Skifahren im Ostallgäu

Wie die Ronsberger mit viel Einsatz ihren Skilift retten

Sparschweine für den Skilift in Ronsberg haben Emilia Daidone (linkes Foto, links) und Lara Mayer (rechts) aufgestellt. Jetzt haben sie den Erlös an Werner Bürgel übergeben, damit der Lift (rechtes Foto) weiter läuft.

Sparschweine für den Skilift in Ronsberg haben Emilia Daidone (linkes Foto, links) und Lara Mayer (rechts) aufgestellt. Jetzt haben sie den Erlös an Werner Bürgel übergeben, damit der Lift (rechtes Foto) weiter läuft.

Bild: Sandra Mayer/Heidi Sanz (Archivbild)

Sparschweine für den Skilift in Ronsberg haben Emilia Daidone (linkes Foto, links) und Lara Mayer (rechts) aufgestellt. Jetzt haben sie den Erlös an Werner Bürgel übergeben, damit der Lift (rechtes Foto) weiter läuft.

Bild: Sandra Mayer/Heidi Sanz (Archivbild)

Gute Ideen bewahren die Sportanlage vor dem Aus. Wie der Skilift in Ronsberg gerettet werden konnte.
05.03.2021 | Stand: 11:47 Uhr

Der kleine Skilift in Ronsberg war stark gefährdet. Wetterbedingt war schon in der Saison 2019/20 kein einziger Betriebstag möglich. Wegen Corona konnte der Lift trotz bester Bedingungen auch in der vergangenen Saison nicht laufen. Dabei fallen Fixkosten von rund 5.000 Euro pro Jahr an. Jetzt ist der Skilift gerettet: Dank des Einsatzes von Bürgern und Wirtschaft kam einiges an Spenden zusammen, die der kleinen GmbH & Co. KG, die den Lift betreibt, aus den Schwierigkeiten heraus geholfen haben.

Und eine weitere Aktion, die weitere Spenden erwarten lässt, ist jüngst angelaufen. „Wir schauen wieder sehr zuversichtlich in die Zukunft“, sagt Werner Bürgel, Hauptbevollmächtigter der GmbH.

Lokale Sammelaktion für Skilift auf Einzelhandelsgeschäfte ausgeweitet

Zwei der treuesten Skilift-Mädels, Lara Mayer und Emilia Daidone, hatten eine geniale Idee, sagt Bürgel. Sie weiteten die lokale Sammelaktion auf die örtlichen Einzelhandelsgeschäfte aus. Parallel dazu erschien in der Allgäuer Zeitung der erste Artikel. Das darauf folgende Medienecho hat die Notlage weit über die Grenzen Ronsbergs hinaus bekannt gemacht und eine riesige Welle der Solidarität ausgelöst, freut sich Bürgel. (Lesen Sie auch: Buchenberg: Gohrensberg-Liftbetreiber scheitert in der höchsten Instanz mit Antrag auf Öffnung)

Allein aus der Aktion des Ronsberger Bäckermeisters Werner Glas sei in der Faschingswoche aus dem Verkauf von über 2.000 Faschingskrapfen ein Zuschuss von 1.000 Euro für den Fortbestand des Ronsberger Lifts entstanden.

Fast 1.500 Euro für Ronsberger Skilift gesammelt

Lara Mayer und Emilia Daidone haben in der Zwischenzeit fleißig die aufgestellten Sparschweine regelmäßig geleert. Ende Februar haben sie dann den Erlös aus ihren Sammlungen in den Geschäften mit fast 1.500 Euro am Skilift überreicht. Dies hat die Erwartungen in jeglicher Hinsicht übertroffen. Und es geht weiter: Die Ronsberger Firma Huhtamaki hat jüngst eine Losaktion ins Leben gerufen, bei der die Mitarbeiter Preise gewinnen können, die die Firma stellt. Zum Beispiel sind das Liftkarten für den Ronsberger Lift. Der Erlös soll ebenfalls dem Skilift zugutekommen.

Tradition des Skifahrens in Ronsberg am Leben erhalten

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„Wir sind von der enormen Hilfsbereitschaft total überwältigt und möchten uns auch bei den unzähligen weiteren privaten und betrieblichen Sponsoren bedanken“, sagt Bürgel.

Die Liftbetreiber sehen laut Bürgel diese Unterstützung auch als Auftrag, die Tradition des Skifahrens in Ronsberg am Leben zu erhalten, die die Geschwister Baumberger bereits im Jahr 1965 begründet haben und die von der GmbH seit 2007 fortgesetzt wird.

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