Volleyballverband beendet Saison

Schluss, aus, vorbei: Abpfiff für Obergünzburger Frauen

Da herrschte bei den Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg noch wahre Vorfreude auf die Saison. Doch die ist nun nach nur einem Spiel für die Allgäuerinnen beendet.

Da herrschte bei den Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg noch wahre Vorfreude auf die Saison. Doch die ist nun nach nur einem Spiel für die Allgäuerinnen beendet.

Bild: Peter Roth

Da herrschte bei den Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg noch wahre Vorfreude auf die Saison. Doch die ist nun nach nur einem Spiel für die Allgäuerinnen beendet.

Bild: Peter Roth

Spielzeit endet vorzeitig. Dabei steht Obergünzburg in Startlöchern. Wie es nun weitergeht und warum vor allem Kinder das Training vermissen
10.02.2021 | Stand: 12:02 Uhr

Die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Landesliga-Saison der Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg wird nicht mehr fortgesetzt. Dies hat der bayerische Volleyballverband beschlossen. „Natürlich ist es schade, uns fehlt der Teamsport. Dennoch ist es vernünftig, wie nun entschieden wurde. Darüber bin ich nun froh“, sagte Abteilungsleiterin und Trainerin Julia Nisseler im Hinblick auf den Saisonabbruch.

Nach einem Spiel schon wieder alles vorbei

Das Präsidium des Bayerischen Volleyball-Verbandes hat entschieden, den Erwachsenen-Spielbetrieb ab der Bayernliga bis in die unterste Klasse abzubrechen. Es wird keine Wertung der Saison stattfinden. Somit gibt es weder Auf- noch Absteiger. In der Mitteilung des BVV heißt es zwar, dass zunächst die Bereiche Jugend, Senioren und Mixed davon ausgenommen bleiben, da aktuell noch weiterführende Meisterschaften auf deutscher Ebene geplant seien. Nähere Informationen liegen dazu aber nicht vor.

Lediglich eine Partie bestritten die Landesliga-Frauen in dieser Spielzeit. Dieses entschieden sie beim VfB Eichstätt mit 3:0 für sich. Alle folgenden Spiele fanden wegen der Hygiene-Auflagen und Kontaktbeschränkungen nicht mehr statt, sie waren zunächst auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden.

Herausforderung am Bildschirm

Statt zum gewohnten Training waren die Spielerinnen seitdem wöchentlich online am Bildschirm zusammengekommen, um sich bei Workouts fitzuhalten. Sie versuchen, sich gegenseitig bei Laune zu halten. Sie spielen gemeinsam Jeopardy mit volleyballspezifischen Fragen, stellen sich gegenseitig Aufgaben wie: Wer macht die meisten Workouts oder wer läuft die meisten Kilometer?

Dennoch bleiben auch bei den Obergünzburgerinnen die Ungewissheit und Angst vor den langfristigen Auswirkungen des Lockdowns. „Vor dem Sommer rechne ich persönlich nicht damit, dass es für uns wieder in der Halle losgeht. Jede Sportart wird die Auswirkungen von Corona spüren. Von daher hoffe ich, dass wir alle feststellen, dass uns was fehlt“, beschreibt Nisseler ihre Eindrücke.

Möge die Jugend am Ball bleiben

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Die Sorgen von Julia Nisseler teilen auch die Jugendtrainer. „Wir hoffen, dass wir ganz bald wieder ein Training anbieten können, auch wenn es gegebenenfalls draußen stattfinden wird und nicht viel mit Volleyball zu tun hat. Da müssen wir dann eben kreativ sein“, sagt Franziska Thaller stellvertretend. Die Trainer hätten zwar auch an die Jugendspielerinnen Videos mit Ball- und Athletikübungen verschickt, aber allen sei natürlich bewusst, dass es auf Dauer nicht dasselbe ist. „Die meisten Kinder vermissen das Training sehr. Deshalb hoffen wir, dass die Kids sich nicht an die trainingsfreie Zeit ohne Volleyball gewöhnen, sondern – sobald es möglich ist – wieder am Start sind“, sagt sie.

Deshalb freuen sich sowohl die Jugend- als auch die Erwachsenentrainer umso mehr über den bisherigen Zusammenhalt innerhalb der Teams und die Teilnahme an Workouts und Herausforderungen. Für den Re-Start sei ohnehin eine gute körperliche Fitness oberste Voraussetzung.

Andere überlegen noch

Im Gegensatz zu den Volleyballern brüten etliche andere Verbände noch darüber, wie sie weiter verfahren sollen. Sie warten die Beschlüsse der Bundesländer ab. Die entscheidende Frage ist dabei: Was wird erlaubt sein, was nicht? So möchte der Bayerische Fußball-Verband den Ligapokal fortsetzen – wenn auch in anderem zeitlichen Rahmen als zunächst geplant (wir berichteten). Der Bayerische Tischtennis-Verband will eine Entscheidung am Donnerstag, 11. Februar, fällen. Bei den Handballern hat der Landesverband die Spielzeit für die Jugend abgebrochen. Bei den Erwachsenen war der ursprüngliche Plan, Ende Februar wieder in modifizierter Form in den Spielbetrieb einzusteigen und den Vereinen für das Training einen entsprechenden Vorlauf zu geben. Der Termin ist nun nicht mehr haltbar.

Entschieden ist es hingegen bei den Schützen. Der Sportschützengau Kaufbeuren-Marktoberdorf und der Schützenbezirk Schwaben haben die Rundenwettkampfsaison abgesagt beziehungsweise gar nicht erst gestartet.