Erfolgreiches Segler-Ehepaar aus Marktoberdorf

Regatta auf dem Forggensee: Die Kujans aus Marktoberdorf setzen die Segel zum nächsten Sieg

Kielzugvogel Start

Am Wochenende wird auf dem Forggensee eine deutsche Ranglistenregatta in der Kielzugvogel-Klasse ausgetragen. Herbert und Elisabeth Kujan vom gastgebenden Segelclub Füssen-Forggensee gehören zum Favoritenkreis.

Bild: Waginger Segelclub

Am Wochenende wird auf dem Forggensee eine deutsche Ranglistenregatta in der Kielzugvogel-Klasse ausgetragen. Herbert und Elisabeth Kujan vom gastgebenden Segelclub Füssen-Forggensee gehören zum Favoritenkreis.

Bild: Waginger Segelclub

Die Segler Herbert und Elisabeth Kujan treten am Wochenende einer Ranglistenregatta auf dem Forggensee an. Welches Ereignis die Saison bisher überschattet hat.
26.08.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Die Europameisterschaft für die Tornados war natürlich der Höhepunkt im Vereinsjahr des Segelclubs Füssen-Forggensee (SCFF). Doch das, was die Gemeinschaft am kommenden Wochenende ausrichtet, ist auch nicht ganz ohne: eine deutsche Ranglistenregatta in der Kielzugvogel-Klasse, die KZV Königs Trophy Forggensee. Zumal Lokalmatador Herbert Kujan als Steuermann und seine Frau Elisabeth als Vorschoterin zum Favoritenkreis gehören.

18 Crews haben sich angemeldet. Wenn der Wind mitspielt, werden sie fünf Wettfahrten segeln. Los geht es am Samstag, 28. August, gegen 12 Uhr. Am ersten Tag könnten bis zu vier Wettfahrten möglich sein, am zweiten, dem Sonntag, stehen die übrigen auf dem Programm. Je nach Windrichtung befindet sich der Kurs im Bereich von Osterreinen oder vor Brunnen.

Sind Kujans aus Marktoberdorf erst einmal auf dem Wasser, dann legen sie los

Kujan rechnet damit, dass vier Schiffe die ersten Plätze unter sich ausmachen werden. Dazu zählt er Christian Huber (Waginger Segelclub), mit dem Kujan als Vorschoter bereits gesegelt ist und der diesmal Lucca Ullmann vom heimischen SCFF an Bord hat, Gerd Diederich (Segel- und Ruderclub Simssee), Amir Malki (Segelclub Pilsensee) – und sich selbst. Wobei der Marktoberdorfer einschränkt, sich nicht allzu viele Chancen auszurechnen, weil er sich wegen Mithilfe bei der Organisation nicht komplett auf das Segeln konzentrieren kann.

Doch sind Kujans erst einmal auf dem Wasser, dann legen sie los. In diesem Jahr läuft es besonders gut. Enzian-Pokal auf dem Staffelsee, die erste Regatta des Jahres: gewonnen, obwohl sie bei vier Wettfahrten jeweils Zweite wurde. Doch die Konkurrenz segelte nicht so konstant wie die Marktoberdorfer, was am Ende im Klassement der 21 Boote den Ausschlag gab.

Dann der Wörthsee-Cup mit 21 Schiffen: gewonnen. Zwei Tagessiege, ein dritter Platz und die Trophäe ging ins Ostallgäu. Es folgte die Traunsee-Woche: vier Wettfahrten, vier Tagessiege. Somit wieder gewonnen. Dabei hatten Kujans sogar den Luxus, einen Sieg als Streichergebnis aufführen zu können.

Dieses schlimme Ereignis überschattet die bisherige Segel-Saison

Lesen Sie auch
##alternative##
Ranglistenregatta auf dem Forggensee

Wasser von allen Seiten: So lief die Segelregatta auf dem Forggensee für das Segler-Paar aus Marktoberdorf

Vor wenigen Wochen stand die Travemünder Woche, gleichzeitig als deutsche Meisterschaft ausgeschrieben, auf der Ostsee auf dem Programm. Herbert Kujan und Manfred Kempf hatten sich nach schwächerer erster Wettfahrt (17.) in der zweiten auf Platz fünf vorgearbeitet. Als alle Segler wieder an Land waren, erfuhren sie, was sich währenddessen abgespielt hatte: Jürgen Reichardt, langjähriger deutscher Spitzensegler im KZV, war während der ersten Wettfahrt auf seinem Boot gestorben. Die Segler entschlossen sich daraufhin, den Wettbewerb zu beenden.

Mit ein paar Wochen Abstand zu diesem dramatischen Ereignis geht es nun am Wochenende auf dem Forggensee um die Königs Trophy. Für die Gastgeber startet dabei auch die Crew Stefan Kujan/Patricia Stetter. Beide waren in der KZV-Klasse 2019 das Team des Jahres geworden. Ebenfalls vom SCFF dabei ist Reiner Herget als Vorschoter bei Franz Nawroth (Wassersportgemeinschaft Rumeln Kaldenhausen bei Duisburg). Eine Vorhersage, wer nun tatsächlich die Favoritenrolle einnimmt, wagt Kujan nicht: „Das hängt alles vom Wind ab.“

Lesen Sie auch: