Unterricht

Per Mausklick durch den Matheunterricht: So digital arbeitet die Realschule Marktoberdorf

Der Matheunterricht der Klasse 7A findet an diesem Vormittag am Laptop statt.

Der Matheunterricht der Klasse 7A findet an diesem Vormittag am Laptop statt.

Bild: Stefanie Gronostay

Der Matheunterricht der Klasse 7A findet an diesem Vormittag am Laptop statt.

Bild: Stefanie Gronostay

Die Realschule Marktoberdorf hat einen neuen Medienraum. Dort können die Schüler digital unterrichtet werden – mit Quizfragen wie bei „Wer wird Millionär?“
27.09.2021 | Stand: 13:31 Uhr

Die Klasse 7A der Realschule Marktoberdorf hat Matheunterricht. Ihr Lehrer Stephan Müller unterrichtet an diesem Vormittag jedoch nicht an der Tafel, sondern über den Laptop. Über eine Lernsoftware erstellen die Schülerinnen und Schüler geometrische Formen. Möglich macht diese digitale Form des Unterrichts der neue Medienraum, der seit gut einer Woche in Betrieb ist. „Die Schüler haben im Distanzunterricht gelernt, Unterrichtsinhalte digital selbstständig zu erarbeiten. Diese gewonnenen Fähigkeiten wollen wir ab sofort im Unterrichtsalltag vor Ort an der Schule nutzen“, sagt Schulleiter Florian Klemm.

Medienraum der Realschule ist mit 32 Laptops ausgestattet

Der neue Medienraum ist mit 32 Laptops ausgestattet. Das Landratsamt Ostallgäu hat die Geräte vor etwa einem Jahr angeschafft. In Zeiten des Distanzunterrichts haben sie als Leihgeräte gedient. „Jeder Schüler kann mithilfe seines eigenen Microsoft Office-Zugangs auf seine Dateien online zugreifen, diese bearbeiten und auch wieder speichern“, erklärt Florian Klemm. Digitales Arbeiten war an der Realschule auch zuvor schon in vier IT-Räumen möglich. Jedoch stehen dort 18 bis 20 Rechner, an denen die Schüler teils zu zweit arbeiteten. Nun hat jeder Schüler einen eigenen Laptop zur Verfügung.

Ein weiterer Vorteil ist: „Die Tische sind in diesem Medienraum größer als reguläre Schülertische, sodass dem Schüler trotz Laptop genügend Platz für den regulären analogen Unterricht zur Verfügung steht“, sagt Klemm. Zudem befindet sich wie in jedem Klassenzimmer der Realschule für die Lehrkraft ein elektrisch höhenverstellbarer Medientisch, der über eine Dokumentenkamera, einen Computer und eine digitale Schaltzentrale verfügt. Die Zeiten, in denen schlecht lesbare Folien mit dem Tageslichtprojektor an die Wand geworfen wurden, sind vorbei.

Quiz-Apps, Lernprogramme und Internet-Recherchen

Heutzutage spielen auch digitale Inhalte wie Internet-Recherchen und Lernprogramme eine wichtige Rolle. „Sehr beliebt sind beispielsweise Quiz-Apps, die in jedem Fach verwendet werden können“, erzählt Thomas Hafner, der an der Realschule zur Schulleitung gehört. Lehrkräfte können die passenden Fragen auswählen. Wie bei der Quiz-Sendung „Wer wird Millionär?“ werden verschiedene Antworten vorgegeben, aus denen die Schüler die richtige auswählen müssen. „Die Ergebnisse können im Anschluss auch analysiert werden“, sagt Hafner. Die Lehrkraft erhält dann eine Übersicht, welche Antworten ausgewählt wurden.

Der Unterricht im Medienraum kann sowohl zu festen Zeiten als auch spontan gebucht werden. Schulleiter Klemm sieht im Unterricht mit Laptops einen weiteren Vorteil: „Zusammengeklappt behindern sie nicht die Sicht vom Schüler zum Lehrer und umgekehrt“, sagt er. So könne beispielsweise der eine Teil der Stunde analog unterrichtet werden und der andere digital.

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