Fördermöglichkeiten in Stötten

So können die Gemeinden des Verbunds Auerbergland an Geld kommen

Moor

Der Mooserlebnispfad bei Stötten ist eines der erfolgreich umgesetzten Projekte.

Bild: Archivfoto: Vitalis Held

Der Mooserlebnispfad bei Stötten ist eines der erfolgreich umgesetzten Projekte.

Bild: Archivfoto: Vitalis Held

Seit fast 30 Jahren schreibt der Verbund Auerbergland an seiner Erfolgsgeschichte. Umsetzungsbegleiter erklärt, welche Förderungen es für die Gemeinden gibt.
20.06.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Der Titel „Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Auerbergland“ klingt etwas sperrig. Doch dahinter verbirgt sich eine Erfolgsgeschichte. Bei einer Gemeinderatssitzung in Stötten informierte Reinhard Walk, Umsetzungsbegleiter des ILE-Büros, über Fördermöglichkeiten für die Mitglieder des Zusammenschlusses. Die Gemeinde Stötten ist eine der Gründungsgemeinden.

Seit 1990 gehörte Stötten informell dem Zusammenschluss der Auerberggemeinden an. Als 1992 der Verein gegründet wurde, trat die Gemeinde diesem sogleich bei, erinnerte Walk. „Auerbergland e.V.“ sei das erste Projekt der Dorferneuerung im Verbund gewesen, durch das eine schnelle Aufnahme in das Dorferneuerungs-Förderprogramm für die Mitgliedsgemeinden gewährleistet wurde.

Stötten: Drei von fünf Abschnitten der Dorferneuerung sind abgeschlossen

Auch Stötten profitierte von diesem Projekt. So sind inzwischen die Abschnitte eins bis drei der Dorferneuerung abgeschlossen. Abschnitt vier (Wegebau am Auerberg) steht kurz vor der Vollendung. Abschnitt fünf wurde bisher noch nicht begonnen. Über Auerbergland kam Stötten bei der Konzeptierung und Umsetzung des Mooserlebnispfads (MEP) und bei der Planung und Umsetzung der Rad- und Wanderwegweisung im Gemeindegebiet auch in den Genuss der Leader-Förderung der Europäischen Union.

In der Folgezeit schlossen sich laut Walk die Verbunde Auerbergland und Pfaffenwinkel zusammen. Weil aber dadurch in den Folgejahren im Großverbund das Auerbergland etwas unterging, haben Bürgermeister 2017 die Förderung der eigenständigen Identität von Auerbergland e.V. als Integrative Ländliche Entwicklung (ILE) angestrebt.

Ziel von ILE sei die Stärkung des Raums um den Auerberg durch Aktivitäten in den Bereichen Infrastruktur und Innenentwicklung, Lebensqualität und Wirtschaft, Bürgerkultur, Integration und soziales Leben sowie Energie und Ressourcen, führte Walk aus. Davon habe auch Stötten durch eine um zehn Prozent erhöhte Förderung bei zwei Spielplätzen profitiert. Voraussetzung für die Förderung sei, dass örtliche Projekte die Gesamtstrategie von Auerbergland unterstützen und in der Projektliste genannt seien.

Verein Auerbergland: Freie Verfügung über 100 000 Euro Euro

Lesen Sie auch
##alternative##
Zusammenschluss

Oberallgäuer Gemeinden blicken über eigenen Kirchturm hinaus

Arbeitsschwerpunkte der Umsetzungsbegleitung Auerbergland sind: Bedarfsanalyse Ländliche Wege (Förderung Wegebau durch das Amt für Ländliche Entwicklung), Vitalitäts-Check und Flächenmanagement-Datenbank (Unterstützung der Gemeinden bei Umnutzung und Neuausweisung), Innenentwicklung und neues Wohnen im Dorf (Förderprogramm „Innen statt außen“), Ortsentwicklungskonzepte, und aktuell „Rahmenkonzept Landschaft, Wasser, Tourismus und Biodiversität“ in den Mitgliedsgemeinden der ILE. Ziel ist, an den Fördertopf des Programms „Artenreichtum“ zu gelangen.

Neu seit 2020 sei auch ein Regionalbudget für Kleinprojekte, das die ILE Auerbergland seither jedes Jahr genutzt habe, sagte Walk. Dabei könne die ILE Auerbergland über 100 000 Euro (90 000 Euro Förderung und 10 000 Euro Eigenmittel) frei verfügen. Heuer habe Stötten bei der Umsetzung des Projekts „Sicherung und ökologische Gestaltung am Mühlbach“ von diesem Regionalbudget profitiert.

Für nächstes Jahr ist die Sanierung der Pestkapelle als Projekt angemeldet, sagte Bürgermeister Ralf Grube. Walk gab Tipps, wie auch Förderungen beim Brücken- und Wegebau möglich ist und beantwortete zahlreiche Fragen aus dem Gremium.

Lesen Sie auch: