im Ostallgäu/privat

Marktoberdorf, Obergünzburg, Buchloe, Füssen und Nesselwang nehmen teil

Unter dem Dach des Landkreises Ostallgäu nehmen die Kommunen Buchloe, Füssen, Marktoberdorf, Nesselwang sowie die Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg heuer am Bundeswettbewerb Stadtradeln teil (wir berichteten mehrfach). Diese Ostallgäuer Städte und Gemeinden bieten eigene Aktionen, wie geführte Touren oder Fotowettbewerbe rund ums Rad an.

Die Kommunen haben eigene Internetauftritte, zu denen Interessierte auch über die Stadtradeln-Seite des Landkreises gelangen. Mit den innerhalb der Kommunen gesammelten Kilometern treten sie gegen andere vergleichbare Kommunen deutschlandweit an.

Es gibt mehrere Unter-Wettbewerbe, etwa das "Schulradeln Bayern"

Auch für Schulen gibt es einen eigenen, landesweiten Wettbewerb. Welche Schule hat die meisten Schüler, Lehrer, Eltern aktiviert und die meisten Kilometer gesamt und pro Teilnehmer gesammelt? Das kann man unter „Schulradeln Bayern“ verfolgen.

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