Schnelles Internet

„Wir brauchen dringend die Bandbreiten“: Wie es beim Breitband-Ausbau in Bidingen weitergeht

In Bidingen geht es im Gemeinderat jetzt wieder um den Breitbandausbau.

In Bidingen geht es im Gemeinderat jetzt wieder um den Breitbandausbau.

Bild: Uwe Anspach

In Bidingen geht es im Gemeinderat jetzt wieder um den Breitbandausbau.

Bild: Uwe Anspach

Weiße Flecken beim schnellen Internet bereiten Gemeinderäten in Bidingen (Ostallgäu) Kopfzerbrechen. Was jetzt zu tun ist.
02.07.2021 | Stand: 14:00 Uhr

Im Gemeinderat Bidingen ist wieder einmal das wichtige Thema Breitbandversorgung auf den Tisch gekommen. An der Sitzung nahm Jürgen Schuster von der auf Breitbandberatung spezialisierten Firma Corwese teil, der schon 2018 den damaligen Istzustand beim Breitbandausbau vorgestellt hatte.

Bürgermeister Franz Martin kennt den dringenden Bedarf, viele Haushalte und Gewerbebetriebe ans schnelle Netz anzuschließen. Nicht nur das zurzeit häufige Homeoffice, auch die neue mediale Welt verlange nach mehr Schnelligkeit und Flexibilität in der künftigen „Gigabitgesellschaft“, wie es Schuster in seinem Referat betitelte.

Glasfaser bis zum Kunden: "Fibre to the Building"?

Neben den bisherigen 52 Adressen mit FTTB-Technik („Fibre to the Building“ – Die Glasfaserleitung führt bis zum Kunden) und 222 Adressen in der FTTC-Technik (Breitbandanschluss bis Verteilerkasten) gibt es in Bidingen 31 weiße Flecken im Gemeindegebiet mit einer Versorgung von unter 30 Mbit/s. Vor allem hier gilt es nach den Wünschen der Gemeinde schnell zu handeln, „denn die geforderten Mbit/s werden sich alle zwei Jahre verdoppeln“, wie Experte Schuster sagte.

Als nächster Schritt soll laut Bürgermeister Martin die Markterkundung erfolgen. Es gehe darum, eine Kostenschätzung abzugeben, die möglichen Fördermittel des Freistaates Bayern auszuloten und den Eigenanteil der Gemeinde zu berechnen. Ein großes Unterfangen für Bidingen und die zuständige Firma Corwese. „Wir brauchen dringend die Bandbreiten“ sagte Ratsmitglied Dieter Fischer, und auch Zweiter Bürgermeister Martin Epp wünscht sich möglichst viele Anschlüsse bis ins Haus. Waltraud Mair informierte sich über den zeitlichen Rahmen und die Dauer des Förderprogrammes, und Martin betonte nochmals die Notwenigkeit der Maßnahmen: „Wir sprechen von der Zukunft.“

Um noch mehr Informationen zu dem Thema und zu den geplanten 21 Verteilern in Bidingen zu erhalten, stimmte der Gemeinderat zu, die auf Breitbandberatung und Breitbandplanung für Kommunen zuständige Firma Corvese entsprechend zu beauftragen.

Auch die Verlegung von Sportstätten beschäftigt Bidingen

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Nicht so einfach lässt sich die Verlegung von Sportstätten wie des Hartplatzes und der Weitsprunganlage verwirklichen, die durch den Bau des neuen Kindergartens weichen mussten. Werner Stöller, Vorsitzender der SV Bidingen, sucht gemeinsam mit dem Bürgermeister nach einer kostengünstigen und überschaubaren Lösung. „Es gibt nur Fördermittel, wenn der Verein allein als Bauträger auftritt und die Kosten über die Bank finanzieren lässt, ohne Spenden oder Hilfe der Gemeinde“, sagte Stöller. „Ob und wie viel wir am Ende an Förderung bekommen, ist derzeit noch ungewiss.“ Stöller klärt dies alles bei den Behörden und noch in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung.