Stadtrat will handeln

In Hausen bei Marktoberdorf ufert ein kleiner Bach in die Gärten aus

Um das Thema Hochwasserschutz (hier ein Symbolbild) geht es in Hausen bei Bertoldshofen.

Um das Thema Hochwasserschutz (hier ein Symbolbild) geht es in Hausen bei Bertoldshofen.

Bild: Klaus Kiesel

Um das Thema Hochwasserschutz (hier ein Symbolbild) geht es in Hausen bei Bertoldshofen.

Bild: Klaus Kiesel

Der Hochwasserschutz für Hausen bei Marktoberdorf soll kommen. Denn der Öhlmühlbach macht der Ortschaft bei Starkregen ständig zu schaffen.
28.11.2022 | Stand: 05:30 Uhr

Kreuz und quer schlängelt sich der Ölmühlbach bis nach Hausen bei Bertoldshofen. Danach ist er mehr oder weniger in ein Bett gezwungen, ehe er nach dem Dorf in die Geltnach mündet. Eigentlich ist es, wie der Name sagt, ein gemütlicher Bach – bis Starkregen fällt. Dann tritt er oft über die Ufer und überschwemmt nicht nur Gärten. Deshalb muss und will die Stadt handeln. (Lesen Sie auch: Stadtrat: Warum Fendt nun doch auf neue Parkplätze in Marktoberdorf verzichtet.)

Los gehen soll es in Hausen mit einer Geländevermessung

Erster Schritt sei eine Geländevermessung, sagte die Leiterin der Tiefbauabteilung, Mareile Hertel, im Stadtrat. Daraus wird ein digitales Geländemodell entwickelt, um den Umfang des Überschwemmungsbereiches, das damit verbundene Schadenspotenzial sowie mögliche Retentionsräume zu ermitteln, also wohin das Gewässer sich ausbreiten kann.

Untersucht wird auch, ob ein Regenrückhaltebecken nötig ist, ob sich der Bach in die Fläche ausbreiten kann und welche Wirkung eine Renaturierung erreicht. Auch Moore sollen im Rückhaltekonzept erfasst und deren mögliche Wirkung näher untersucht werden, sagte Hertel. Dabei sollen drei Hochwasserszenarien durchgespielt werden: häufig, hundertjährig und extrem. Aus den Ergebnissen und Erkenntnissen wird ein Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept entwickelt. Untersuchungen und Konzept fördert der Freistaat mit 75 Prozent.

Im zweiten Schritt werden die Bürgerinnen und Bürger beteiligt

Im ersten Schritt sollen die Grundlagen ermittelt werden. Im zweiten werden die Bürger beteiligt, sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell auf die Frage von Christian Vavra (parteilos). Es gelte, die vom Menschen in den 50er Jahren geschaffene Situation zu bereinigen. Angesichts des Klimawandels samt Folgen sogar für Hausen sei das Projekt „alternativlos“.