Marktoberdorf

Konzert mit viel Würze

In drei Gruppen aufgeteilt trat der Liederkranz Marktoberdorf im Modeon auf.

In drei Gruppen aufgeteilt trat der Liederkranz Marktoberdorf im Modeon auf.

Bild: Wolfgang Hepke

In drei Gruppen aufgeteilt trat der Liederkranz Marktoberdorf im Modeon auf.

Bild: Wolfgang Hepke

Liederkranz Marktoberdorf und Freunde bescheren einen beschwingten Abend. Warum der Schlussapplaus besonders üppig war.
17.10.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Als „Bunt gemischt“ kündete der Liederkranz Marktoberdorf sein Konzert an und bunt gemischt erlebten es die Besucher im Modeon. Denn nicht nur der Liederkranz sorgte für den passenden Rahmen, die „Dissonanten“ und die „Nordhangmannen“ würzten das Ganze mit ihren besonderen Interpretationen.

„Beinahe wäre es ein „Geisterkonzert geworden“, kündete Helga Waibel an, die Vorsitzende des Liederkranz Marktoberdorf. Die Auflagen in Coronazeiten wurden streng befolgt, 200 Zuschauer konnten mit Abstand das besondere und gelungene Konzert miterleben. Es gab keine Pause und auch keine Zugaben. 16 Sänger standen maximal auf der Bühne, so teilte sich der Liederkranz-Männerchor in drei Gruppen auf.

„Lasst unsere Lieder klingen“, mit diesem Stück von Manfred Bühler eröffnete die erste Gruppe des Liederkranzes unter der Leitung von Daniel Herrmann das Konzert. Mit „Zufriedenheit“ und dem Dankeslied „All die schönen Jahre“ leiteten die Sänger über zur nächsten Gruppe.

Die „Dissonanten“ haben sich der Musik aus den Zwanziger und Vierziger Jahren zugewandt und ihre Performance noch perfektioniert. Ob unter anderem das spanische Stück „Schöne Isabella von Kastilien“, „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ oder „Veronika, der Lenz ist da“ – mit diesen Evergreens hat das Ensemble den musikalischen Nerv der Besucher getroffen. Es wurde mitgesungen, mitgesummt oder im Takt mitgewippt. Und das lag nicht nur am passenden Outfit mit Frack und Glitzerkleidern, das lag an den klaren und geschulten Stimmen der Sängerinnen und Sänger.

„Rote Lippen soll man küssen“: Mit diesem erfolgreichen Evergreen von Cliff Richard folgte die zweite Gruppe des Liederkranzes. „Rock mi“, die bekannte Version von der Gruppe „voXXclub“, und das Kärntner Volkslied „I oba net“ sorgten ebenfalls für einen großen Zwischenapplaus.

Mit viel Humor

Viel Beifall gab es auch für die „Nordhangmannen“, einer A-Capella-Gruppe aus dem Bereich des Auerberges. Nicht nur ihr Humor, vor allem die starken Stimmen und lustigen Texte bereicherten das Konzert. Ob im Allgäuer Dialekt oder Stücke von internationalen Stars – die Gruppe bezauberte und verzauberte die Besucher. Für Lacher sorgten sie, als sie ein Lied anstimmten, das für die Eröffnung der Turnhalle in Stötten vorgesehen war, aber nie zur Aufführung kam. Die „Nordhangmannen“, die schon oft in der Wies- und Auerbergkirche zum Einsatz kamen, sind eine Bereicherung für jedes Konzert. Mit drei weiteren starken Stücken beendete die dritte Gruppe des Liederkranz das Konzert und es folgte ein langanhaltender Schlussapplaus. 90 Minuten, wie vereinbart, dauerte die Aufführung. Und es wurde ein kurzweiliger, beschwingter und vor allem bunt gemischter Konzertabend, der bei den Besuchern noch lange nachwirken wird.