Bilanz in Unterthingau

Johanniter auch unter erschwerten Bedingungen im Einsatz

Im Oktober 2019 feierten die Johanniter in Unterthingau zehnjähriges Bestehen. Erste Hilfe, wie bei dieser Vorführung damals, zählt zu ihrem Kerngeschäft.

Im Oktober 2019 feierten die Johanniter in Unterthingau zehnjähriges Bestehen. Erste Hilfe, wie bei dieser Vorführung damals, zählt zu ihrem Kerngeschäft.

Bild: Archivfoto: Wolfgang Hepke

Im Oktober 2019 feierten die Johanniter in Unterthingau zehnjähriges Bestehen. Erste Hilfe, wie bei dieser Vorführung damals, zählt zu ihrem Kerngeschäft.

Bild: Archivfoto: Wolfgang Hepke

Johanniter Unterthingau leisten im vergangenen Jahr mehr als 15 000 Stunden ehrenamtlich ab. Wie der Corona-Lockdown sie einschränkt.
02.02.2021 | Stand: 05:45 Uhr

Das vergangene Jahr hat viele an ihre Grenzen gebracht.Gerade soziale Dienstleistungen, wie die Pflege oder auch der Rettungsdienst, waren geforderter denn je. Auch das Ehrenamt und seine Leistungen sind in dieser Zeit nicht wegzudenken. Die Johanniter in Unterthingau mit ihren 54 Ehrenamtlichen und 32 Mitgliedern der Johanniter-Jugend, unter der Leitung von Michael Struck, ziehen Bilanz.

„Leider mussten wir vieles aus Sicherheitsgründen oder wegen des Lockdowns ausfallen lassen, seien es Übungsabende oder unsere Jugendgruppen“, sagt Michael Struck, Ortsbeauftragter der Johanniter in Unterthingau. Aber die Ehrenamtlichen seien dennoch stets zur Stelle – auf sie alle sei einfach Verlass.

57 Mal im Corona-Jahr ausgerückt

Insgesamt rückte der First Responder 57 mal dieses Jahr aus. Die meisten Sanitätsdienste fielen dieses Jahr aus, seien es Großveranstaltungen oder Sportevents. Dennoch wurden bei insgesamt 50 Veranstaltungen ein Sanitätsdienst durch Unterthingau abgedeckt, wie bei den Spielen des Deutschen Eishokeybundes in Pfronten, des ERC Lechbruck oder des EV Füssen sowie die Betreuung des Spiels der Nationalmannschaft der Herren gegen die Schweiz im Februar 2020.

Sechs Monate lang betreute das Team um Michael Struck zudem die Screening-Stelle in Mindelheim, und das alles ehrenamtlich mit insgesamt 2 700 Stunden. „Unter erschwerten Bedingungen und sei es nur durch das Arbeiten mit einer FFP-2-Maske, waren alle zur Stelle, sagt Struck. Wenn alle erbrachten Stunden zusammenrechnet und auf das Jahr verteilt werden – insgesamt 15 378 Stunden –, habe jeder Ehrenamtliche pro Tag eine Dreiviertelstunde geleistet.

Auch die Wartung kostet Zeit

Neben den erwähnten Diensten kamen noch Fortbildungen, Stunden für den Johanniter-Weihnachtstrucker und den Hausnotruf Hintergrunddienst hinzu sowie Zeit für Kontrolle und Wartung der Ausstattung und der Räumlichkeiten. Die feierliche Einweihung der neuen Dienststelle in der alten Postfiliale in Unterthingau musste leider ausfallen. „Mit dieser Dienststelle ist ein langersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen, und sobald es die Lage zulässt, werden wir dies natürlich noch feiern“, verspricht Michael Struck.

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