Nach Hacker-Attacke auf AGCO/Fendt

Fendt könnte bald wieder starten: Die Anzeichen verdichten sich

Wegen der Hacker-Attacke können viele Fendt-Mitarbeiter in Marktoberdorf nicht arbeiten. So leer wie zurzeit ist der Fendt-Parkplatz sonst nur im Betriebsurlaub. Geht es am Montag weiter?

Wegen der Hacker-Attacke können viele Fendt-Mitarbeiter in Marktoberdorf nicht arbeiten. So leer wie zurzeit ist der Fendt-Parkplatz sonst nur im Betriebsurlaub. Geht es am Montag weiter?

Bild: Heiko Wolf

Wegen der Hacker-Attacke können viele Fendt-Mitarbeiter in Marktoberdorf nicht arbeiten. So leer wie zurzeit ist der Fendt-Parkplatz sonst nur im Betriebsurlaub. Geht es am Montag weiter?

Bild: Heiko Wolf

Nach dem Hackerangriff auf AGCO/Fendt an den Standorten Marktoberdorf und Bäumenheim gibt es Hoffnung. Am Montag soll die Produktion wieder starten.
12.05.2022 | Stand: 14:43 Uhr

Die Anzeichen verdichten sich, dass nach dem Hackerangriff auf AGCO/Fendt die Produktion Anfang nächster Woche wieder starten kann. „Mit der Frühschicht am Montag soll es losgehen“, sagen Beschäftigte mehrerer Fendt-Abteilungen in Marktoberdorf. Sie wurden am Mittwochnachmittag von ihren Vorgesetzten informiert, dass sie sich bereithalten sollen. Auch aus dem Werk in Asbach-Bäumenheim (Kreis Donau-Ries) ist zu hören, dass die Probleme bis Anfang kommender Woche behoben sein könnten. (Lesen Sie auch: Nach Hacker-Attacke bei Fendt: Ende des Stillstands in Sicht?)

Hat AGCO/Fendt für Bäumenheim Kurzarbeit angemeldet? - Rechtlich wäre es möglich, sagt die Agentur für Arbeit

Dafür sprechen auch Informationen aus Bäumenheim, wonach der Landmaschinen-Hersteller für große Teile der dortigen Belegschaft (Produktion und Logistik) Kurzarbeit für die Zeit vom 5. bis 13. Mai angemeldet hat. Solche Informationen ließen sich dagegen für das Werk in Marktoberdorf am Mittwoch nicht verifizieren. Fakt ist aber, dass das Unternehmen AGCO/Fendt an seinen deutschen Standorten wegen der aktuellen Ausfallzeiten ein Kurzarbeitergeld beantragen kann: „Prinzipiell besteht ein Anspruch, wenn ein Arbeitsausfall auf einem unabwendbaren Ereignis beruht. Ein Hackerangriff, welcher zum Beispiel zu einem Stopp der Produktion führt, stellt ein unabwendbares Ereignis dar“, heißt es bei der Arbeitsagentur. (Lesen Sie auch: Wer steckt hinter dem Hackerangriff auf AGCO Fendt?)

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Der Traktorenhersteller AGCO/Fendt aus Marktoberdorf: Das Unternehmen in Bildern

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Von dem kriminellen Schadsoftware-Angriff am 5. Mai gegen AGCO sind nicht nur die Werke in Bäumenheim (etwa 1300 Beschäftigte) und in Marktoberdorf (über 4000) betroffen, sondern Standorte weltweit. Insgesamt beschäftigt der Landmaschinenhersteller 23.000 Mitarbeiter.

Lesen Sie auch: Nach Hacker-Angriff auf Fendt ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft - wann läuft die Produktion wieder?

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