Kanalgebühr in Marktoberdorf

Marktoberdorfer müssen mehr fürs Abwasser zahlen

Auch die Gemeinde Wald leitet seit vielen Jahren ihr Abwasser ins Klärwerk nach Marktoberdorf. Die Walder Bürger zahlen aber weniger fürs Schmutzwasser als die Marktoberdorfer.

Auch die Gemeinde Wald leitet seit vielen Jahren ihr Abwasser ins Klärwerk nach Marktoberdorf. Die Walder Bürger zahlen aber weniger fürs Schmutzwasser als die Marktoberdorfer.

Bild: Arnulf Stoffel, dpa (Symbolbild)

Auch die Gemeinde Wald leitet seit vielen Jahren ihr Abwasser ins Klärwerk nach Marktoberdorf. Die Walder Bürger zahlen aber weniger fürs Schmutzwasser als die Marktoberdorfer.

Bild: Arnulf Stoffel, dpa (Symbolbild)

Die Kanalgebühr in Marktoberdorf steigt. Die Anhebung der Gebühr tritt rückwirkend zum Jahresbeginn in Kraft. Wie lange sie gültig bleibt.
21.04.2021 | Stand: 11:45 Uhr

Fünf Cent mehr pro Kubikmeter für das Schmutzwasser: Die Kanalgebühr in Marktoberdorf steigt. Sie beträgt dann 2,75 Euro. Den größten Sprung macht die Abgabe für das Niederschlagswasser. Dafür wird statt bisher 27 Cent pro Quadratmeter 50 Cent verlangt.

Weniger Flächen in Marktoberdorf versiegelt als angenommen

Das, so erklärte Kämmerer Wolfgang Guggenmos im Stadtrat, liege an einer falschen Berechnung der versiegelten Flächen in der Stadt. Sie war bei der ersten Erhebung zu hoch. Tatsächlich sind aber weniger Flächen versiegelt. Dazu zählen auch Dächer, falls von dort das Regenwasser gleich in den Kanal geleitet wird und nicht im eigenen Garten versickert. Weil die Abrechnung jedoch immer kostendeckend sein muss, sich also Einnahmen und Ausgaben die Waage halten müssen, steigt der Gebührensatz.

Die wenigen Einleiter von Kleinkläranlagen werden mit 92 Cent pro Kubikmeter zur Kasse gebeten. Bisher zahlten sie 80 Cent.

Die Anhebung der Gebühr tritt rückwirkend zum Jahresbeginn in Kraft. Sie bleibt vier Jahre lang gültig. Dann wird sie neu berechnet, so wie es diesmal der bayerischen kommunale Prüfungsverband getan hat.

Bürger aus Wald zahlen weniger fürs Abwasser

Seit vielen Jahren leitet auch die Gemeinde Wald ihr Abwasser ins Klärwerk nach Marktoberdorf. Was sie für das Schmutzwasser bezahle, sei geringer als das, was von den Marktoberdorfern verlangt werde, merkte Georg Martin (Grüne) an. Das hänge damit zusammen, erläuterte Guggenmos, dass Wald sein Schmutzwasser nur durchleitet, aber nicht das ganze Abwassernetz brauche so wie die Marktoberdorfer. Deshalb zahle die Gemeinde auch weniger. Eine Neuberechnung und auch ein neuer Vertrag mit Wald befinden sich kurz vor dem Ziel, sagte der Kämmerer.

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