Gemeinderat

Es werde Licht: Ruderatshofen will seine Straßenbeleuchtung erneuern

Es werde Licht: Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung beschäftigte jetzt den Gemeinderat Ruderatshofen (Ostallgäu).

Es werde Licht: Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung beschäftigte jetzt den Gemeinderat Ruderatshofen (Ostallgäu).

Bild: Carsten Rehder, dpa (Symbolbild)

Es werde Licht: Die Erneuerung der Straßenbeleuchtung beschäftigte jetzt den Gemeinderat Ruderatshofen (Ostallgäu).

Bild: Carsten Rehder, dpa (Symbolbild)

Wie in Ruderatshofen und Apfeltrang die Straßenbeleuchtung erneuert werden soll. Welche Rolle dabei Erdkabel, eine Hochspannungsleitung und Insekten spielen.
09.07.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Für gute 50 000 Euro brutto wollen die Lechwerke die Straßenbeleuchtung im Ortsteil Apfeltrang und im Ruderatshofener Zentralort verbessern. Die Details wurden im Gemeinderat ausführlich vorgestellt und diskutiert – um dann nicht beschlossen zu werden. Der Grund: Die notwendige Summe ist laut Bürgermeister Johann Stich – noch – nicht ganz im gemeindlichen Haushaltsplan vorgesehen.

"Ziel in Apfeltrang ist es, die Holzmasten herauszubringen"

Noch-Gemeinderat Werner Weiß erläuterte die Angebote und deren Details ausführlich dem Ratsgremium. Die Angebotsplanung im Ortsteil Apfeltrang erstreckt sich dort in der Apfeltranger Dorfstraße von Norden bis in den Süden. „Ziel ist, die Holzmasten rauszubringen“, dazu sei beabsichtigt, die ganze Straße entlang erdzuverkabeln. Für die Straßenbeleuchtung soll ein Rohr mitverlegt werden. Mindestens eine Überspannungsleuchte sowie weitere alte Leuchten können abgebaut und durch LED-Leuchten ersetzt werden. Das Projekt Apfeltrang kostet laut Angebot rund 14 600 Euro.

Neue Hochspannungsleitung soll weiter in Richtung Aitrang gezogen werden

Im Ortsbereich Ruderatshofen wollen die Lechwerke eine neue 20-kV-Hochspanungsleitung verlegen. Die soll noch heuer entstehen und die Versorgungssicherheit der betroffenen Bevölkerung gewährleisten. Im Endausbau soll diese neue Leitung weiter in Richtung der Nachbargemeinde Aitrang gezogen werden. Im Verlauf des Leitungsbaus seien fünf neue Leuchten vorgesehen, „dann gäbe es wieder eine durchgehende Beleuchtung“, beschrieb Weiß den Vorteil. Er sei mit Werner Lutzenberger von den Lechwerken die ganze Strecke abgegangen, die Planung erfolgte „also nicht vom Grünen Tisch aus.“ Die Gesamtkosten für die Kommune belaufen sich hier auf rund 41800 Euro brutto.

Ist die geplante Lichtfarbe der Straßenbeleuchtung "ein Insektenkiller"?

Ein Ziel bei Erneuerungen der Beleuchtungseinrichtungen ist größere Insektenfreundlichkeit. Hier hakte Ratsmitglied Wilfried Aßmann zum wiederholten Mal nach. Gemäß Leitfaden des Umweltministeriums solle man sich auf 3000 Kelvin Lichtfarbe beschränken. Das LEW-Angebot sieht 4000 Kelvin vor. Weiß sagte, dass die Wellenlänge und nicht die Lichtfarbe (in Kelvin gemessen) entscheidend dafür sei, ob Insekten angezogen werden, was vermieden werden soll. Weiß machte auch die Dimension aus seiner Sicht deutlich: An der Insektenvernichtung sei Beleuchtung mit vier Prozent beteiligt. 60 Prozent und mehr machten Industrieanlagen und Landwirtschaft aus. Weiß’ Fazit: „Die Straßenbeleuchtung ist nicht der Insektenkiller.“

Weitere Beleuchtungskörper werden noch hinzukommen müssen, wie Bürgermeister Johann Stich aus dem Landratsamt erfuhr. Deren für die künftige Ruderatshofener Ortsumfahrung zuständige Abteilung hatte darauf hingewiesen, dass beim künftigen Kreisverkehr eine Beleuchtung installiert werden müsse. Hierbei wolle der Landkreis allerdings, dass sich Gemeinde und Landkreis die Kosten teilen.

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