Gemeinderat arbeitet Plan aus

So will Biessenhofen für mehr Sicherheit für Radfahrer sorgen

Radfahrer in Kempten

Radfahren soll in Biessenhofen sicherer werden. Die Gemeinde arbeitet daher an einem Radwegekonzept

Bild: Matthias Becker (Symbolfoto)

Radfahren soll in Biessenhofen sicherer werden. Die Gemeinde arbeitet daher an einem Radwegekonzept

Bild: Matthias Becker (Symbolfoto)

Biessenhofen arbeitet an einem eigenen Radwegekonzept für die Gemeinde. Schon fertig ist der Radweg in Hörmanshofen. Warum diie Strecke mehr kostet als geplant.
06.10.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Radwege in der Gemeinde waren das große Thema in der Gemeinderatssitzung in Biessenhofen. Die Kommune plant ein Radwegkonzept, wird aber zuerst die Ergebnisse aus dem Alltagsradnetz im Landkreis abwarten. Gleichwohl ist der Radweg in Hörmanshofen fertiggestellt, verursacht aber Mehrkosten.

Auch Landkreis Ostallgäu arbeitet an einem Radwegekonzept

Der Landkreis Ostallgäu plant zusammen mit dem Büro topplan aus Wald ein Alltagsradwegenetz. In einer Videokonferenz wurden die Hintergründe und ein Entwurf der Streckenführung ohne weitere Details vorgestellt und Bürgermeister Wolfgang Eurisch fasste die Informationen für das Gremium zusammen. Mit dem Radverkehrsprogramm Bayern 2025 soll ein durchgängiges Radverkehrsnetz entstehen. Damit werden die Infrastruktur, die umweltfreundliche Mobilität und die Sicherheit für Radler im Alltag verbessert.

Straffer Zeitplan für Gemeinden

In einem straffen Zeitplan sollen die Gemeinden bis Anfang Oktober die Entwürfe prüfen und Rückmeldung an das Landratsamt geben. Geprüft wird, ob alle wichtigsten Verbindungen zu den Nachbarkommunen enthalten sind und ob die regional bedeutsamen Zielpunkte, wie zum Beispiel Bahnhöfe, mit angebunden sind. Außerdem sollen Netzlücken und Entwicklungspotenziale erkannt und bereits geplante Radwege aufgezeigt werden.

Gemeinderäte aus Biessenhofen suchen nach sicherer Route

Der Gemeinderat diskutierte über die Anbindung von Hörmanshofen über Altdorf nach Marktoberdorf. Diese soll nicht von der Paradiesinsel komplett über die Mühlenstraße führen, sondern von der Mühlenstraße in den Mittelweg abbiegen und über den Friedhofsweg zur Marktoberdorfer und Kreener Straße nach Marktoberdorf führen. Diese Route wird als übersichtlicher und sicherer gesehen.

Im Entwurf wird der Ort Ebenhofen über die Schwabenstraße an Marktoberdorf angebunden. Alternativ könnte ein neuer Radweg östlich parallel zur Bahnlinie mit Neubau einer Wertachbrücke und Unterquerung der B12 entstehen. Diese Möglichkeit soll mit der Stadt Marktoberdorf als ebenfalls betroffene Kommune besprochen werden.

Eine Lücke gibt es bei Ebenhofen

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Als Netzlücke und Wunschroute wird im Entwurf die Verbindung von Ebenhofen nach Ruderatshofen entlang der Kreisstraße OAL 5 geführt. Von Altdorf nach Ebenhofen eignet sich der Weg über den Sportplatz Ebenhofen und der Fußgängerbrücke zum Baschtlehaus.

Der Geh- und Radweg entlang der Bernbacher Straße in Hörmanshofen ist mittlerweile fertiggestellt. Die Ausschreibung aus dem Jahr 2019 und eine Kostenschätzung vom Februar 2021 ergaben geplante Kosten in Höhe von 50 000 Euro für den Bau und 30 000 Euro für die Straßenbeleuchtung. Laut Schlussrechnung haben sich die Baukosten auf 92 000 Euro erhöht.

Warum wurde der Radweg Hörmanshofen teurer?

Begründet wird die Kostenmehrung mit der geänderten Route entlang des Baugebietes durch die Ausgleichsfläche, der Wiederherstellung der Ausgleichsfläche in den Randbereichen und einer Wegbreite von zwei statt 1,5 Metern. Außerdem wurden Anschlussaufträge wie Grundstückszufahrten und die Leerrohrverlegung für Straßenbeleuchtung, notwendig. Im Haushaltsplan wurden für die Maßnahme 60 000 Euro veranschlagt. Die überplanmäßige Ausgabe bewillige Gemeinderat nun einstimmig.

Der Jugendbeauftragte Josef Kalchschmid berichtete über die kürzlich im Pfarrheim stattgefundene Jungbürgerversammlung. Insgesamt rund 20 Jugendliche und junge Erwachsene sind der Einladung gefolgt und interessierten sich konkret für den Stand der Planung des Skaterplatzes. Nachdem mehrmals Sachbeschädigungen an der Mittelschule und am Schützenheim stattfanden (wir berichteten), wurde daraufhin in der Gemeinde über eine Umsetzung des Skaterplatzes diskutiert. Da es nun keine weiteren Vorfälle mehr gegeben hat, hält die Gemeinde an ihren Plänen fest, was die Jugendlichen sehr freute.

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