Kindergarten

Beim Neubau in Markt Rettenbach geht alles „Hand in Hand“

MR Kindergarten

Die Bauarbeiten für den neuen Kindergarten in Markt Rettenbach haben bereits begonnen. Entstehen soll nun ein Kinderhaus für 154 Mädchen und Buben, die in sieben Gruppen betreut werden, darunter zwei Krippengruppen.

Bild: Fotos: Josef Diebolder

Die Bauarbeiten für den neuen Kindergarten in Markt Rettenbach haben bereits begonnen. Entstehen soll nun ein Kinderhaus für 154 Mädchen und Buben, die in sieben Gruppen betreut werden, darunter zwei Krippengruppen.

Bild: Fotos: Josef Diebolder

Die Buben und Mädchen in Markt Rettenbach bekommen einen größeren Kindergarten. Der Startschuss ist nun gefallen.
04.10.2021 | Stand: 05:45 Uhr

Kinder träumen oft von einem Leben im Schloss oder einer Burg. In Markt Rettenbach haben sie einen anderen Traum, der bald Wirklichkeit werden soll. Denn am bisherigen Standort in der Schwesternstraße entsteht ihr neuer katholischer Kindergarten „Hand in Hand“. Der Startschuss ist nun gefallen. Beim offiziellen Spatenstich zeigten sich bereits die Umrisse des Gebäudes und etliche Kinder kamen selbst mit „Bagger und Schaufel“ zur Baustelle.

Einzug in Markt Rettenbach wohl zur Jahreswende 2022/23

Bürgermeister Martin Hatzelmann hatte die Planer und Bauleiter sowie Pfarrer Guido Beck und die Kirchenpflegerin Barbara Mesch zu diesem ganz besonderen Moment für die Gemeinde eingeladen. Kindergartenleiterin Michaela Holzhauser wünschte sich und für ihr Team, dass der Einzug zur Jahreswende 2022/23 vollzogen werden kann. Schon jahrelang sei die Vorfreude auf den neuen kirchlichen Kindergarten da, betonte Pfarrer Guido Beck. Er und Kirchenpflegerin Barbara Mesch wiesen auf die vorbildliche und enge Zusammenarbeit von Kirche und Kommune hin, die „buchstäblich Hand in Hand arbeiten“ würden.

Auch in der Gemeinde Markt Rettenbach steigt der Bedarf an Kindergarten- und Tagesstättenplätzen. Das einstige Gebäude aus den 1950er Jahren konnte selbst mit seinen beiden Erweiterungen die Bedürfnisse nicht mehr decken, informierten Vertreter des Ingenieurbüros Schuster. Eine Wärmedämmung und ein Brandschutz aus den 1970er Jahren waren ebenfalls nicht mehr zeitgemäß. Architektin Theresa Schuster versteht die Emotionen, wenn Menschen an ihren Kindergarten schöne Erinnerungen haben.

Architektin setzt auf viele Begegnungsmöglichkeiten

Lesen Sie auch
##alternative##
Ungewöhnliches Bauprojekt

Unterallgäuer Kreuzkapelle zieht auf Hochwasserdamm um

Entstehen soll nun ein Kinderhaus für 154 Mädchen und Buben, die in sieben Gruppen betreut werden, darunter zwei Krippengruppen. Ein großes Augenmerk legt Planerin Schuster auf viele Begegnungsmöglichkeiten, wie etwa den Eingangsbereich. Schuster ist überzeugt, dass auch die Betreuungsräume „optimal zugeschnitten“ werden. Zwei Gruppen finden in der Zwischenzeit vorübergehend im Gasthaus „Schwarzer Adler“ und weitere zwei Gruppen im verbliebenen Gebäudeteil ihr Zuhause.

Bis zu 15 Arbeitskräfte beschäftigt Bauleiter Josef Schäffler für das Gewerk. Aktuell werde die Bodenplatte mit einer Isolierung vorbereitet. Der Kindergarten sei detailliert geplant und bekomme einen Aufzug. Viele Kanäle für Heizung, Wasser und Elektrik seien vorgesehen. Keller und Decken würden mit Beton und die Mauern in Ziegeln hochgezogen. Die Regierung von Schwaben erkannte an, dass eine Sanierung des bestehenden Kindergartens unwirtschaftlich wäre. Bisher sind die Kosten für den Neubau auf rund vier Millionen Euro veranschlagt, wovon die Diözese Augsburg 150 000 Euro als Zuschuss beiträgt. Eine weitere Zuweisung aus der sogenannten „Kinderbetreuungsfinanzierung“ von 346 000 Euro und eine staatliche Förderung von 1,65 Millionen Euro sind laut Bürgermeister Hatzelmann ebenfalls zugesagt. Zudem sind ein „KfW-Tilgungszuschuss“ von 70 000 Euro und eine Förderung für energieeffizientes Heizen mit 30 000 Euro (durch das Umstellen von Heizöl auf Pellets) vorgesehen, erklärte der Markt Rettenbacher Rathauschef.