Bad Grönenbach

Bauhof bekommt neue Betriebshalle

Bürgerversammlung Bad Grönenbach

Die Bauarbeiten für die neue Betriebshalle in Bad Grönenbach haben bereits begonnen.

Bild: Armin Schmid

Die Bauarbeiten für die neue Betriebshalle in Bad Grönenbach haben bereits begonnen.

Bild: Armin Schmid

Bad Grönenbachs Rathauschef informiert über die wichtigsten Projekte im Ort. Zudem verrät Bernhard Kerler, wie es mit dem Hohen Schloss weitergehen soll.
21.10.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Die Pläne für die neue Bauhofhalle in Bad Grönenbach liegen schon einige Jahre in der Schublade liegen. Zudem wurde mehrmals kontrovers über das Vorhaben diskutiert. Nun hat die Realisierung des Bauprojekts begonnen. Das berichtete Bürgermeister Bernhard Kerler bei der Bürgerversammlung im Postsaal. Die bereits bestehende Kalthalle wurde schon vor rund fünf Jahren gebaut. Nun folgt direkt daneben der zweite Bauabschnitt mit der Errichtung der Betriebshalle.

Im Neubau sollen Büro- und Sozialräume sowie eine Werkstatt und Fahrzeughallen untergebracht werden. Das Bauvorhaben umfasst demnach ein Kostenvolumen im Bereich von rund 3,5 Millionen Euro. Nach Fertigstellung und Umzug des Bauhofs wird das bisherige Bauhofgelände an der Sonnenstraße frei. Mittlerweile befinden sich laut dem Bürgermeister vier Flurstücke mit einer Gesamtfläche im Bereich von 6400 Quadratmetern im Besitz der Gemeinde. Angedacht sei, einen Planungswettbewerb für das Areal an der Sonnenstraße durchzuführen. Dadurch sollen erste Gestaltungsvorschläge für das zentral gelegene Innerortsareal entstehen.

Wohnraum in Bad Grönenbach nach wie vor knapp

In diesem Zusammenhang stellte Kerler die Frage in den Raum, wie in Bad Grönenbach künftig gebaut werden soll. Klar sei, dass Wohnraum nach wie vor knapp und eine beträchtliche Nachfrage da ist. Dies gelte für Investoren wie für Wohnungssuchende. In Bereichen, für die es keinen Bebauungsplan gibt, gelte das Einfügungsgebot. Dies bedeute in der Regel, dass eine dichtere Bebauung angestrebt wird. Wenn alle Vorgaben eingehalten sind, habe die Gemeinde relativ wenig Möglichkeiten, dies zu verhindern. Dies müsse aber auch nicht unbedingt ein Nachteil sein. Schließlich könne man nicht nur am Ortsrand wachsen und immer mehr landwirtschaftliche Flächen versiegeln. Kerler betonte, dass es künftig neben Ein- und Mehrfamilienhäusern auch verstärkt neue Wohnanlagen geben muss. Anders könne man dem Wohnraumbedarf nicht gerecht werden.

Der neue Kindergarten mit zwei Krippengruppen (30 Plätze) und zwei Kindergartengruppen (50 Plätze) ist seit September in Betrieb. Die Baukosten liegen bei rund 3,5 Millionen Euro. Etwa 1,7 Millionen Euro sollen über Fördergelder abgedeckt werden. Die Sanierung der Rothensteiner und Pappenheimer Straße schreitet voran. Baubeginn war vor einem Jahr. Mitte 2022 soll die Straßenbaumaßnahme des Landkreises abgeschlossen sein. Die Kosten liegen bei rund 2,4 Millionen Euro. Etwa 1,2 Millionen Euro muss die Marktgemeinde tragen. Kerler meinte, dass man mit den Bauarbeiten vor dem Wintereinbruch noch die Bergkuppe erreichen wird.

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Hohes Schloss: Umbau zum Hotel soll 2022/23 beginnen

Mit Blick auf die anstehenden Umbauarbeiten am Hohen Schloss sei er sehr froh, dass die Straßenbauarbeiten jetzt gemacht werden und die Zufahrt dann gesichert möglich ist. Die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Schlossareals zu einem Hotel sollen 2022/23 beginnen. Die Bauzeit werde wohl zwei Jahre betragen. Die Hotelzimmer sollen eher im Ringeisenhaus untergebracht werden. Der gastronomische Teil wird demnach im Schloss seinen Platz finden.

Verkauft habe man das Schloss bis einschließlich zur Schlossmauer sowie das Ringeisenhaus. Der Kreislehrgarten soll erhalten bleiben. Bei der Kapelle sollte dies ebenfalls der Fall sein. Und auch eine öffentliche Toilette soll es künftig geben. Geh- und Fahrtrechte habe man sich eintragen lassen. „Es soll weiterhin das Schloss der Bad Grönenbacher Bürger bleiben“, sagte der Rathauschef. Hinsichtlich der Nutzung könnte er sich eine Zweiteilung vorstellen. Die Gemeinde könnte unter der Woche Räumlichkeiten im Schloss für Veranstaltungen (Konzerte, Ausstellungen) nutzen und der Gastronomiebetrieb könnte seine Veranstaltungen eher am Wochenende (Feste, Feiern, Hochzeiten) abhalten.

Kurz vor dem Startschuss steht auch das Projekt bezahlbarer Wohnraum im Bereich Raupolzer Weg. Für vier Millionen Euro sollen zwölf Wohnungen und eine Tagespflege entstehen.