Spendenaktion

Motorradfahren für den guten Zweck: Toy Run in Marktoberdorf startet wieder

Nach der Corona-Pause findet der Toy Run in Marktoberdorf wieder statt. Es ist die "größte karitative Motorradausfahrt Südbayerns".

Nach der Corona-Pause findet der Toy Run in Marktoberdorf wieder statt. Es ist die "größte karitative Motorradausfahrt Südbayerns".

Bild: Heinz Budjarek (Archivbild)

Nach der Corona-Pause findet der Toy Run in Marktoberdorf wieder statt. Es ist die "größte karitative Motorradausfahrt Südbayerns".

Bild: Heinz Budjarek (Archivbild)

Nach der Pandemie geht der Toy Run in Marktoberdorf wieder los. Die Motorradausfahrt ist inzwischen Kult. Wohin das Geld fließt und wie die erste Resonanz ist.
14.06.2022 | Stand: 15:30 Uhr

„Was als spontane Idee 2003 begann, entwickelte sich zur größten karitativen Motorradausfahrt Südbayerns“: So steht es auf der Internetseite des Clubs und ist wahrlich nicht übertrieben. Der Toy Run in Marktoberdorf ist längst eine Kultveranstaltung in der Motorradszene und darüber hinaus geworden. Am Samstag, 18. Juni, werden wieder die Maschinen gestartet, die Ausfahrt für den guten Zweck kann beginnen. (Lesen Sie dazu auch: Marktoberdorfer Autohaus spendet 3.000 Euro an Ostallgäuer Organisationen)

Robert Karlhoff: "Zwischen 500 und 1000 Motorrädern ist alles möglich"

„Wow super endlich! Freu mich!“, schreibt Pitti Hellas auf der Facebook-Seite des Vereins. „Wir sind dabei“, kündigt Peter an. Wie viele Fahrerinnen und Fahrer sich tatsächlich am Samstag in den Sattel schwingen, weiß Toy Run-Vorsitzender Robert „s’ Robbs“ Karlhoff nicht zu sagen. Es gibt im Vorwege keine Anmeldungen. Die ist erst am Tag der Ausfahrt am Festplatz am Modeon möglich. „Zwischen 500 und 1000 Motorrädern ist alles möglich“, sagt er angesichts des Zuspruchs, den er in diesem Tagen schon erhalten hat. Es waren auch schon einmal über 1000 Bikes.

Ob diese Marke auch dieses Mal geknackt wird, hängt vor allem vom Wetter ab – nicht vom guten Willen. Denn die Reaktionen, die er bislang erfahren hat, sind allesamt positiv. Nach den Coronaabsagen sei das Interesse groß, endlich wieder in einer solch großen Gruppe fahren zu können. Deshalb scheuten viele auch keine weiten Anreisen – trotz hoher Spritpreise. „Die nehmen die Leute in Kauf. Ihnen geht es um die soziale Unterstützung und auch um die gemeinsame Ausfahrt.“

Die Marktoberdorfer stehen hinter der Aktion

10 Euro beträgt die Startgebühr pro Maschine. Dafür gibt es als Erinnerung den allseits beliebten Toy Run-Bären, der längst Kultcharakter besitzt. Weil zwei Jahre lang kein Toy Run stattfinden durfte, die soziale Not deshalb aber nicht gesunken ist, hatte der Verein die Bärchen ersatzweise im Marktoberdorfer Einzelhandel verkauft, in Arztpraxen, auf dem Wochenmarkt. Die Resonanz war überwältigend. Das, so Karlhoff, zeige, wie sehr die Marktoberdorfer Bevölkerung hinter dieser Aktion steht. Kein Wunder also, dass Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell da gern die Schirmherrschaft für den Toy Run übernommen hat.

Ein einzelnes soziales Projekt wie noch in den Anfangsjahren werde der Verein auch diesmal nicht unterstützen. Dazu sei die Not zu vielfältig und zu weit verbreitet. Mit dem Spendengeld möchte der Verein möglichst breit gestreut, aber zielgerichtet helfen. Deshalb muss es auch nicht bei 10 Euro Antrittsgeld bleiben. „Spenden sind immer willkommen.“ Und auch wer kein Motorrad besitzt, kann helfen: Indem er am Startplatz einen Toy Run-Bären kauft. Karlhoff versichert: „Das Geld bleibt in der Region.“

Die Ausfahrt startet und endet am Modeon in Marktoberdorf

Lesen Sie auch
##alternative##
Spendenaktion

Motorradfahrer mit Plüscheulen kurven durchs Oberallgäu

Ab 13 Uhr ist Eintreffen der Teilnehmenden und Anmeldung am Modeon. Um 15 startet die Ausfahrt zu einer gemütlichen Runde über Unterthingau, Durach und Wald zurück nach Marktoberdorf. Rund 60 Kilometer sind es. Karlhoff rechnet mit einer Fahrzeit von ein- bis eineinhalb Stunden. Bei der Rückkehr am Modeon ist Ausklang bei Kaffee und Kuchen am Zelt. Am Freitagnachmittag bauen Helferinnen und Helfer das Zelt auf, während andere die Kuchen in den Backofen schieben.

„Wir freuen uns alle, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Karlhoff. Er freut sich wahrlich nicht allein.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Lesen Sie auch: Für Klima und Gesundheit: Das Ostallgäu nimmt erneut am Stadtradeln teil