Feier in Bidingen-Bernbach

Warum die Musikkapelle Bidingen-Bernbach auf Zeitreise geht

20 Jahre Jugendkapelle Bidingen-Bernbach

Seit der Gründung der Jugendkapelle Bidingen-Bernbach vor 20 Jahren sind Thomas Schweiger (vorne im Liegestuhl) und Pascal Schnieringer als Dirigenten aktiv. Als Dankeschön erhielten sie jeweils einen Strandliegestuhl zum Ausruhen, was sie spontan testeten. Am Rednerpult steht Vorsitzender Christian Lang.

Bild: Irmgard Schnieringer

Seit der Gründung der Jugendkapelle Bidingen-Bernbach vor 20 Jahren sind Thomas Schweiger (vorne im Liegestuhl) und Pascal Schnieringer als Dirigenten aktiv. Als Dankeschön erhielten sie jeweils einen Strandliegestuhl zum Ausruhen, was sie spontan testeten. Am Rednerpult steht Vorsitzender Christian Lang.

Bild: Irmgard Schnieringer

Die Jugendkapelle Bidingen-Bernbach feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Warum bei den ersten Proben im Jahr 2001 noch die Papas der jungen Musiker dabei waren.
17.08.2021 | Stand: 09:20 Uhr

Nachdem die Serenade zum 20-jährigen Bestehen der Jugendkapelle Bidingen-Bernbach wetterbedingt um eine Woche verschoben werden musste, war der Ersatztermin perfekt für ein Freiluftkonzert. Die laue Sommernacht huldigte die Kapelle im Laufe des Programms rockig mit „Summernight Rock“.

Die ursprüngliche Besetzung von vor 20 Jahren eröffnete mit dem „Zaubermarsch“ die Serenade in der Dorfmitte am Maibaum. Um alle coronabedingt geforderten Abstände einhalten zu können, wurde das Dorfzentrum großzügig abgesperrt. Dirigent Thomas Schweiger freute sich, dass der Zauber des Anfangs über so langen Zeitraum bis heute anhält und nahm die zahlreichen Zuhörer mit auf eine Zeitreise.

Erste Jugendkapelle Bidingen-Bernbach: Papas unterstützten im Hintergrund tatkräftig

Zum Jahreskonzert im Jahre 2001 wollte man die in der Ausbildung befindlichen Jungmusiker mit einbeziehen und auftreten lassen und holte sie zu einer Gruppe zusammen. Bei den ersten Proben unterstützten im Hintergrund noch tatkräftig die Papas, alle selbst auch Musikanten, sodass schon bald eine schöne Musik gemacht wurde, erinnerte Schweiger. Bereits fünf Jahre später wagte sich die Gruppe bereits an das anspruchsvolle „Ross Roy“.

Zum Bezirksmusikfest in Bidingen im Jahre 2007 nahmen sie dann als 50. angemeldete Kapelle erstmals und seitdem durchgehend beim Wertungsspiel teil. Die Jugendkapelle Bidingen-Bernbach wuchs stetig an und bestand 2010 aus 47 Musikanten und war somit größer als die jeweiligen Stammkapellen Bidingen oder Bernbach. Doch auch qualitativ standen sie in nichts nach, woran sie mit „Border Zone“ erinnerten.

Bruno Gantner, Vorsitzender des Bezirks IV Marktoberdorf, lobte die funktionierende tolle Gemeinschaft über zwei Jahrzehnte, insbesondere weil die Jugendförderung ein großer Schwerpunkt der Arbeit des Bezirks sei und überreichte einen Notengutschein. Auch Bürgermeister Franz Martin, der die Kapelle als wichtige Institution im Dorf sieht und sich über die Vereinigung der beiden Ortsteile Bidingen und Bernbach freut, hatte eine finanzielle Unterstützung als Geschenk dabei.

Geschenk an die Dirigenten von Bidingen-Bernbach: Strandliegestühle zum Ausruhen

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Die jetzige Besetzung der Kapelle besteht aus 40 Musikern und präsentierte zur Serenade souverän die „Phoenix Overture“, „The Book Of Love“, „Young Life“ und „Summernight Rock“.

Als Höhepunkt des Abends nahmen alle bisherigen Musiker der Kapelle, die Zeit hatten, insgesamt 77, auf der Bühne Platz und präsentierten den Konzertmarsch „Domi Adventus“ und das Lieblingsstück des Dirigenten „Oregon“. Die Vorstände Christian Lang aus Bidingen und Daniel Jilek aus Bernbach bedankten sich unter langanhaltendem Applaus bei den Dirigenten Thomas Schweiger und Pascal Schnieringer.

Beide sind seit Gründung der Jugendkapelle vor 20 Jahren mit großer Begeisterung für die jungen Musiker da und unterstützen und fördern den Nachwuchs beider Stammkapellen. Als Dankeschön erhielten Sie jeweils einen Strandliegestuhl zum Ausruhen, in dem sie beide spontan Platz nahmen. Mit „Highland Cathedral“ verabschiedeten sich die Musiker und kamen um Zugaben nicht umher.

Als Vorgruppe zum Programm beigetragen haben die jüngsten Musikanten in Ausbildung, die sogenannten Notenfresser. Die beiden Musikbesetzungen „Mieschthaufa Haufa“ und „Freibierlätscher“, beides aus der Jugendkapelle erwachsene Spaßorchester, ließen im Anschluss der Serenade den lauen Sommerabend musikalisch ausklingen.

Statistik aus 20 Jahren:

  • 720 Proben
  • 54 000 Minuten Probenarbeit
  • 100 Auftritte
  • 140 Musikanten, davon beispielsweise
    • " 18 Schlagzeuger
    • " 19 Querflötenspieler
    • " 19 Trompeter/Flügelhornisten
    • " 28 Klarinetten

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