Gemeinderat

Wie sich Aitrang seine Wasserversorgung sichern will

Um die Wasserversorgung ging es jetzt im Gemeinderat in Aitrang.

Um die Wasserversorgung ging es jetzt im Gemeinderat in Aitrang.

Bild: SIEGFRIED REBHAN

Um die Wasserversorgung ging es jetzt im Gemeinderat in Aitrang.

Bild: SIEGFRIED REBHAN

Zweites Wasserschutzgebiet für die Gemeinde Aitrang soll dauerhaft erschlossen werden. Warum das ein wichtiger Schritt für weitere Entwicklung des Dorfes ist.
02.06.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Um ein zweites Standbein für die Wasserversorgung zu sichern, wird die Gemeinde Aitrang am Brunnen Schellerweide eine dauerhafte Notversorgung einrichten. Denn das Wasserwirtschaftsamt Kempten wies darauf hin, dass eine gesicherte Wasserversorgung Voraussetzung für die Neuausweisung von Baugebieten ist. Diese Voraussetzung sei derzeit nicht gegeben.

Derzeit stellt dieser Brunnen für Aitrang nur eine Notversorgung dar

Im Jahr 2018 erhielt die Gemeinde die wasserrechtliche Genehmigung für eine Notversorgung aus dem Brunnen Schellerweide, nachdem wegen des trockenen Sommers der Grundwasserpegel im Brunnen Heiligenwald zu niedrig geworden war. In der Folgezeit stellte sich heraus, dass mit dem Brunnen Schellerweide eine dauerhafte Wasserversorgung für Notfälle eingerichtet werden kann. Die dafür notwendigen Untersuchungen hat der Gemeinderat bereits im August vergangenen Jahres vergeben. Jetzt ist noch ein Pumpversuch notwendig, damit dort ein möglichst passgenaues und klein gehaltenes neues Schutzgebiet ausgewiesen werden kann. Die Kosten von 7000 Euro sind im Haushalt 2021 vorgesehen. Einstimmig wurde der Auftrag vergeben.

In der Gemeinderatssitzung ging es noch um drei weitere wichtige Themen:

Rat in Aitrang spricht sich einstimmig für gemeinsames Mobilfunkkonzept mit Biessenhofen aus

Ebenso einstimmig entschied sich das Gremium dafür, gemeinsam mit der Gemeinde Biessenhofen den Auftrag zur Erstellung eines Mobilfunkkonzepts zu erteilen. Dadurch soll eine möglichst gesundheitlich unbedenkliche gute Mobilfunkversorgung in den beiden Gemeinden erreicht werden, wurde festgehalten. Eine fachlich neutrale Beratung sei für den technisch komplexen Sachverhalt notwendig.

Lesen Sie dazu: Mobilfunk: Gemeinde Biessenhofen will den Ausbau steuern

Gemeinsam mit der Gemeinde Ruderatshofen eine Nachbarschaftshilfe aufbauen

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Bürgerversammlung

In Aitrang ist der Wunsch nach einem eigenen Hausarzt riesengroß

Bürgermeister Michael Hailand wies beim nächsten Tagesordnungspunkt darauf hin, dass es aufgrund der Pflegebedarfsermittlung 2020 im Bereich der alters- und seniorengerechten Entwicklung der Gemeinde viel zu tun gebe. Deshalb soll im Rahmen des Quartiers- und des Gemeindeentwicklungskonzepts gemeinsam mit der Gemeinde Ruderatshofen auch eine Nachbarschaftshilfe aufgebaut werden.

Die älteren Bürger beider Gemeinden sollen möglichst lange und selbstbestimmt in einer eigenständigen Wohnsituation leben können, betonte Hailand. Dazu soll die Nachbarschaftshilfe dauerhaft und kontinuierlich Hilfestellungen und Leistungen anbieten. Dabei sollen die Helfer eine Aufwandsentschädigung von den Auftraggebern bekommen.

Da die Nachbarschaftshilfe anfangs von der Quartiermanagerin koordiniert wird, wird die Koordinationsstelle ebenfalls im Rathaus Aitrang sein. Mit zwei Gegenstimmen wurde die dafür notwendige Zweckvereinbarung zwischen den beiden Gemeinden angenommen. Das Konzept soll bei einem Tag der Nachbarschaft vorgestellt werden. Helfer hierfür werden gesucht.

Besuch der Musikschule Marktoberdorf wird nicht bezuschusst

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Besuch der Musikschule Marktoberdorf durch Aitranger Kinder aus Gründen der Gleichbehandlung nicht zu bezuschussen. Denn weder die Bläserschule ROKU, an der die Musikkapellen Aitrang und Huttenwang beteiligt sind, noch andere Vereine der Gemeinde würden für ihre Jugendausbildung bezuschusst.

Lesen Sie dazu: Unterricht für Normalbegabte und Paganinis: Das soll sich an der Musikschule Marktoberdorf ändern