Rohre nur einmal verlegen

Kein „Flickwerk“: Warum Blöcktach mit der Wasserleitung noch Leerrohre bekommen soll

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Um Straßen und Straßenbau (wie bei diesem Symbolbild) in vielerlei Variationen ging es jetzt im Gemeinderat Friesenried. Hauptthema war dabei der Ortsteil Blöcktach.

Bild: Gemeinde Wiedergeltingen

Um Straßen und Straßenbau (wie bei diesem Symbolbild) in vielerlei Variationen ging es jetzt im Gemeinderat Friesenried. Hauptthema war dabei der Ortsteil Blöcktach.

Bild: Gemeinde Wiedergeltingen

Der Gemeinderat baut in Blöcktach auf eine Kombilösung. Man will mit der Wasserleitung gleich Leerrohre fürs Breitband verlegen. Doch das ist nicht leicht.
21.06.2021 | Stand: 09:00 Uhr

Mit Straßen und Straßenbau in vielen Variationen hatte es der Gemeinderat Friesenried bei seiner jüngsten Sitzung zu tun. So befasste sich das Gremium intensiv mit der Koordinierung der Wasserversorgung Blöcktach und damit verbunden mit der Straßensanierung "An der Säge" und im Burgweg sowie der Erschließung des Baugebiets „Hinter dem Weiler“. Wie fast immer, wenn es derzeit um Arbeiten an Ortsstraßen geht, spielt dabei auch der Ausbau des Breitband-Datennetzes eine wichtige Rolle.

Gemeinderat Friesenried: "Die Kosten genau im Auge behalten"

Das sei „eine aufwendige, komplizierte Geschichte, da viele Themenbereiche zusammengeführt werden müssen“, erklärte Bürgermeister Bernhard Huber gegenüber der AZ. Er informierte die Gemeinderäte ausführlich über die Planungen und die Koordinierung der beteiligten Firmen, die die Wasserleitung, die Stromleitungen und die Datenleitungen verlegen. Zwar gebe es weder bei den Anliegern noch im Ratsgremium Widerstand gegen das gesamte Vorhaben. Allerdings pochten einige Gemeinderäte darauf, die Entwicklung der Kosten genau im Auge zu behalten.

Dies sei aber gar nicht so einfach, betonte Huber. Denn es stelle sich etwa die Frage, ob im Zuge des Wasserleitungsbaus auch gleich die Leerrohre verlegt werden sollen, in die später die Glasfaserkabel für die Datenübertragung eingezogen werden. Hierfür wurde bereits ein Masterplan erstellt. Die Gemeinde müsse zwar jetzt die Leerrohrverlegung vorfinanzieren, bei einem späteren Ausbau würden die Rohre dann aber an den jeweiligen Anbieter weiterverkauft. Huber strebt jetzt eine umfassende Lösung an, um ein „teures Flickwerk“ durch ein späteres erneutes Aufreißen der Straßen zum Verlegen der Breitbandkabel zu vermeiden.

Auch in der Gemeinde Friesenried gibt es bald ein "Tinyhouse"

Bei der Sitzung billigte der Gemeinderat auch zwei Bauanträge. So darf nun ein Mikrohaus („Tinyhouse“) außerhalb der Baugrenze eines großen Grundstücks in der Romatsrieder Straße aufgestellt werden, nachdem sich der Gemeinderat schon mehrmals mit dem Thema befasst hatte. Auch für dem Abbruch und Neubau eines Bürogebäudes mit Wohnung in der Blöcktacher Straße gab das Gremium grünes Licht.