Bauprojekt in Görisried

Werden im Allgäu bald Hubschrauber gebaut?

Gibt es in Görisried bald einen Hubschrauberlandeplatz? Darüber hat der Gemeinderat diskutiert.

Gibt es in Görisried bald einen Hubschrauberlandeplatz? Darüber hat der Gemeinderat diskutiert.

Bild: Rosemarie Klimm

Gibt es in Görisried bald einen Hubschrauberlandeplatz? Darüber hat der Gemeinderat diskutiert.

Bild: Rosemarie Klimm

In Görisried war nach langer Pause die geplante Helikopter-Produktion samt Landeplatz wieder Thema. Bürger können die Pläne einsehen und Beschwerde einreichen.
25.09.2021 | Stand: 13:21 Uhr

Die in Görisried ansässige Firma SBM Development plant Hubschrauber zu bauen. Dazu hat sie einen Hubschrauberlandeplatz beantragt. Der komplette Antrag dafür sowie die erstellten Gutachten (schalltechnische Stellungnahmen) können nun bei der Gemeinde bis 13. Oktober eingesehen werden.

Seit 2003 besteht die Niederlassung der SBM Maschinen GmbH und seit 2014 die der SBM Development GmbH in Görisried, rief Bürgermeister Dr. Stephan Bea im Gemeinderat in Erinnerung. Es handelt sich dabei um zwei Unternehmen der SBM Group. Die SBM Development plant nun in Görisried die Firmenfläche zu erweitern und Gebäude für die Produktion der Hubschrauber zu errichten. Im Juli 2019 wurde das Vorhaben, wie berichtet, bereits öffentlich im Gemeinderat besprochen.

Hubschrauber-Produktion in Görisried bietet viele Möglichkeiten für die Gemeinde

Das Projekt biete sowohl für die Firma als auch für die Gemeinde sehr interessante, spannende und attraktive Entwicklungsmöglichkeiten, sagte Bea. Der Hubschrauberlandeplatz werde benötigt, um am Produktionsstandort die Hubschrauber auch am Boden (Probeläufe) und im Flug zu testen.

Auf dem Landeplatz sollen – ausschließlich an Werktagen – 250 Starts und Landungen pro Jahr ausgeführt werden. Da ein Landeplatz nur dann Sinn mache, wenn dort auch Hubschrauber produziert werden, plane die Firma nach Genehmigung des Platzes einen Bebauungsplan vorzulegen, teilte Bea mit.

Görisrieder können Einwände bei der Regierung von Oberbayern einreichen

Die Bekanntmachung ist laut Bea auch über die Homepage der Gemeinde einzusehen. Dort gibt es einen Link zur Regierung von Oberbayern, wo der Antrag, ein Lageplan, Flugvektoren und schalltechnisches Gutachten zu sehen sind, sagte der Bürgermeister in Richtung der Zuhörer. Der Gemeinderat habe sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und mit dem Vertreter der Firma sowie dem Gutachter diskutiert. Der Rat stehe voll hinter dem Vorhaben.

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Einwendungen gegen das Projekt können bis 27. Oktober bei der Gemeinde oder bei der Regierung von Oberbayern (Luftamt Südbayern) in München, schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden. Sämtliche bei der Gemeinde eingehenden Einwendungsschreiben werden laut Bea an das Luftamt weitergesandt.

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