Wolfertschwenden

Bürger müssen Wasser nicht mehr abkochen

Die Wolfertschwender können ihr Trinkwasser wieder nutzen, ohne es vorher abkochen zu müssen.

Die Wolfertschwender können ihr Trinkwasser wieder nutzen, ohne es vorher abkochen zu müssen.

Bild: Leitenstorfer

Die Wolfertschwender können ihr Trinkwasser wieder nutzen, ohne es vorher abkochen zu müssen.

Bild: Leitenstorfer

Versorgung Gesundheitsamt hebt Anordnung für Wolfertschwenden auf
28.08.2020 | Stand: 15:16 Uhr

Die Bürger in Wolfertschwenden müssen ihr Wasser nicht mehr abkochen. Wie Bürgermeisterin Beate Ullrich gestern auf der Gemeinde-Homepage veröffentlichte, ergaben die zuletzt am 27. August entnommenen Wasserproben/Laboruntersuchungen keinen Befund. Das zuständige Gesundheitsamt habe die Abkochempfehlung des Trinkwassers für Wolfertschwenden daher mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Wie die Gemeindechefin mitteilt, wurden am 5. und 10. August coliforme Keime nachgewiesen, weshalb am 11. August eine Abkochempfehlung für gefährdete Personengruppen durch das Gesundheitsamt ausgesprochen wurde. Aufgrund der Zustände der Quellen und des Hochbehälters nahm das Gesundheitsamt an, dass die Belastung mit coliformen Keimen im Ortsnetz ursächlich von dort ausgelöst wurde, wenngleich in den Quellen und Kammern des Hochbehälters keine auffälligen Untersuchungsergebnisse vorlagen. Laut Ullrich ist „eine Wasserprobe immer nur eine Momentaufnahme und die Verunreinigungen sind nicht gleichmäßig im Wasser verteilt“.

Notverbund sicherstellen

Ullrich schreibt: Um allen Bürgerinnen und Bürgern mehr Sicherheit zu gewährleisten, wurde nun in Absprache mit der Gemeinde vom Gesundheitsamt empfohlen, die Versorgung über den Notverbund Bad Grönenbach sicherzustellen, bis abschließend geklärt ist, wo die genaue Ursache der Verunreinigung liegt. „Dies sollte jedoch nicht dauerhaft der Fall sein, denn die Gemeinde Wolfertschwenden verfügt über die Quellfassungen Weißenbrunn und Falkenberg, die eigentlich bestes Trinkwasser liefern.“

Deshalb werde die Gemeinde zunächst das Ortsnetz überprüfen. Falls sich die Ursache der Verunreinigung wider Erwarten doch an den Quellen oder dem Hochbehälter festmachen lassen, gäbe es die Möglichkeit, am Ablauf ins Ortsnetz eine UV-Anlage zu installieren. Alternativ würde sich auch die Chlorung des Trinkwassers anbieten, die wir jedoch vermeiden möchten, so Ulrich.