Feuerwehr

Schläuche, Stiefel, Lehrgänge und Co.: Ruderatshofener Floriansjünger rüsten wieder nach

Für Einsätze braucht es gut geschultes Personal. Übungen und Fortbildungen sind deshalb unabdingbar. Aber sie kosten Geld. Geld, das der Gemeinderat Ruderatshofen seinen Wehren jetzt wieder bewilligt hat.

Für Einsätze braucht es gut geschultes Personal. Übungen und Fortbildungen sind deshalb unabdingbar. Aber sie kosten Geld. Geld, das der Gemeinderat Ruderatshofen seinen Wehren jetzt wieder bewilligt hat.

Bild: Heinz Budjarek

Für Einsätze braucht es gut geschultes Personal. Übungen und Fortbildungen sind deshalb unabdingbar. Aber sie kosten Geld. Geld, das der Gemeinderat Ruderatshofen seinen Wehren jetzt wieder bewilligt hat.

Bild: Heinz Budjarek

Gesamtbedarf in Höhe von fast 14 000 Euro hat die Gemeinde Ruderatshofen nun ihren zwei Feuerwehren bewilligt. Warum die Ratsbeschlüsse dafür einstimmig fielen.
31.01.2021 | Stand: 12:16 Uhr

Längst bekämpft eine Feuerwehr nicht mehr nur Brände, sie leistet auch technische Hilfe in Notfällen. Daher müssen auch die Floriansjünger der Gemeinde Ruderatshofen jährlich nach- und aufrüsten, so auch für das Jahr 2021. Das fängt mit den Basics an und gilt für die zentrale Ruderatshofener Wehr genauso wie für die Wehr im Ortsteil Apfeltrang.

Zur Beratung im Gemeinderat hatte Bürgermeister Johann Stich die Kommandanten Pascal Reimann aus Apfeltrang und Markus Weber aus Ruderatshofen eingeladen. Die Ortsteilwehr in Apfeltrang kommt mit 3456 Euro aus. Der Bedarf umfasst unter anderem Spinde, Schläuche und Schlauchteile sowie Kleinteile. Etwas mehr Bedarf hat die zentrale Feuerwehr. Neben Bereifung, Hand- und Taschenlampen, Schnürstiefeln und Latzhosen werden etliche Kleinteile benötigt.

Damit die Feuerwehr bei Einsätzen nachts besser zu sehen ist

Auf ihrem Bedarfszettel hatte die Feuerwehr Ruderatshofen auch die Position „reflektierende Konturbeklebung“. Das Einsatzfahrzeug weise außer dem Logo keinerlei warnende Aufkleber auf. Außerdem stehe bei Einsätzen das Fahrzeug immer wieder einmal quer zur Fahrbahn und sollte – vor allem in der Nacht – daher besser sichtbar und somit geschützter sein. Äußerst engagiert argumentierte dementsprechend Gemeinderatsmitglied Franz Popp, der von seiner Erfahrung als jahrelanger Rot-Kreuz´ler berichtete. Schließlich stimmte der Gemeinderat einhellig diesem Paket in Höhe von 8 552 Euro zu.

Auch die technischen Hilfsleistungen, die die Feuerwehren Ruderatshofen und Apfeltrang leisten müssen (Symbolbild), werden mehr. Nun werden die Wehren wieder nachgerüstet.
Auch die technischen Hilfsleistungen, die die Feuerwehren Ruderatshofen und Apfeltrang leisten müssen (Symbolbild), werden mehr. Nun werden die Wehren wieder nachgerüstet.
Bild: David Young, dpa

Dazu kommen die Gebühren von 332 Euro für das Alarmierungssystem Alamos. Als drittes Paket kommen hinzu die Aufwendungen für Lehrgänge und Seminare. Das betrifft Maschinist, Einsatzleiter, Brandübungscontainer und Atemschutzstrecke. Hier fallen 1 248 Euro Kosten an. Demnach lag der Bedarf der zentralen Wehr insgesamt bei 10 132 Euro. Auch diese Gesamtkosten bewilligte das Ratsgremium einstimmig.

Auch Bauanträge waren in Ruderatshofen Thema in der Gemeinderatssitzung:

Im Weiler Holdersberg – im Außenbereich des Ortsteils Apfeltrang – soll ein Gebäude erweitert werden. Es handelt sich um einen Bauernhof in Nebenerwerbslandwirtschaft mit Mutter-Kuh-Haltung. Zwei Wohnungen sollen in der Tenne eingebaut werden. Die beiden Wohnungen entstehen im Ober- sowie im Dachgeschoss, das Parterre enthält im wesentlichen Technikräume. Zur besseren Belichtung sind zwei Gauben im Süden sowie drei Gauben im Norden vorgesehen. Die Außenansicht bleibe im Wesentlichen gleich, bestätigte Bürgermeister Johann Stich. Das Vorhaben erhielt die einhellige Zustimmung des Gemeinderates.

Im Ruderatshofener Ortsteil Hiemenhofen möchte ein Landwirt eine neue Güllegrube errichten. Sie wird in geschlossener Ausführung erstellt, mit einem Deckel darauf. Außerdem wird zur Vorsicht ein Erkennungssystem eingebaut, das bei einer Leckage Alarm schlägt. Die kleine, alte Grube komme weg, versicherte Bürgermeister Stich. Der Haupterwerbslandwirt schafft damit mehr Platz für die Gülle mit der Grube, die 16 Meter im Durchschnitt und fünf Meter Tiefe aufweist. Auch das befürwortete der Gemeinderat Ruderatshofen einstimmig.