Volleyball fällt in Obergünzburg aus

Darum sind Obergünzburgs Volleyballerinnen sauer auf ihren Verband

Volleyball TSV Obergeunzburg : ballarinas Bamberg 3:0

Obergünzburgs Volleyballerinnen wollen endlich wieder spielen und jubeln. Doch an diesem Wochenende können sie nicht antreten. Beide Heimspiele sind abgesagt.

Bild: Peter Roth (Archiv)

Obergünzburgs Volleyballerinnen wollen endlich wieder spielen und jubeln. Doch an diesem Wochenende können sie nicht antreten. Beide Heimspiele sind abgesagt.

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Verband macht Volleyballerinnen Druck: Wer nicht spielt, steigt ab. Trotzdem fallen bei den Frauen in Obergünzburg beide Heimspiele aus. So lautet die Begründung.
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Von Michaela Boppeler
15.01.2022 | Stand: 11:30 Uhr

Trotz des Beschlusses des Bayerischen Volleyballverbands, den Spielbetrieb fortzusetzen, fällt das Heimspiel der Obergünzburger Volleyballerinnen in der Landesliga Süd-West aus. Sie sollten am Samstag, 15. Januar, eigentlich gegen den Tabellenführer TV Planegg Krailling II und FTM Schwabing II spielen.

In der laufenden Saison hat der TSV bisher erst zwei Ligaspiele bestritten. Beide haben die Frauen auswärts gegen die Lechrain Volleys und den TSV München-Ost mit 3:0 für sich entscheiden. Das letzte Spiel fand am 13. November statt, ehe der Verband eine Spielunterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie bis Anfang Januar beschlossen hat.

Volleyballerinnen aus Obergünzburg trainieren lange online

Während der Spielunterbrechung hielten sich die Obergünzburgerinnen zunächst mit Online-Training fit. Ende Dezember erfolgte der Beschluss des Verbandes, die Saison fortzuführen. Die Saison wurde allerdings bis Ende Mai verlängert, um Spielverlegungen den nötigen Raum zu geben.

Sowohl die Ostallgäuerinnen als auch ihre Ligakonkurentinnen können die Entscheidung des BVV nicht nachvollziehen. „Jeder Verein darf selbst entscheiden, ob er spielen möchte oder nicht. Wer dann aber nicht weitermacht, steht automatisch als Absteiger fest. Da wir somit spielen müssen, um die Klasse zu halten, sind wir mit der Entscheidung unzufrieden“, kritisiert Trainerin Julia Obermeier die Vorgehensweise des Verbandes.

Frauen sind über das Vorgehen des Verbands unzufrieden

Trotzdem lassen sich die Obergünzburgerinnen nicht den Spaß verderben. Bei den ersten Einheiten fehlte zwar noch etwas das Ballgefühl, doch kam jede Einzelne dann wieder schnell in den Rhythmus hinein. Während das Team in der vergangenen Woche dreimal trainierte, gab es vor dem Heimspieltag noch zwei intensive Einheiten. „Im Vordergrund steht die Freude, wieder spielen zu dürfen“, sagt Mittelblockerin Jenni Ruf.

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Nicht nur wegen Corona: Der Frust bei Obergünzburgs Volleyballerinnen wird immer größer

Am Samstag wären eigentlich der FTM Schwabing II sowie Ligaprimus Planegg Krailling II zu Gast in Obergünburg. Den Spieltag haben die Gastgeberinnen im Voraus unter Ausschluss der Zuschauer organisiert. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Während schon zu Beginn der Woche die Gäste aus Schwabing aufgrund der unsicheren Corona-Situation um Verlegung des Spiels gebeten hatten, sagte nun auch der TSV das Spiel gegen Planegg-Krailing aufgrund eines Spielerengpasses ab. Während die Gastgeberinnen zunächst noch planten, mit einem dezimierten Kader aufgrund einiger verletzten sowie angeschlagenen Spielerinnen anzutreten, folgte zwischenzeitlich die Absage, da noch mehr kranke Spielerinnen hinzugekommen sind und dadurch keine Wechselspieler mehr zur Verfügung stehen würden.

Welche Rolle das Homeoffice für die Volleyballerinnen spielt

Bei einigen Spielerinnen spielt auch 2G eine wichtige Rolle. „Viele von uns wollen sich dem Risiko nicht aussetzen. Es können nicht alle im Homeoffice arbeiten. Das Schöne ist, dass wir gemeinsam die Entscheidung einer jeden Einzelnen, nicht zu spielen, voll akzeptieren“, betont Obermeier.

Somit sind es insgesamt bereits sechs Spiele, die Obergünzburg nachholen muss. „Das hat mit Fairness nichts mehr zu tun“, betont Julia Obermaier. „Andere Mannschaften haben bisher nicht nur mehr Spiele auf dem Konto, sondern konnten auch länger trainieren“, ergänzt sie. Grund sind die von Landkreis zu Landkreis unterschiedlichen Regelungen aufgrund der Corona-Inzidenzen gewesen. „Wir sind alle motiviert und werden aus der nicht einfachen Situation das Beste machen. Mit viel Ehrgeiz werden wir diese Saison durchziehen“, gibt sich Ruf selbstbewusst.