Fendt in Marktoberdorf

Wagner neuer Entwicklungschef bei AGCO/Fendt in Marktoberdorf

Walter Wagner wird neuer Geschäftsführer für Forschung und Entwicklung bei AGCO/Fendt.

Walter Wagner wird neuer Geschäftsführer für Forschung und Entwicklung bei AGCO/Fendt.

Bild: Andreas Mohr

Walter Wagner wird neuer Geschäftsführer für Forschung und Entwicklung bei AGCO/Fendt.

Bild: Andreas Mohr

Walter Wagner (60) löst Dr. Heribert Reiter als neuer Geschäftsführer für Forschung und Entwicklung bei Fendt ab. Wagner wurde schon als Nachfolger gehandelt.
01.12.2021 | Stand: 15:33 Uhr

Seit heute, 1. Dezember, steht fest: Walter Wagner (60), bisher Vice President Engineering Fendt Tractors, übernimmt ab 1. Januar 2022 die Position des Geschäftsführers für Forschung und Entwicklung bei AGCO/Fendt. Damit folgt er, wie angekündigt, Dr. Heribert Reiter nach, der sein Geschäftsführer-Amt ruhestandsbedingt zum Ende des Jahres niederlegt. Das berichtet Fendt in einer aktuellen Presseerklärung.

Entwicklungsingenieur Walter Wagner war schon zuvor lange eine Führungskraft bei AGCO/Fendt in Marktoberdorf

„Wir freuen uns, mit Walter Wagner einen erfahrenen Entwicklungsingenieur und eine langjährige Führungskraft für die Fendt Geschäftsführung gewonnen zu haben“, sagt der Vorsitzende der AGCO/Fendt Geschäftsführung, Christoph Gröblinghoff. Innerhalb des breit angelegten Programms des Landtechnik-Herstellers als sogenannter "Full-Liner" stelle der Produktbereich Traktoren historisch bedingt die größte und wichtigste Produktgruppe dar, sagte Gröblinghoff.

Wagner verantwortete als Entwicklungsingenieur die maßgebliche Sparte Traktoren bei Fendt mit 580 Ingenieuren

Fendt-Chef Göblinghoff betont: "Mit der erfolgreichen Wachstumsstrategie von Fendt in den außereuropäischen Märkten wie Nord- und Südamerika sowie Australien/Neuseeland stieg in den vergangenen Jahren auch das Anforderungsprofil an unsere Traktoren." Walter Wagner und sein Entwicklungsteam von rund 580 Ingenieurinnen und Ingenieuren leisteten dabei "hervorragende Arbeit, damit zum einen Fendt Traktoren weltweit für alle Einsätze und auch unter allen Klima- und Bodenbedingungen von Landwirten eingesetzt werden. Zum anderen entwickeln sie am Fendt Stammsitz Marktoberdorf wichtige Module für das gesamte Full-Line Maschinenprogramm.“

Der Allgäuer studierte nach einer Werkzeugmacher-Lehre in Kempten

Walter Wagner studierte nach dem Abschluss einer Lehre als Werkzeugmacher an der Hochschule Kempten den Diplomstudiengang Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Konstruktion und trat am 1. Oktober 1988 als Konstrukteur seine erste Stelle im Bereich Entwicklung bei Fendt an. Im Jahr 1999 wurde er zum Produktbereichsleiter Entwicklung der Baureihe Fendt Farmer 200 und 300 ernannt. Er trug maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung der 200er Baureihe zum Fendt 200 Vario, dem ersten Kompakttraktor mit einem stufenlosen Getriebe.

Fendt hat einen neuen Geschäftsführer für den Teilbereich Forschung und Entwicklung.
Fendt hat einen neuen Geschäftsführer für den Teilbereich Forschung und Entwicklung.
Bild: Mathias Wild (Symbolbild)

Die Funktion des Entwicklungsleiters Fendt Traktoren bekleidet Walter Wagner seit 2013. Im Jahr 2019 wurde er zum Vice President Engineering Fendt Tractors ernannt. Und noch im selben Jahr, als Peter Josef Paffen als Vorsitzender der AGCO/Fendt Geschäftsführung in Ruhestand trat und sich der Abschied von dessen langjährigen Wegbegleiters Reiter abzeichnete, wurde Wagner als dessen Nachfolger genannt.

Der US-Mutterkonzern AGCO lobt die Fähigkeiten des Allgäuers Wagner

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Auch der Mutterkonzern AGCO in den USA lobt Wagners Fähigkeiten: Kelvin Bennett, Senior Vice President, Engineering AGCO: „Walter Wagner ist ein ausgezeichneter Entwicklungsingenieur, der einen maßgeblichen Einfluss am weltweiten Erfolg der Fendt Traktoren hat. Als Allgäuer mit landwirtschaftlichem Hintergrund fokussiert er sich auf technische Entwicklungen, die die Arbeit unserer Kunden verbessern und erleichtern." Das wiederum passe zur neuen AGCO Farmer First Strategie, die den Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns stellt.“

AGCO steckte bei Fendt in diesem Jahr 93 Millionen Euro allein in den Bereich Forschung und Entwicklung

Apropos AGCO und Entwicklung: Der AGCO-Konzern investiert heuer für Forschung und Entwicklung bei Fendt 93 Millionen Euro. Das sind 13 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. 22 Millionen Euro entfallen dabei auf die Entwicklung digitaler Produkte. Dabei geht es um das Weiterentwickeln von selbstfahrenden Geräten, Robotern und smarten Traktor-Bediensystemen wie „Fendt One“ ebenso wie um regenerative Energien und Versuche mit alternativen Antrieben wie Elektro, Wasserstoff oder Brennstoffzellen. Der Traktorenbauer aus Marktoberdorf gilt bei AGCO als das "Technologie-Flaggschiff".

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