Bitte um Unterstützung

Warum die Leuterschacher ein Bücherregal auf ihrem Dorfplatz wollen

Die Leuterschacher wollen auf ihrem Dorfplatz ein Bücherregal und warben für die Idee bei der Stadt Marktoberdorf.

Die Leuterschacher wollen auf ihrem Dorfplatz ein Bücherregal und warben für die Idee bei der Stadt Marktoberdorf.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbolfoto)

Die Leuterschacher wollen auf ihrem Dorfplatz ein Bücherregal und warben für die Idee bei der Stadt Marktoberdorf.

Bild: Frank Rumpenhorst, dpa (Symbolfoto)

Leuterschacher werben bei der Stadt für ihr Projekt und beantragen einen Zuschuss. Wie die Reaktionen vor der finalen Haushaltssitzung in Marktoberdorf ausfallen.
20.02.2021 | Stand: 11:30 Uhr

In Marktoberdorf steht auf dem Stadtplatz eine ausgediente Telefonzelle als Büchertauschbörse. Die Leuterschacher hingegen wollen ein offenes Bücherregal und so ihren neuen Dorfplatz noch attraktiver gestalten. Die Idee fand auch im Finanzausschuss des Stadtrats Befürworter, aber nicht alle wollten das Projekt im Ortsteil finanziell unterstützen. Deshalb wandte sich der Vorsitzende des Fördervereins Leuterschach, Axel Maaß, vor der entscheidenden Haushaltsberatung am Montag, 22. Februar, in einem offenen Brief an die Stadt und warb noch einmal um Unterstützung.

Auf 3500 Euro als Finanzspritze beläuft sich der Antrag des Fördervereins, den die Verwaltung in ihrem Vorschlag auf 2000 Euro zusammengestutzt hat. Jörg Schneider (Grüne) wollte 3000 Euro springen lassen, Andreas Grieser (CSU) mit Verweis auf die Einrichtung in der Stadt und möglichen Folgeanträge aus anderen Stadtteilen überhaupt nichts. Am Ende folgte der Ausschuss mehrheitlich dem Vorschlag von Uschi Zwick (SPD), der sich 1000 Euro belief, und empfahl dem Stadtrat, so zu entscheiden.

Das jedoch lässt Maaß nicht ruhen. Nachdem der Landkreis die eigentlich erfolgreiche Bücherbörse am Wertstoffhof in Marktoberdorf eingestampft hat, sieht er den Bau am Dorfplatz in Leuterschach als Belebung, als Stärkung der Dorfgemeinschaft, als gutes bürgerliches Engagement. Denn die Leuterschacher wollen beim Aufstellen selbst viel Hand anlegen und sich anschließend um die Betreuung kümmern. Auf die angedachte Überdachung könnte verzichtet werden.

Warum der Verein einen Zuschuss in der Höhe von 3500 Euro braucht, macht Maaß in dem Schreiben an Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell noch einmal deutlich: „Die Initiatoren verfügen für diesen Zweck über keine Eigenmittel.“ Ein „letztlich ,gnädiger‘ Zuschuss von 1000 Euro hilft hier leider nicht viel weiter“.