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Stadtgeschichte

Als die letzten Türmer den Martinsturm in Memmingen hinabstiegen

Die Utensilien der Turmwächter zur Feuermeldung – Fahne, Laterne und Sprachrohr – sind noch heute im Turm ausgestellt. In der Mitte ist die Aufzugspindel zu sehen, mit der Dinge im Turm hinauf- und hinuntergezogen wurden.

Die Utensilien der Turmwächter zur Feuermeldung – Fahne, Laterne und Sprachrohr – sind noch heute im Turm ausgestellt. In der Mitte ist die Aufzugspindel zu sehen, mit der Dinge im Turm hinauf- und hinuntergezogen wurden.

Bild: Hansjörg Käser

Die Utensilien der Turmwächter zur Feuermeldung – Fahne, Laterne und Sprachrohr – sind noch heute im Turm ausgestellt. In der Mitte ist die Aufzugspindel zu sehen, mit der Dinge im Turm hinauf- und hinuntergezogen wurden.

Bild: Hansjörg Käser

An Silvester vor 100 Jahren endete der Wachdienst von städtischen Angestellten auf dem Martinsturm. Diese Turmwächter bewahrten Memmingen 420 Jahre lang vor Großbränden.
31.12.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Sie hängen noch immer im Martinsturm, die riesige rote Fahne, eine große rote Laterne und ein langes kupfernes Sprachrohr, mit denen Turmwächter jahrhundertelang die Bürger alarmiert haben, wenn irgendwo Feuer in der Stadt ausgebrochen war. Allerdings unbenutzt seit jetzt genau 100 Jahren. Denn in der Silvesternacht 1920/21 stiegen mit Georg Eberhardt und Julius Westermeyer die letzten Türmer der Stadt mit ihrem Beiwächter Heinrich Grimminger über die engen Holzstiegen hinab, nachdem sie ihren Dienst versehen hatten. Es war der letzte nach 420 Jahren – und das denkwürdige Ereignis ist in einem blumigen Zeitungsartikel „Wächters Abschied vom St. Martinsturm“ festgehalten.

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