Ettwieser Weiher

Wie der Bauhof drei süße Entenküken am "Ette" in Marktoberdorf rettet

Possierliche Entenküken (wie hier auf diesem Symbolbild) sind nun am Ettwieser Weiher in Marktoberdorf vor dem Abflussschacht gerettet worden.

Possierliche Entenküken (wie hier auf diesem Symbolbild) sind nun am Ettwieser Weiher in Marktoberdorf vor dem Abflussschacht gerettet worden.

Bild: Helmut Weinl

Possierliche Entenküken (wie hier auf diesem Symbolbild) sind nun am Ettwieser Weiher in Marktoberdorf vor dem Abflussschacht gerettet worden.

Bild: Helmut Weinl

Ein Ausflug von Mutter Ente mit ihren Entchen am Ettwieser Weiher endete mit Geschrei: Drei Küken gerieten in den Abflussschacht. Wie der Bauhof sie rettete.
08.07.2021 | Stand: 12:58 Uhr

Mit „allen meinen Entchen“ schwamm Mutter Ente auf dem Ettwieser Weiher. Als sie sich dann aber nach einer Runde umschaute, war das Geschrei groß: Es fehlten drei. So zeterte sie derart lautstark und durchdringend, dass der Marktoberdorfer Bauhof alarmiert wurde. Denn das Kükentrio war in den Abwasserüberlauf beim Kiosk gefallen.

Seit der Sanierung des Ette steht das neue Bauwerk da. An kleinen stählernen Streben vorbei fließt überschüssiges Wasser ab, damit das Badevergnügen immer auf dem selben Niveau stattfindet und der Ettwieser Bach genügend Wasser führt, damit die geschützten Bachmuscheln nicht vertrocknen. Die Verlockung ist für junge und ältere Menschen groß, auf den silberfarbenen Deckel zu steigen und von dort aus in den Ette zu springen – was aber verboten ist, wie ein Schild zeigt. Einfach viel zu gefährlich.

Ihre tierische Neugier brachte die Entchen in große Gefahr

Wie gefährlich dieser Mönch auch für junges Federvieh ist, haben die drei Küken leidvoll erfahren. Denn es war kein Sog, der die Kleinen angezogen hätte. Nein, sagt Martin Vogler, der Leiter des Bürgeremeisterbüros, es sei schlicht und einfach die tierische Neugier gewesen. „Die Tiere sind dem Abfluss zu nahe gekommen.“ Und plötzlich machte es plumps, plumps, plumps.

Nun lässt sich Neugier nicht so einfach abtrainieren. Was beim Menschen schon nicht funktioniert – Beispiel Gaffer bei Unfällen –, klappt mit wild lebendendem Geflügel erst recht nicht. Was also tun? Ein Drahtgeflecht herumziehen? Darin könnten sich Blätter und kleine Zweige verfangen und alles verstopfen, antwortet Vogler. „Wir müssen prüfen, was und ob wir da was machen können“, sagt er.

Die Stadt gibt Entwarnung: "Alle gerettet und wohlauf"

Was die Gesundheit der Entenküken betrifft, gab er jedenfalls Entwarnung: „Alle gerettet und wohlauf.“ Wobei: Wären sie wirklich in dem metertiefen Schacht geblieben, hätte sie das abfließende Wasser einige Zeit später in den Ettwieser Bach und damit ins Freie gespült. Doch auf solch ein Abenteuer hatten die Kleinen keine Lust.

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